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DER SINGENDE DETEKTIV

DER SINGENDE DETEKTIV

Regie Keith Gordon

Kritiken • DER SINGENDE DETEKTIV

18. Dezember 2004 | DER SINGENDE DETEKTIV • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche fragt sich, wie Film Noir und Rock'n'Roll zusammenpassen. DER SINGENDE DETEKTIV "manövriert sich mit obsessiver Niedertracht durch zahlreiche Literatur- und Popmusikbezüge. Die für Potter charakteristische Mischung aus Nihilismus und Lüsternheit leistet in dieser Verfilmung Erstaunliches: Noch das letzte Hardboiled-, Pulp- und Rock-n-Roll-Klischee wird in beziehungsreichen Ironiekonstrukten zementiert, ohne dass dies komisch wäre."

16. Dezember 2004 | DER SINGENDE DETEKTIV • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker ist nicht begeistert. "Der damalige Drehbuchautor Dennis Potter hat selbst noch vor seinem Tode 1994 die siebenstündige Handlung auf Spielfilmlänge gebracht; im Ergebnis sieht man die energischen Streichgesten förmlich vor sich - dann nämlich, wenn die unterschiedlichen Handlungsebenen wieder einmal reichlich unvermittelt aneinander stoßen. Darin Logik finden zu wollen, das kann man gleich lassen ... Abgebildet wird also eine psychische Verwirrung in verwirrender Machart, was dann auch für den Zuschauer äußerst verwirrend ist. Er kann sich zum Ausgleich damit befassen, die vielfältigen Zitate aus der Kinogeschichte (Hard-Boiled-Krimi, Film Noir, Pulp Fiction, Alfred Hitchcock, David Lynch .) zu dechiffrieren."

16. Dezember 2004 | DER SINGENDE DETEKTIV • Kritik • Frankfurter Rundschau

Gunter Göckenjahn hat eines Gutes an dem Film gefunden. "Regisseur Keith Gordon filmt seine Geschichte in holprigem Rhythmus und in gnadenloser Billig-Ästhetik, ohne Eleganz und ohne leise Töne - als wolle er dem Zuschauer ein Gefühl von Auffahrunfall vermitteln. Die Schroffheit ist beunruhigend, das Rappeln und Klappern produziert Unwohlsein. Stilistisch hat The Singing Detective mit seinem Protagonisten die Hautkrankheit gemeinsam. Nicht angenehm, aber fast ein Underground-Experiment, mit Geld aus Hollywood."

16. Dezember 2004 | DER SINGENDE DETEKTIV • Kritik • Junge Welt

Für Andreas Hahn handelt es sich um eine Pulp-Psychoanalyse.

16. Dezember 2004 | DER SINGENDE DETEKTIV • Kritik • Tagesspiegel

"Auf Spielfilmlänge zusammengezogen, wirkt die Darstellung einer psychischen Heilung zwangsläufig vereinfach", meint Susanna Nieder. "aber wenn man ihm diese Schwäche nachsieht, erreicht der Film des Amerikaners Keith Gordon fast dieselbe Qualität wie die Serie. Das liegt vor allem daran, dass er kein glattes Remake ist, sondern die erstmalige Verfilmung der Kurzfassung, die der mittlerweile verstorbene Potter ebenfalls schrieb."

Dezember 2004 | DER SINGENDE DETEKTIV • Kritik • film-dienst 25/2004

Simone Roßkamp hat dem Film die Serie-Herkunft angesehen. "Das merkt man leider auch der Kinofassung überdeutlich an, die mehr dem seriellen Konzept verpflichtet ist als eine große tragende Geschichte zu erzählen, und zudem einem Ausstattungs-Minimalismus huldigt. Was per se nicht schlecht wäre. Doch mit Mel Gibson als Produzenten und einem hochkarätigen Hollywood-Cast wollte man zugleich einen großen Coup landen. Das Ziel dürfte verfehlt werden. Die Verwischung der Erzählebenen ist ambitioniert, gerät aber trotz unterschiedlicher ästhetischer Gestaltung völlig außer Kontrolle. Die Mischung von Comedy (in den Tanzeinlagen) und Spannung (in der Detektivgeschichte) wirkt absurd. Pure Pulp Fiction."

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