Inhalt • SOPHIE SCHOLL - DIE LETZTEN TAGE
Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die Nazi-Diktatur wird die junge Studentin Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität verhaftet. Tagelange Verhöre bei der Gestapo entwickeln sich zu Psycho-Duellen zwischen der Widerstandskämpferin und dem Vernehmungsbeamten Robert Mohr. Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis schützend vor die anderen Mitglieder der "Weißen Rose" und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte...
Kritik • SOPHIE SCHOLL - DIE LETZTEN TAGE • 24. Februar 2005 • Die Zeit
Thomas Assheuer haben die Schauspieler berührt und aufgewühlt, wie schon lange nicht mehr. Der Film "ist von durchscheinender Klarheit und feierlicher Bescheidenheit im Gebrauch dramaturgischer Mittel. Rothemund, der für sein Werk auf der Berlinale den Regiepreis erhielt, verneigt sich vor seinen Figuren und sucht vertrauensvoll ihre Nähe. Damit aber beginnen die Schwierigkeiten. ... Man nimmt diesem Film nichts von seiner Eindringlichkeit, wenn man feststellt, dass sein Versuch, Sophie Scholl zu unserer Zeitgenossin zu machen, die historische Wahrheit nur streift. Denn in Wirklichkeit ist uns diese junge Frau nicht nah, sondern fern und fremd. Erst recht das verschlungene Universum ihres religiösen Empfindens bleibt unserem Weltbild unverständlich. Rothemund scheint dies zu spüren und vertraut deshalb ganz auf nachholende Einfühlung und die Macht der Empathie. Darin ist sein Film anrührend und groß."