Daniela Pogade hat einen hedonistischen Film gesehen. "Die Kamera schlägt sich gleich ganz auf die Genießerseite und umgarnt Gesichter, Stoffe, Fassaden und Landschaften ohne Unterschied, dabei immer das Vordergründigste noch weiter in den Vordergrund zerrend. Die Dächer von Paris, der Pont Neuf, die blonden Wasserwellen von Gilda, alles sitzt am vorgesehenen Platz, um sich ohne Umwege ins Zuschauerauge zu schmeicheln. ... Drei Hauptfiguren von unterschiedlicher mentaler Beschaffenheit, dazu zwei Kriege: Das ist viel "Hintergrund" für einen Film von zwei Stunden Dauer. Die meiste Zeit wendet Regisseur John Duigan dafür auf, die frivole Lebenslust seiner Heldin in Szene zu setzen."
Frank Mehring sagt es drastisch: "Das Beste ist noch die Filmmusik, die dem unmotivierten Handlungsverlauf jenen Charme verleiht, der den Charakteren fehlt. ... Der absehbare melodramatische Handlungsverlauf kippt am Ende in eine Tragödie, die dem Film einen Fatalismus verleiht, der wohltuend wirken könnte. Doch der Wendepunkt kommt zu spät, die Sympathie für die Charaktere ist längst verspielt. Im Zentrum steht die Frage, welcher moralischen Verantwortung sich jeder Mensch in seinem Lebensumfeld stellen muss."
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