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TEAM AMERICA

TEAM AMERICA

Regie Trey Parker
Kinostart 30.12.2004
Genre Komödie

Kritiken • TEAM AMERICA

06. Dezember 2010 | TEAM AMERICA • Kritik • Team America

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06. Dezember 2010 | TEAM AMERICA • Kritik • Team America

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07. Januar 2005 | TEAM AMERICA • Kritik • Der Freitag

Schlechter Geschmack ist keine Lösung, findet Georg Seeßlen. "Der Film Team America etwa trägt alle Ingredienzen von schlechtem Geschmack. Man sieht Marionetten, zwischen Augsburger Puppenkisten- und Barbie-Erscheinung, ausgiebig kotzen, ficken, sich massakrieren und, man denke, sogar rauchen. Es werden nicht nur die fiktiven Weltpolizisten verscheißert, sondern auch die Liberalen, die "Tauben" unter den Hollywood-Schauspielern ... Das wahre Angriffsziel ist Hollywood selber; als Parodie auf Jerry Bruckheimer-Produktionen und die Verbindung von hirnloser Action und soap opera-Beziehungsquark, auf James Bond-Phantasien und Ridley Scott-Nihilismus funktioniert das Stück prächtig."

30. Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • Berliner Zeitung

Für Claus Löser ist der Film ein Geniestreich, "dessen Subversion gleich auf mehreren Ebenen funktioniert. Im ausladenden Cinemascope-Format gedreht, zwischen diversen Kontinenten zappend, mit bombastischer Musik untermalt, findet sein prahlerischer, bei James-Bond-Filmen entlehnter Gestus in einem wesentlichen Punkt eine kuriose Verkehrung: TEAM AMERICA ist ein Puppentrickfilm. Sämtliche Dekors wurden in liebevoller Handarbeit hergestellt. Wir erleben füsilierte, ertrinkende, zerplatzende und kopulierende Marionetten, stets von deutlich sichtbaren Fäden in Bewegung gehalten. Ihre ruckhafte Körpersprache und die statischen, ewig grinsenden Barbie-Physiognomien passen wunderbar zum stereotypen Gut-Böse-Schema der Handlung, die dennoch mit Überraschungen aufwartet."

30. Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Warum sollte man die Welt nicht als großes Kasperletheater zeigent, fragt Volker Mazassek. "Die Idee, den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus als Puppenspiel zu inszenieren, mutet absurd an. Doch der Einsatz von Marionetten erweist sich als genialer Kunstgriff, um die grotesken Züge dieses modernen Kreuzzugs zum Vorschein zu bringen. "Team America" ist wie die Augsburger Puppenkiste auf Speed. Terroranschläge, atemberaubende Stunts, Schießereien - die Puppen kriegen alles genauso gut hin wie Schauspieler in einem Actionfilm. Selbst die Liebe klappt: Höhepunkt ist eine Sexszene, in der fast alle Lektionen des Kamasutra durchgenommen werden - vermutlich der erste Puppen-Porno der Filmgeschichte."

30. Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Olaf Möller hat am Ende des Films nur noch selbstzufrieden genickt. "Am Ende könnte - passend zur Genrevorgabe, dem Action-Spektakel à la Bruckheimer, das Team America wirklich die letzte Verteidigungslinie des Guten sein. Was man natürlich auch wieder als Satire und Ironie verbucht werden könnte - neben der wie von einem Penner im Vollrausch vorgetragenen Erkenntnis, dass alle Arschlöcher sind. Da wirken selbst Parodien auf einen demagogischen Michael Moore und einen verwirrten Tim Robbins nur noch schal."

30. Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Frank Noack kämpft das Team gegen die Falschen. "Bei TEAM AMERICA handelt es sich um einen Marionettenfilm. Da muss man nicht alles so ernst nehmen. Oder doch? Die militaristischen Actionspektakel des Produzenten Jerry Bruckheimer werden parodiert, doch deren Ideologie bleibt erhalten. Ein zwiespältiges Vergnügen. ... Die Sexszene ist ziemlich halbherzig geraten, zu hart für Sechsjährige, zu harmlos für Sechzehnjährige. Fast alles, was man sieht, ist Handarbeit - nur die Mund- und Augenbewegungen wurden computergesteuert. TEAM AMERICA ist trotzdem optisch eine Wohltat nach all den Pixel-Filmen ohne Tiefenschärfe."

30. Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • Die Tageszeitung

Für Harald Peters ist TEAM AMERICA einer der denkwürdigsten und nachdenklichsten Filme des Jahres. "Besonders überzeugend ist dabei die Idee, sämtliche Charaktere von Marionetten darstellen zu lassen, die deutlich sichtbar an Fäden hängen und von unsichtbarer Hand angemessen holzschnittartig und hölzern durch die Handlung geführt werden, was durchaus symbolisch zu verstehen ist. Kontrastiert wird das wiederum durch aufwändige Special Effects, weil aufrechte Weltretter natürlich ständig kämpfen, schießen und Dinge explodieren lassen müssen. Und weil das mitunter auf den Magen schlägt, gibt es auch die längste Kotzszene der Filmgeschichte, in der sich eine feinfühlige Marionette angesichts der Schlechtigkeit der Welt über eine Minute lang erbricht."

30. Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas hat eine bitterböse Politsatire gesehen. "TEAM AMERICA ist eine Mischung aus Jerry-Bruckheimer-Action und Augsburger Puppenkiste, versetzt mit Harald-Schmidt-Humor. Geschont wird hier keiner: Kriegsgegner, Kriegstreiber, alle geraten ins Kreuzfeuer von Parkers und Treys juvenilem Humor. ... Vielleicht ist "Team America" einfach nur aufsässig, laut, schrill und gemein, ein Filmscherz, der sich draufgängerisch pubertär über das Ideologische selbst hermacht. Gut, böse, rechts, links - was spielt's für eine Rolle, wenn die ganze Welt buchstäblich von Holzköpfen bevölkert wird."

Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Dezember 2004 | TEAM AMERICA • Kritik • film-dienst 26/2004

TEAM AMERICA versprach einen unterhaltsam-persiflierenden Seitenhieb auf die großen Hollywood-Filme, findet Frank Mehring. "Doch was als aberwitzige Idee und bitterböser Seitenhieb auf Hollywood beginnt, verirrt sich bald in Banalitäten, sinkt in die Untiefen des Fäkalhumors und endet in einer Triade maßloser Beleidigungen. ... Der ausdrückliche Tabubruch wird dabei zum Eigenzweck und verkommt zur präpubertären Pose. Obwohl US-amerikanischer Waffenfetischismus, Militarismus, kulturelle Arglosigkeit und die Inkaufnahme von immensen 'Kollateralschäden' im Zentrum der Kritik stehen, stiehlt sich der Film aus der Verantwortung einer politischen Stellungnahme."

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