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THE AVIATOR

THE AVIATOR

Regie Martin Scorsese
Kinostart 20.01.2005

Kritiken • THE AVIATOR

21. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Junge Welt

Kristof Schreuf ist von der Verfilmung begeistert, besonders von der Darstellung des Leonardo DiCaprio. "Man schaut ihm zu und glaubt, daß kein Versprechen zu groß ist, es zu geben und kein Mensch zu klein, um es zu halten. In Hughes' Fall hat das nichts mit dem amerikanischen Traum zu tun. Der ist für Huges/Di Caprio eine Fingerübung. Vielmehr hat THE AVIATOR eine Botschaft, die sämtliche Bio-Pics von DER UNTERGANG bis ALEXANDER so nicht formulieren konnten, wollten oder auch nicht sollten: Das Leben betrachtet man am besten nicht von seinem Ende. Dazu handelt es sich einfach um eine zu ungeheuerliche Angelegenheit. Da dreht man erfolgreiche Filme."

21. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Der Freitag

"Martin Scorsese kann nichts anderes als einen Martin Scorsese-Film machen", konstatiert Georg Seesslen. Dem Regisseur "ist es diesmal gelungen, seine Arbeit für ein breiteres Publikum offen zu halten. Das liegt natürlich am Star-Appeal und an den eindrucksvollen technischen Effekten mit sehr behutsamen Übergängen zwischen am Computer generierten Bildern und traditionellen Stunts. Es liegt daran, wie der Film seine Zeit, die dreißiger und vierziger Jahre, rekonstruiert, daran, wie man die Verhältnisse in den Dingen spüren kann, und wie jede Einstellung zugleich "Stimmung" und "Diskurs" vermittelt."

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Berliner Zeitung

Roland Huschke führt ein Gespräch mit Martin Scorsese.

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi spricht mit Leonardo DiCaprio über Martin Scorsese, den AVIATOR und die Mühen des Schauspieler-Lebens.

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Die Tageszeitung

Als Glücksgriff empfindet es Barbara Schweizerhof, daß AVIATOR auf die Dramaturgie von Aufstieg, Krise und Triumph verzichtet. "Anders gesagt ähnelt Scorseses Filmprojekt einem Gegenstand, der darin vorkommt: dem Riesenflugzeug mit dem Spitznamen "spruce goose" (Holzgans), von dessen Konstruktion Hughes lange geträumt hat und dessen Jungfernflug am Ende des Films steht. Die meiste Zeit glaubt niemand, dass das Ungetüm je abheben könnte. Aber als es sich schließlich wider Erwarten in die Lüfte aufschwingt, ist sein Flug von unvermuteter Eleganz und Schönheit. Tatsächlich hat THE AVIATOR etwas von einem monströsen Traum, der mehr über den Träumer verrät als über das Geträumte. Während der Film von Howard Hughes handelt, scheinen stets die Obsessionen Scorseses durch. Das macht THE AVIATOR sehenswert."

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Frankfurter Rundschau

Kai Mihm hat den Wunsch des Regisseurs gespürt, endlich wieder einen respektablen Kassenerfolg zu landen. "So viel gleich vorweg: Der Balanceakt gelingt, zumindest über weite Strecken. Selbst das gefährlichste Zugeständnis, das Scorsese wohl machen musste, nämlich den zugkräftigen Superstar Leonardo DiCaprio mit an Bord zu nehmen, erweist sich als glückliche Fügung. DiCaprio, so schwach er in "Gangs of New York" auch war, ist in Scorseses Vision von Howard Hughes die Idealbesetzung. Er verkörpert Hughes als charismatischen Lebemann, der in seiner unzähmbaren Euphorie wie ein großes Kind anmutet, und der es mit seinen weitreichenden Ambitionen wesentlich ernster meint, als es seine Umwelt ihm zutraut."

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Neues Deutschland

Ralf Schenk sieht in THE AVIATOR einen neuen Höhepunkt in der Geschichte der Biopics. "Wie jedes gute Biopic ist nämlich auch AVIATOR keine naturalistische Abfolge von mehr oder weniger prägnanten Szenen einer Vita, sondern eine Parabel auf das Werden und Vergehen überhaupt. Hughes steht nicht nur für sich, sondern auch für sein Land, vielleicht sogar für die Menschheit: In den Hoffnungen und Träumen dieses Mannes, in seinem egomanischen Ehrgeiz, in der Selbstüberhebung und dem ungebrochenen Fortschrittsglauben ist immer auch die Möglichkeit des Rückschlags, des tiefen Falls, der Katastrophe, des Wahnsinns enthalten. Scorsese zeigt es nicht, aber lässt es mehr als nur ahnen, dass am Ende nichts gut gehen wird - trotz allen Geldes, trotz allen Glamours, trotz aller Macht."

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus porträtiert den Schauspieler Leonardo DiCaprio.

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Die Zeit

Jens Jessen nennt THE AVIATOR grandios. "Es ist die Meisterschaft dieses Films, dass er die Mikrostruktur von Howards Neurosen und die Makrostruktur seiner Geschäfte zusammen denkt und zusammen zeigt. Um von dem einen zum anderen zu kommen, bedient sich Scorsese eines genialen ästhetischen Manövers. Er verwendet die psychologischen Motive, den Waschzwang, die Prägung durch eine überängstliche Mutter, den perfektionistischen Kontrollwahn, nicht zur Erklärung und als Mittel der Einfühlung, sondern wie die Attribute eines Heiligen in der mittelalterlichen Kunst. ... Mit anderen Worten: Scorsese ersetzt das dynamische Prinzip der Psychologie durch das statische Prinzip der Ikonografie. Die seelischen Krisen wie die geschäftlichen Erfolge werden als feste Stationen einer Legende gezeigt."

20. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Der Spiegel

Der Regisseur hat sich und Howard Hughes mit THE AVIATOR ein Denkmal gesetzt, schreibt Daniel Haas. "Nicht die Horizontale der Schlachtaufstellung, sondern die Vertikale des Himmelssturms geben die Richtung vor: Ein Höchstmaß an Gefühlen, an Schnelligkeit, an Erfolg hat dieser Hughes im Sinn, alles andere wäre ein Absturz ins Mittelmaß. ... Man kann THE AVIATOR nostalgisch, überambitioniert, ja sogar eitel finden: DiCaprios Porträt von seelischer Zerrüttung und genialischem Selbstentwurf jedoch gehört zu den Glanzleistungen eines Kinos, das eine Figur überdeutlich werden und zugleich rätselhaft bleiben lässt."

19. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Die Tageszeitung

Stefan Grissemann führt ein Interview mit Martin Scorsese über George W. Bushs Regierungsmannschaft und Politik, über Flugangst, seinen neuen Film THE AVIATOR - und warum es ihm nicht mehr wichtig ist, einen Oscar zu bekommen.

19. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film ist interessanter als die meisten der gerade in den Kinos laufenden Biopics, meint Anke Westphal, weil der Regisseur gar nicht erst versucht, zwischen dem Höchstausnahmewesen seiner Hauptfigur und der Lebenssicht eines "normalen" Kinopublikums zu vermitteln. "Und so ergeben die Regie von Scorsese, das Auftreten Leonardo DiCaprios in der Hauptrolle, das üppige Produktionsdesign von Dante Ferretti und das nostalgische Technicolor der Bilder tatsächlich mehr als nur die Summe verschiedener Leistungsanteile: Sie ergeben ein berauschendes Gesamtkunstwerk, das sich natürlich - auch in der verspielten Verwendung alter Archivaufnahmen - vor der Geschichte des Kinos und seiner Glanzzeit in den 30er- und 40er-Jahren verneigt.

19. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Der Tagesspiegel

THE AVIATOR handelt vom Aufstieg und Fall eines Besessenen, schreibt Gregor Dotzauer. "Scorsese löst im Verein mit Kamermann Robert Richardson zwar wieder die unscheinbarsten Szenen in komplexen Storyboard-Kompositionen auf. Doch seine Virtuosität läuft ins Leere, solange er nicht weiß,was er erzählen soll. ... Zu bewundern (und zu lachen) gibt es natürlich trotzdem eine Menge. Wie Cate Blanchett Sprech- und Bewegungsmanierismen von Katharine Hepburn zusammenklaubt, um sie zu einer liebevollen Karikatur aufzublasen - das hat eine widerborstige Präsenz, mit der weder Kate Beckinsale, geschweige denn Gwen Stefani konkurrieren können. Und stellt einen mehr noch als in Hughes' Leben vor die Frage, wie er es sich denn mit dieser intelligenten Bohnenstange Hepburn so verderben konnte, dass sie zu Spencer Tracy überlief."

18. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Frankfurter Rundschau

Martin Scorsese verbindet eine Menge mit Howard Hughes, schreibt Daniel Kothenschulte. "Sichtbar leicht gingen ihm die drei Stunden von der Hand, die in Scorseses Werk oft problematische Hektik und Kurzatmigkeit passt vorzüglich zu diesem Sujet, und endlich kann er auch das alte Hollywood wieder auferstehen lassen. Sein Ausstatter, der große Dante Ferretti, baute eine herrliche Replik des legendären Clubs Coconut Grove, originale Flugmaschinen erstrahlen in aller metallenen Sinnlichkeit des steamline-art-deco. Sogar die Schwächen des frühen Technicolor-Farbverfahrens hat Scorsese rekonstruiert. Es ist ein vollmundiger Film, und er schickt niemanden mit leeren Händen nach Hause, so weit so gut. Aber es ist ihm auch nichts peinlich, und das ist ein Problem."

17. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Spiegel

Jörg Böckem und Anke Dürr sprechen mit Leonardo DiCaprio über seine Darstellung des Milliardärs Howard Hughes im Film THE AVIATOR, über innere Dämonen und die Besessenheit des Regisseurs Martin Scorsese.

08. Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • Südeutsche Zeitung

Die Zeitung berichtet von der Premiere des Films THE AVIATOR mit Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett in Berlin.

Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • film-dienst

Opulentes Kino der Spitzenklasse hat Franz Everschor gesehen. "Man kann in den Massenszenen 'baden' und an der keimfreien Heroisierung des jungen Exzentrikers Howard Hughes das Staunen neu lernen. Doch den Gipfel seiner Kunst erklimmt Scorsese nur in einer Nebenhandlung, die Cate Blanchett als Katharine Hepburn einführt. Was als ironisch überdrehte Karikatur beginnt, mit der (in der Originalfassung) Gestus, Stimme und Diktion der eigenwilligen Komödiendarstellerin bereits zu einer wunderschönen Hommage zugefeilt werden, verdichtet sich alsbald zu einem intimen Drama, das die Dimension eines so opernhaften Films wie THE AVIATOR sprengt. Sobald sich Katharine Hepburn aus Hughes' Leben wieder verabschiedet, weil sie in Spencer Tracy die große Liebe gefunden zu haben glaubt, bricht auch der Film zusammen."

Januar 2005 | THE AVIATOR • Kritik • epd-film 01/2005

Frank Arnold führt ein Interview mit Cate Blanchett über ihre Rollenwahl, schauspielerische Freiheit und Katharine Hepburn.

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