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RAY

RAY

Regie Taylor Hackford
Kinostart 06.01.2005

Kritiken • RAY

24. Februar 2005 | RAY • Kritik • Die Zeit

Thomas Gross gibt kurz vor der Oscar-Verleihung nochmals RAY und damit Jamie Foxx seine Stimme. "Das Bemerkenswerte an RAY: Trotz des branchenüblichen Rummels handelt es sich um einen tollen Film. Die Leistung des Hauptdarstellers erklärt einiges daran, aber nicht alles. Dass Jamie Foxx seine Figur mit einer Hingabe spielt, die an Illusionstheater grenzt, ist zur Genüge festgestellt worden, man kann es aber nicht oft genug wiederholen: Bis in die kleinste Nuancierung trifft Foxx den linkischen, leicht torkelnden Gang eines Blinden, seine Versuche, sich die Welt über Geräusche und Tastsinn zu erschließen, die Art, wie er den Oberkörper beim Finale eines Songs nach hinten reißt."

08. Januar 2005 | RAY • Kritik • Junge Welt

Für Matthias Büdinger enthält RAY "die obligatorischen Frauen- und Heroingeschichten, immensen Erfolge, großartigen Konzerten, legendären Platteneinspielungen und ein gerütteltes Maß an US-Kulturgeschichte, inklusive Rassismus und Bürgerrechtsbewegung. ... Verblüffend genau imitiert Jamie Foxx dabei in der Titelrolle spezifische Kopfbewegungen, den nur leicht behinderten Gang, das Reden: manchmal etwas stotternd und non legato."

07. Januar 2005 | RAY • Kritik • Der Spiegel

Marco Evers führt ein Interview mit Jamie Foxx über den amerikanischen Helden Ray Charles, dessen Drogensucht und wildes Liebesleben.

07. Januar 2005 | RAY • Kritik • Der Spiegel

Furios nennt Daniel Haas die Darstellung des Jamie Foxx. "Es klingt vielleicht befremdend, so, als sei die größte schauspielerische Leistung, sich selber auszulöschen, aber Foxx ist Charles: am Klavier sitzend, das rechte Bein auf den Boden hämmernd; sich selbst umarmend; den Kopf nach hinten gedreht, den Oberkörper hin und her schwingend. Man hat diese Choreografie schon unzählige Male gesehen - und erlebt sie hier wie zum ersten Mal. ... Zudem tappt "Ray" nicht in die Falle vieler Biopics, eine eingängige Moral zu verkaufen. Zwar gibt es sie, die klassischen Momente des Heldenlebens: das frühe prägende Leid, die glücklichen Zufälle, die den Weg in eine große Zukunft ebnen, den Aufstieg und anschließenden Fall, die finale Läuterung. Aber die Hauptrolle spielt die Musik selbst."

06. Januar 2005 | RAY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Regisseur beugt sich "zwar durchaus den Konventionen des Genres, widersetzt sich ihnen aber auch: Statt alle Stationen seines Lebensweges zu bebildern, greift er einen Akt heraus.", meint Sascha Westphal. "Ray ist in weit stärkerem Maß als die meisten Biopics ein Dokument der Aneignung. Foxx kommt seinem Vorbild zwar erstaunlich nahe, bewahrt sich aber in seinen Gesten und seinem Sprachduktus eine eigene Identität. Er zeigt Charles nicht nur als musikalisches Genie, sondern auch als Geschäftsmann, der das weiße Establishment mit dessen Waffen schlägt."

05. Januar 2005 | RAY • Kritik • Berliner Zeitung

Frank Junghänel bespricht den Film enthusiastisch. "Jamie Foxx trifft Mimik und Gestik des blinden Künstlers perfekt; wie er beim Musizieren den Körper im Hohlkreuz hin und her schwingt, wie er das Kinn reckt und die Augen einem ungesehenen Lichte zuwendet. Was zur Parodie hätte missraten können, gelingt ihm würdevoll. Foxx imitiert nicht - er verkörpert Ray Charles bis in die Fingerspitzen. ... Alles wird perfekt intoniert und historisch genau choreografiert, jede Note erklingt an der richtigen Stelle und selbiges gilt für jedes Bild aus dem Leben des Ray Charles, wie es der Routinier Taylor Hackford erzählt. Noch der schmalste Schatten wird ausgeleuchtet, so dass nichts im Dunklen bleibt. Im Unterschied zu einem biografischen Essay, das sich Unschärfen erlauben würde, stellt das so genannte Biopic Dioramen auf den Marktplatz."

05. Januar 2005 | RAY • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Bodo Mrozek ist das Beste an RAY der Komiker Jamie Foxx, "wie er nun den blinden Sänger spielt, macht ihn oscarverdächtig. Charles' linkischen Gang und eigenartige Mimik studierte er am Original ... RAY ist nicht nur ein Musik-, sondern auch ein Drogenfilm. Die Heroinabhängigkeit, die Charles mit vielen seiner Kollegen teilte, wird weder verschwiegen noch geschönt. In Rückblenden leuchten immer wieder Szenen aus der frühen Kindheit auf, aus der Zeit, in der Ray noch sehen konnte: Sie sind in helles, weiches Licht getaucht."

05. Januar 2005 | RAY • Kritik • Die Tageszeitung

Dem Regisseur ist "ein Musical gelungen, in dem man sehen kann, wie das Leben Kunst und große Songs kreiert", meint Christian Broecking. "Dass es Jamie Foxx, der selbst ein versierter Pianist und Sänger ist, so grandios gelingt, Ray zu imitieren, gehört zu den Stärken des Films. Er mimt den Womanizer, den Drogenkranken und den selbstbewussten Afroamerikaner mit großer Überzeugungskraft."

Januar 2005 | RAY • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Januar 2005 | RAY • Kritik • film-dienst 01/2005

Für Frank Mehring rechnet RAY mit "einem aufmerksamen Zuschauer und präsentiert die Biografie wie ein Puzzle, dessen Panorama sich erst Schritt für Schritt, Bild für Bild, Note für Note offenbart ... Das Gelingen des Films hängt nicht nur mit der einzigartigen Musik und der spannenden Aufarbeitung eines an Höhen und Tiefen nicht gerade armen Lebens zusammen - ohne die ergreifende schauspielerische Leistung von Jamie Foxx würde das dramaturgische Konstrukt wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Mimik, Gestik, Bewegungsabläufe und Sprachmelodie wurden bis ins kleinste Detail ausgearbeitet."

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