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EN GARDE

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Regie Ayse Polat

Kritiken • EN GARDE

09. Dezember 2004 | EN GARDE • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann hat einen klassischen Kloster- oder Gefängnisfilm gesehen, in dem ein Mikrokosmos der Feindseligkeit und gnadenlosen Rangordnung dargestellt wird. "Regisseurin und Drehbuchautorin Ayse Polat treibt den Symbolismus sehr weit, sie bettet ihn aber geschickt in den glasklaren Realismus ihrer Bilder ein. ... So spielt Ayse Polat mit der katholischen Bilderlust und der weit verbreiteten Bereitschaft, ein Abbild schon für die Sache selbst zu nehmen. Wie die Figuren an die Wahrheit ihrer Bilder glauben, vertrauen auch wir den nüchtern-genauen Bildern, die sich der Film von ihnen macht."

09. Dezember 2004 | EN GARDE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Mit leichter Hand verschmilzt die deutsch-kurdische Regisseurin Ayse Polat unterschiedliche Bedeutungsschichten, meint Christina Heinen. "Die Anmutung ist gestochen scharf, das Licht eine Spur zu hell, so als gäbe es immer ein Zuviel an Sinneseindrücken. Der Film übernimmt Alices Perspektive - ihr schmerzhaft scharfes Gehör, ihre Gedanken, die sie in einem Over-Voice erzählt - und bricht sie zugleich auf durch eine faszinierende symbolische Erzählweise."

09. Dezember 2004 | EN GARDE • Kritik • Tagesspiegel

Die Regisseurin hält die Emotionen klug in der Schwebe, stellt Christina Tilmann fest. "EN GARDE, der zweite Spielfilm der Hamburger Regisseurin Ayse Polat, ist kein Film über Türken in Deutschland, wie Fatih Akins GEGEN DIE WAND oder die Filme von Thomas Arslan. Emanzipation, Rebellion, Erwachsenwerden, ja: Aber die Gegner sind nicht die der Tradition verhafteten Eltern, sondern die eigenen Dämonen: Schüchternheit, Angst, Misstrauen. Das Schlachtfeld heißt Pubertät, und selten war es so schmerzhaft nah zu sehen. Maria Kwiatkowsky und Pinar Erincin sind für diese Leistung auf dem Filmfest in Locarno zu Recht gefeiert worden."

09. Dezember 2004 | EN GARDE • Kritik • Die Tageszeitung

Für Dietmar Kammerer erzählt die Regisseurin eine "Coming of age"-Geschichte der ungewöhnlichen Art, "darüber, wie die Angst vor Nähe und der Wunsch nach ihr zugleich bestehen können. Dafür haben sie und ihre Hauptdarstellerinnen in diesem Sommer beim Filmfestival von Locarno zwei Preise erhalten. In schmerzlich klaren Bildern beschreibt EN GARDE einen Mikrokosmos aus Katholizismus, dem Gewähren oder Verweigern von Vertrauen und den Erfahrungen des Erwachsenwerdens in einer Welt, in der die Erwachsenen versagt haben."

Dezember 2004 | EN GARDE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

Dezember 2004 | EN GARDE • Kritik • film-dienst 25/2004

Für Wolfgang M. Hamdorf lebt der Film "besonders von der detailreichen, fast liebevollen Zeichnung seiner Haupt- und Nebenfiguren und von der überzeugenden Arbeit der Darsteller. ... Der Film zeichnet die kleine Welt des Erziehungsheims, den engen Rahmen von disziplinarischen Vorgaben und permanenten Regelverstößen nicht als autoritären Internatsfilm, sondern eher als Mikrokosmos organisierter Hilflosigkeit. EN GARDE lebt aber auch von seiner ganz besonderen Atmosphäre, die die Regisseurin über eine Vielzahl skurriler Einzelelemente schafft ... Man hätte dem Film noch mehr Skurrilität gewünscht, vielleicht auch etwas mehr Bosheit bei der Zeichnung der Protagonisten und an manchen Stellen etwas weniger psychologische Fernsehspiellogik."

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