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MAN TO MAN

MAN TO MAN

Regie Régis Wargnier

Kritiken • MAN TO MAN

12. Februar 2005 | MAN TO MAN • Kritik • Neues Deutschland

Für Gunnar Decker ist der Film etwas zu abfällig durchgewinkt worden. "Regis Wargnier versucht immerhin eine differenzierte Antwort zu geben, mehre Seiten des Problems zu zeigen. Also ja zu Darwin, aber nein zum biologistischen Darwinismus, der in Rassismus mündet. So könnte man die These des Films benennen, an der nur stört, dass sie allzeit so überdeutlich präsent ist. ... Insofern ist es ignorant, diesen Film nicht ernst zu nehmen. Allerdings kommt Wargnier in seiner durch und durch konventionellen Bildsprache - wohl weil er die letzte Härte im Aufeinanderprall der Welten scheute - auf eine stark sentimentale und zuletzt auch kitschverdächtige Schiene. Da rutscht ihm eine hochinteressanter Filmstoff stellenweise ins Beliebige weg."

12. Februar 2005 | MAN TO MAN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Nich die schlechteste Wahl für den Auftaktfilm ist MAN TO MAN, meint Rüdiger Suchsland. "Nein, künstlerisch anspruchsvolles oder sonderlich engagiertes Kino ist Man to Man wahrlich nicht. Stilistisch wirkt alles manchmal wie ein TV-Stück, mitunter überpädagogisiert, dann wieder umgekehrt so, als ob Wargnier, der vor zwölf Jahren mit INDOCHINE bekannt wurde, seinem Thema nicht vertraut und es darum bis über den Rand mit (Pseudo-)Dramatik ausstopft - letztlich bleibt dabei alles vorhersehbar, überdeutlich und voller Gefühlskitsch. ... Andererseits behandelt Man to Man ein überaus spannendes Sujet: Das Doppelgesicht der Wissenschaft zwischen neugierigem Forschungsdrang und der Neigung, an einmal vorgefassten Ansichten festzuhalten, auch dann, wenn ihnen die Tatsachen immer offenkundiger widersprechen."

11. Februar 2005 | MAN TO MAN • Kritik • Die Tageszeitung

Stefan Reinecke hat einen kritischen Abenteuerfilm gesehen. "Die interessanteste Figur des Wissenschaftler-Trios ist Fraser, ein verzweifelter Herrenmensch, der im Irrenhaus endet. Die Dreiteilung des weißen Wissenschaftlers in den ehrgeizigen Bösewicht, den reflexiven Aufgeklärten und den Irren ist etwas schematisch, aber nicht unglaubwürdig. MAN TO MAN ist unterhaltsam, aber nicht zu sehr, politisch korrekt, ohne aufdringlich zu werden: in den besten Passagen eine Mixtur aus Jack London und Michel Foucault."

11. Februar 2005 | MAN TO MAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Andreas Conrad berichtet von der Pressekonferenz.

10. Februar 2005 | MAN TO MAN • Kritik • Junge Welt

Der Film erzählt das Abenteuer der Diskurse, meint Andreas Hahn. "Der intendierte Oberflächeneffekt des Films ist 'episch' und humanistisch. Die erste Lektion der Diskurstheorie kann dabei allerdings nicht verleugnet werden: Die Humanwissenschaften sind vor allem bizarr. Und ebenso bizarr ist es, diese Zusammenhänge dem 'epischen Breitwandkino' spaßbringend zuzumuten. Dieses Bizarre ist nicht direkt rassistisch, es lebt nur davon, daß es eine Geschichte des Rassismus gibt."

10. Februar 2005 | MAN TO MAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala handelt es sich um einen erkenntnistheoretisch spannender Stoff, aber der Regisseur verhunzt ihn von Anfang an. "Der 57-jährige Franzose, der in 20 Jahren nur fünf Filme gedreht hat, ist kein Dramatiker, sondern ein Melodramatiker, ein Bilderschwelger, ja, ein bloßer Choreograf der Kino-Gefühle. ... Stattdessen treibt die Unversöhnlichkeit der wissenschaftlichen Positionen, bieder chronologisch und in eher tönerne als tönende Dialoge gegossen, bald nur mehr ein Nichts an Handlung voran. Es ist das Prinzip Vorfall, das das Geschehen konturiert, keine den Figuren innewohnende Verve. Und wenn dann eine Überraschung aufschrecken soll, so ist sie als Taschenspielertrick der Dramaturgie ebenso vorhersehbar wie deren Auflösung, die doch auch verblüffen sollte."

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