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HAUTNAH

HAUTNAH

Regie Mike Nichols
Kinostart 13.01.2005

Kritiken • HAUTNAH

15. Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur macht nicht viel, meint Bert Rebhandl. Er zeigt London als mondäne Stadt und verordnet seinen Starschauspielern das nötige Tempo. "Er kann gar nichts falsch machen, denn diese Vorlage ist so perfekt auf nachbürgerliche Vorstellungen von "Sex in the City" abgestimmt, dass sie mit ihrem Pathos der Freizügigkeit beinahe wie eine Gegenreaktion auf die Ironie und Anzüglichkeit einschlägiger Fernsehserien wirkt. Immer wieder kippt diese Freizügigkeit um in Geständnisrituale. Macht und Ohnmacht sind die eigentlichen Modi des Genusses in diesem Film, der im Einvernehmen mit der Theatervorlage die Behauptung formuliert, von Sex lasse es sich eben doch direkt und unzensiert und, ja, unverschämt handeln, ohne in die Schmuddelecke zu geraten."

14. Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala findet HAUTNAH schwerelos. "Nichts von dem, was hier zwischen Vernissage und Stripclub, Opernfoyer und Motel, Loft und Restaurant geschieht, ist dem allseits entwickelten Großstädter fremd. Die Affären und Eifersuchtsszenen, das Charmieren und die Scham, das Frauentrauern und die Männchen-Machtspiele werden durch die lang ausgespielten Szenen bis ins schmerzhaft Reale getrieben. Spannend ist das weniger wegen der Verwicklungen, die gegen Ende sogar augenblicksweise ermüden, sondern wegen des Dauerkriegs zwischen Verschweigen und Wahrhaftigkeit; auch wegen der erfrischend expliziten Sprache, in der dieser Kampf ausgefochten wird. Und vor allem wegen der Schauspieler."

13. Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • Berliner Zeitung

Intimität und Analyse harmonisieren selten miteinander. Diese Erkenntnis hat Anke Westphal aus dem Film gewonnen. "HAUTNAH ist weniger ein Film über die Ökonomie der Liebe als eine These über die Begrenztheit der Lust - eine Versuchsanordnung über die Behinderungsmechanismen von Begehren und Projektion. Dass bei Nichols unaufhörlich über Sex gesprochen wird, ohne dass es eine Beischlafszene gibt, soll erzählerische Raffinesse produzieren, doch aus dem Zusammenspiel all der Personenwechsel in Halbtotale und dem, was im Pop explicit lyrics genannt wird, ergibt sich ein seltsam serieller, wenn nicht statischer Eindruck, der dem generell Nomadischen heutiger Beziehungen allerdings angemessen gerecht wird."

13. Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi führt ein Interview mit der Schauspielerin Natalie Portman.

13. Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • Die Zeit

Für Sabine Horst ist HAUTNAH "von einer bestechenden handwerklichen Virtuosität: in der unaufdringlichen Auflösung des Bühnenraums, dem pointierten Einsatz der szenenbezogenen Musik und nicht zuletzt im Umgang mit seinen Stars, die allesamt in imagefernen Rollen überraschen. Diese Könnerschaft entfaltet einen Sog, der über den manchmal salontheaterhaften Charakter des Skripts hinwegträgt. Bis das Gefühl der Leere, das sich über einem zu geschliffenen Aperçu oder zu erlesenen Accessoire einstellt, nicht mehr als Produkt der Inszenierung, sondern als das ihres Gegenstands erscheint: einer Welt, in der nicht nur die Ausschweifung, sondern auch die Sehnsucht und die Enttäuschung kalkulierbar geworden sind."

13. Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • Spiegel

Daniel Haas bezeichnet HAUTNAH als Ringelpitz ohne Anfassen, schickes, aber bemühtes Kammerspiel. "HAUTNAH ein kühler, intellektueller Film, der nur dank seiner großartigen Darsteller Emotionalität und Spannung entwickelt. Es wird maßlos geredet, vor allem über Sexualität, die das Verhältnis der vier Charaktere dominiert und sich im rhetorischen Dauerfeuer doch mehr und mehr verflüchtigt. Vielleicht greift der Vorwurf aber zu kurz, Anna, die Fotografin, Dan, der Autor, Larry, der Hautarzt und Alice, die Stripperin seien kaum mehr als Stereotypen. Vielleicht müssen sie genau das sein: Zeichen, die für sich genommen kaum mehr bedeuten als ein Klischee und die sich erst in Bezug aufeinander mit Bedeutung aufladen."

Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • film-dienst 01/2005

Für Holger Römers stellt sich der Regisseur "ganz in den Dienst seiner Schauspieler. So wird die Aufmerksamkeit - abgesehen von der spröden Erzählstruktur - ganz auf deren Spiel gelenkt." Ansonsten kritisiert er wie folgt: "Wie sich das ausgesparte Geschehen allein aus den Dialogen ergibt, besitzt faszinierende Eleganz. Zugleich aber hat die Beschränkung auf die krisenhaften Wendungen der flatterhaften Vierecksbeziehung den Effekt, dass die Figuren, die vom Rest der Welt hermetisch getrennt scheinen, kaum lebendig werden."

Januar 2005 | HAUTNAH • Kritik • filmz.de

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