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SYLVIA

SYLVIA

Regie Christine Jeffs
Kinostart 06.01.2005

Kritiken • SYLVIA

08. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Der Spiegel

Rüdiger Sturm führt ein Interview mit Gwyneth Paltrow über künstlerische Prinzipien, Trauer als Inspirationsquelle und ihren Rückzug ins Private.

06. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal findet den Film bieder. "Die Grundidee des Films ist weniger romantisch als biedermeierlich, und die dunkle Tragödie von Plaths Leben muss Jeffs ganz verfehlen, da sie sich so emsig um Plaths Ehe kümmert, aber so wenig um das angestrengte Bemühen der Dichterin, das Leben an sich überhaupt lebenswert zu finden: Plaths (von Hughes edierte und zensierte) Tagebüchern kann man entnehmen, wie sie sich zur Freude nötigen musste. Die Tragödie eines Menschen, der nicht mehr weitermachen will, erfasst der Film nicht. ... Tapfer hämmert Gwyneth Paltrow als Sylvia mit tragischem Blick und manikürten Nägeln die Todesfugen in die Schreibmaschine."

06. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Junge Welt

Andreas Hahn hat bei diesem bedeutungslosen Film gegähnt. "Der Film hält sich vornehm zurück und inszeniert lieber die Literaturvermittlung des BBC-Bildungsprogramms."

06. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Als veritables Frauen-biopic bezeichnet Daniela Sannwald den Film. "Paltrow verkörpert überzeugend die Getriebenheit und Hysterie, auch die Naivität und Lebenslust der Heldin. Trotzdem überzeugt SYLVIA nicht. Zwar tragen in einer schönen Szene die beiden auf einer Studentenparty in Cambridge einander Gedichte vor, bis sie alles um sich herum vergessen. Ted Hughes bleibt dennoch blass. Warum die scharf formulierende Denkerin sich freiwillig von ihm domestizieren lässt, wird im Film nicht klar."

06. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Heike Kühn hüllt der Film das Schicksal der Dichterin in einen mysteriösen Nebel. "Wie verfilmt man das? Reicht es aus, dass Gwyneth Paltrow beseelt in Schmerz und Magerkeit versinkt? Schatten unter den Augen, eine Depression, mag sie noch so echt wirken, sind noch kein Gedicht. Der Kamera ist kein Bild, keine Entsprechung eingefallen. ... Sylvia ist eine Zumutung an Betroffenheit und Empfindsamkeit. ... Nur ein derart schlechter Film macht noch die abgelutschten Knochen schmackhaft."

06. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Die Tageszeitung

Dem Film fehlt ein eigener Ansatz, schreibt Sven von Reden. "Das bietet den Filmemachern wenig Raum für große Dramatik, zumal sie behutsam jeder Spekulation und jeder Kontroverse aus dem Weg gehen. So sympathisch der Respekt vor der historischen Figur ist, durch diese Vermeidungsstrategie wirkt der Film letztlich leer. Daran kann weder die herausragende Leistung von Gwyneth Paltrow in der Titelrolle etwas ändern noch die Dauerbeschallung mit der elegisch-gefühlsschwangeren Filmmusik von Gabriel Yared, die einer emotionalen Erpressung gleichkommt."

06. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers hat ein bemüht-biederes Bäckerblumendrama gesehen. "Obgleich die bewegte Vita einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts genügend Aufhänger bieten sollte, findet der Film über 114 Minuten kein Sujet. Dafür aber umso mehr Zeit für das fragwürdige Kunststück, ein bleischweres Biopic mit Starbesetzung ohne sichtbares Interesse für die Biografie der Titelfigur zu inszenieren. ... Es ist ein Porträt der Künstlerin als Küchenfee. Damit reduziert die Inszenierung Sylvia Plath letztlich auf eine psychische Pathologie, und das ist mithin grausamer als alles, was Lars von Trier den Heldinnen seiner protestantischen Bilderstürme angetan hat."

02. Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • Tagesspiegel

Susanne Kippenberger schreibt aus Anlaß der Deutschland-Premiere des Films über das Leben der Lyrikerin.

Januar 2005 | SYLVIA • Kritik • film-dienst 01/2005

Für Kenner bietet der Film genügend Diskussionsstoff, meint Sascha Koebner. "Darüber hinaus lässt sich dem biografischen Film eine gewisse Spannungsarmut vorwerfen, denn fein tranchiert reiht sich eine Szene an die andere. Ausgezeichnet fotografiert John Toon seine Motive, und stets ist er um einen poetischen Blick bemüht. Ebenso ist die Ausstattung strikt zeitgenössisch und in sich stimmig, wenn man davon absieht, dass hier das Paar bereits erkennbar über 30 ist, als es noch die Universität besucht. Dennoch tendiert die Ruhe des Films fast schon ins Lethargische. Eine etwas mehr um Dramatik bemühte Regie wäre wünschenswert gewesen."

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