Christina Tilmann ist nicht ganz überzeugt von diesem dänischen Familienkrieg. "Konsequent hat Per Fly die Welten gegeneinander geschnitten, knapp, präzise: Die helle Lebensfreude in Stockholm, das düstere Arbeitsethos in Kopenhagen. Das warme Leuchten von Maria, die kühle Härte der Mutter, die sich nach dem Tod des Vaters als gnadenlos berechnende Unternehmerin erweist - und ihren Sohn an seine Pflicht erinnert. Irgendwann wird er in Stockholm auf einer Bank sitzen, ein blasser, fremder Geist. Von Glück keine Spur mehr."
Der Regisseur hat Gesellschaftskritik auf subversive Weise in der Perspektive eigentlich sozial Privilegierter verankern, meint Stefan Volk. "Ganz bewusst lässt Fly hierbei die Grenzen zwischen Familie und Betrieb verwischen und Christoffer an seinem Versuch, beides auseinander zu halten, scheitern. Privates und Gesellschaftliches bedingen sich wechselseitig. Diese ambitionierte sozialpsychologische Perspektive wirkt deshalb kaum aufgesetzt oder schulmeisternd, weil sie an individuelle Charaktere gebunden bleibt."