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BIRTH

BIRTH

Regie Jonathan Glazer
Kinostart 23.12.2004

Kritiken • BIRTH

23. Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • Berliner Zeitung

Für Bert Rebhandl geht es in BIRTH um um Wiedergeburt, oder um Identitätsanmaßung. "BIRTH gehorcht der Dramaturgie einiger jüngerer Mystery-Thriller, die von hinten nach vorn eine andere Lesart anbieten - ein Effekt der geöffneten Augen, den Jonathan Glazer verschenkt, weil er seinen Film mit der besten Schlussszene nicht enden lässt. Er macht dann noch weiter, und verstärkt den Widerwillen, den BIRTH ohnehin hervorruft. Die interessantere Geschichte verschwindet dahinter beinahe: Die Wiedergeburt ist nämlich eine Wunscherfüllung nicht nur für Anna."

23. Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • Junge Welt

Andreas Hahn schreibt über die Produktion eines Gesichts. "Speziell für BIRTH wurden Kidman die Haare kurz geschnitten (sie sieht wie Jean Seberg oder Mia Farrow aus), um die Konturen ihres Gesichts noch besser hervortreten zu lassen. Es ist auch ein Film über das Gesicht als Produkt. Ein Produkt wie "Chanel No. 5", für das Kidman nach Marilyn Monroe und Catherine Deneuve als Werbeträger dient. ... Kidman, die sowohl für das von Helleu vermarktete Zeug als auch, wie dieser sagt, für die »Reinkarnation der reinen Leidenschaft« einsteht. Zufällig genau das Problem von »Birth«. Die Spannung zwischen dem Allgemeinen und dem Besonderen, in der das Gesicht des Stars entsteht, ist also die Spannung zwischen Wahnwitz und Ware."

23. Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • Die Tageszeitung

Klare, einprägsame Bilder und eine somnambule Inszenierung umhüllen das Fantastische in BIRTH, meint Andreas Busche. "Die visuelle Dichte der Eröffnungssequenz liefert einen Vorgeschmack auf die folgende formidable Inszenierung des Übernatürlichen: expressiv und streng zugleich, und der Blick für Details ist untrüglich. Wohl nur ein ausgemachter Realist kann so klare und einprägsame Bilder für das Fantastische finden, und diese Erdung in vertrauten Sujets und Gefühlszuständen ebnet den Weg für eine Geschichte, die im Grunde jeder Beschreibung spottet. Die Einstellungen von Glazers Director of Photography Harris Savides (ELEPHANT) finden seltene Balance zwischen dem nahe Liegenden und dem schier Unglaublichen."

23. Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • Berliner Zeitung

Christian Aust führt ein Gespräch mit Nicole Kidman darüber, warum sie ein Geheimnis bleiben möchte. Und eine Abenteurerin obendrein.

23. Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • Der Spiegel

Jonathan Glazers rätselhaftes Drama schickt seine Hauptdarstellerin auf ungewöhnlichen Wegen in die Dunkelheit, meint David Kleingers. "Hätten Buch und Regie geradliniger auf diese erschütternde Erkenntnis hingearbeitet, dann wäre BIRTH vermutlich nicht derart missverständlich aufgenommen worden. Unstrittig bleibt hingegen die Leistung Nicole Kidmans, die das Drama ihrer Figur in jedem Moment anschaulich macht. Und selbst wenn sie mit ihrem Hang zu tragischen bis todgeweihten Rollen vielleicht irgendwann Gefahr läuft, eine Ophelia des Hochglanz-Autorenfilms zu werden: Sie bleibt der Star, der im Dunklen leuchtet."

22. Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte läßt sich auch von den Buh-Rufen in Venedig nicht schrecken. "Von den ersten Bildern des Films an herrscht ein Zustand der Irritation, wie er sich eben einstellt, wenn Traum und Wachheit vollkommen miteinander verschmelzen. ... Wie in einem Uhrwerk erfüllt jedes Detail eine wichtige Funktion und erlaubt deshalb auch bei aller Bedächtigkeit seines Rhythmus nie den Stillstand. Überhaupt scheint Regisseur Jonathan Glazer, der seine ersten Filmerzählungen im Vier-Minuten-Format von Popvideos unterbringen musste, auch in der epischen Form ein Metronom im Kopf mitlaufen zu lassen - so präzise sind auch seine elegischen Passagen getaktet, so selbstverständlich bringt er eine dreiminütige Porträtaufnahme seiner grandiosen Hauptdarstellerin unter."

Dezember 2004 | BIRTH • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

09. September 2004 | BIRTH • Kritik • Die Tageszeitung

Für Christina Nord hat der Film mindestens zwei schöne Szenen. "Doch was folgt, ist enttäuschend. Glazer steckt Nicole Kidman in gedeckt gefärbte Kleidungsstücke, so dass sie sich kaum noch von den gedeckt gefärbten Wohlstandsarrangements im Hintergrund abhebt. Der Film tut bedeutsam und zwingt seine Protagonistin zu anämischem Gebaren. Sein Gebrauch des Fantastischen ist so leicht zu entschlüsseln, dass nichts Beunruhigendes bleibt."

08. September 2004 | BIRTH • Kritik • Spiegel Online

Martin Wolf hat anfangs an eine Wiedergeburts-Geschichte gaglaubt. "Regisseur Jonathan Glazers suggestiv-elegante Bilder, eine hypnotische Filmmusik und nicht zuletzt Kidmans somnambules Spiel kämpfen in diesem mysteriösen Melodram tapfer gegen die löchrige Drehbuchlogik."

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