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ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE

ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE

Regie Michael Trabitzsch

Kritiken • ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE

25. November 2004 | ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE • Kritik • Junge Welt

Anhand von Anekdoten erzählt der Regisseur die Geschichte, stellt Harald Neuber fest. "Das Potpourri aus historischen Aufnahmen und Interviews mit denjenigen, die Allende bis zum Ende begleiteten, liefert intime Einblicke. ... Trabitzschs Film ist eine Chronik des Scheiterns. "Eine klassische Tragödie", wie es in dem Film heißt, denn alle Mitwirkenden hätten den Tod Allendes verhindern wollen und doch zum blutigen Ende beigetragen. Das Ende der chilenischen Volkseinheit mit dem Schicksal ihrer Protagonisten zu erklären, wäre aber zu kurz gegriffen. Nüchtern deckt Trabitzschs Film auch die groben Fehler Allendes auf."

25. November 2004 | ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE • Kritik • Die Tageszeitung

Dem Regisseur gelingt eine eigenen Perspektive, meint Bert Rebhandl. "Das liegt sowohl an seinen Gesprächspartnern, von denen einige bis zur letzten Minute an Allendes Seite waren, als auch an den Archivaufnahmen, die einen guten Eindruck vom Charisma des Politikers und von den Hoffnungen der Menschen geben. Trabitzsch spricht nicht nur mit Anhängern, sondern auch mit einem Gegner. ... Trabitzsch zeigt ein Land, in dem sich die Zivilgesellschaft nicht versteckt, in dem sorgfältig mit dem Wein umgegangen wird, in dem die Männer nach dem Essen "Bésame mucho" singen. Das mag ein wenig sentimental wirken, hat aber kein falsches Pathos. Die Erinnerungen an ein Chile unter der Herrschaft des Volkes sind noch wach genug, um nicht in Mythologie umzuschlagen."

November 2004 | ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

November 2004 | ALLENDE - DER LETZTE TAG DES SALVADOR ALLENDE • Kritik • film-dienst 24/2004

Der Film bedient sich der griechischen Tragödien-Dramaturgie, meint Wolfgang M. Hamdorf. "Und zu einer Tragödie bedarf es, wie es eine befragte Journalistin ausdrückt, 'immer eines Verräters'. Hier sind es die unloyalen Militärs unter Führung von General Pinochet. Durch eine solche Reduzierung politischer oder historischer Zusammenhänge auf Menschliches, Allzumenschliches, von Geschichte auf Geschichten, ist der Dokumentarfilm einerseits faszinierend unterhaltsam. Andererseits wird vieles Kontextuelle, etwa die massive Intervention der US-Regierung gegen Allende, nur kurz angerissen, weshalb der Film am Ende den Eindruck einer soliden, von außen notierten Chronik persönlicher Erlebnisse hinterlässt, die aber hinter dem fast zeitgleich entstandenen Salvador Allende-Film des chilenischen Dokumentarfilmers Patricio Guzman deutlich zurückbleibt."

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