Inhalt • LES TEMPS QUI CHANGENT
Antoine ist als Bauleiter 30 Jahre um die Welt gereist, hat nie geheiratet und Cécile nie vergessen. Cécile, Mutter eines Sohnes, lebt schon lange mit ihrem Mann als Radiosprecherin in Tanger. Eines Sommers hat Antoine dort einen Auftrag und begegnet Cécile zufällig. Ihre Gefühle füreinander sind längst noch nicht aufgearbeitet.
Kritik • LES TEMPS QUI CHANGENT • 14. Februar 2005 • Die Tageszeitung
Das die Politik irgendwie in diesen Film hinein muß, empfindet Dietrich Diedrichsen als erzwungen. "André Téchiné liebt eine sehr bewegte Kamera, um die Atemlosigkeit des Aktuellen in diese Altersliebe zu pumpen, der große Pascal Bonitzer stopft das Drehbuch derart mit pressegängigen Problemen voll, als gelte es die "Lindenstraße" im Atem zu halten ... Als die Nouvelle Vague noch im Präsens stand, wären die Flüchtlinge aufgestanden und hätten dem Liebespaar was gehustet. Vielleicht, wenn es ein guter Nouvelle-Vague-Film gewesen wäre, hätte einer ein Thomas-Gottschalk-T-Shirt getragen. Irgendwie wäre die politische Analyse für, gegen und in den Plot hineinmobilisiert worden. Hier ist Politik haargenau das, wogegen ihr Auftritt damals gerichtet war: Kolorit."