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RAVIOLI

RAVIOLI

Regie Peter Payer

Kritiken • RAVIOLI

16. Dezember 2004 | RAVIOLI • Kritik • Berliner Zeitung

Für Ulrich Seidler macht sich RAVIOLI über geballtes Unglück lustig. "Der billige, schnell gedrehte Film spielt die Indifferenz eines bei lebendigen Leib aus dem Leben gelösten Depressiven durch, kostet die Fadheit eines in Elend und Einsamkeit versackenden gründlich aus und würzt das Ganze ästhetisch auf mit einer interessant ruppigen Schnittfolge, die durch die Zeiten und beliebige Realitätsebenen springt. Einmal singt das Gewissen, allegorisch dargestellt von einem fettleibigen, tätowierten Tenor im Gartenstuhl einer Kurklinik, sogar eine Arie. Auch das eigene Kunstwollen, versteht sich, wurde also ironisch gebrochen."

18. November 2004 | RAVIOLI • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur erkundet die vielen Welten der Hauptfigur so, daß der Zuschauer Beulen davonträgt, vermerkt Dietrich Kuhlbrodt. "Der Film ist in keins der gängigen Genres einzuordnen. Er ist eine Vielheit, also was Gutes, wie wir philosophischerseits gelernt haben. Dementsprechend versorgt uns der vorstellungsaktive Tagträumer rege und selbstironisch mit lockeren Sprüchen, die wir als Aphorismen zur Lebensweisheit klassifizieren können. ... Dass Heinz, der fantasierende Sozialfall, bei aller Weitschweifigkeit ganz bei sich und ganz nah bei uns bleibt, dafür sorgt die immense Popularität des deutschen Kleinkunstpreisträgers Alfred Dorfer."

November 2004 | RAVIOLI • Kritik • film-dienst 23/2004

RAVIOLI ist "eine Gratwanderung zwischen Sozialdrama, Satire und Tragikomödie mit schwarzem, bitterem Humor", meint Wolfgang M. Hamdorf. "Neben der streckenweise hoch erhabenen Dosenbier-Philosophie ist RAVIOLI eine faszinierende Zeitreise, die in einer ganz persönlichen Dimension viele allgemeingültige Momente aufweist, etwa die Kindheit in den 1960er- und 1970er-Jahren. Faszinierend ist die Bildsprache, die der Film für die Vergangenheit und die vergangenen Sehnsüchte entwickelt ... RAVIOLI ist ein eigenwilliger Parforce-Ritt zwischen Tragödie, von schwarzem Humor geprägtem philosophischem Kabarett und einem spezifisch wienerischen magischen Realismus."

2004 | RAVIOLI • Kritik • filmz.de

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