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SCHAU MICH AN!

SCHAU MICH AN!

Regie Agnes Jaoui

Kritiken • SCHAU MICH AN!

19. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Der Freitag

Obwohl es im Film zu einem Happy End kommt, grassiert die Übellaunigkeit, meint Helmut Merschmann. "Das Netz von Verstrickungen und Abhängigkeiten, Machtdemonstrationen und Willfährigkeiten, das diesen Gesellschaftsreigen umreißt, lässt sich anscheinend nicht auflösen. Regisseurin Agnès Jaoui, deren erst zweite Regiearbeit Schau mich an ist, hat sich bei ihrer präzisen und doch sensiblen Analyse der menschlichen Widersprüche für einen vielleicht etwas naiven Perspektivenwechsel entschieden."

18. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Junge Welt

Für Julia Köhle ist der Französin Agnés Jaoui ein intelligenter, sensibler, schöner Film mit SCHAU MICH AN! gelungen. Der Film zeichnet sich durch treffsichere Dialoge aus und die Figuren liefern sich immer wieder wunderbar verbale Schlagabtausche. "Schnell wird klar, nur durch ein Freimachen von in der Gesellschaft propagierten Idealen, vom Übervater und von in der Vergangenheit zugelegter Verletzbarkeit kann Lolita wirklich glücklich werden."

18. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Regisseurin hat ihre Lehrmeister überflügelt, findet Michael Kohler. "SCHAU MICH AN! ist ein fein gewirkter Episodenteppich, der seine Charaktere und Motive wunderbar zur Geltung bringt und jeder Figur gleichermaßen Raum zur Entfaltung seiner guten und schlechten Eigenschaften lässt. Der narzisstische Vater, die vergeblich um Ausgleich bemühte Stiefmutter, das durch plötzlichen Erfolg kompromittierte Ehepaar oder Lolitas stiller Verehrer, von dem niemand weiß, ob er nicht nur ein Empfehlungsschreiben abstauben will: Sie alle lässt Jaoui freigiebig zu Wort kommen und denunziert doch keinen einzigen von ihnen."

18. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Die Tageszeitung

Alltägliche Peinlichkeiten werden von der Regisseurin präzise in Szene gesetzt, hat Barbara Schweizerhof festgestellt. "Gemeint sind jene zahlreichen alltäglichen Regungen, die man meist lieber für sich behält, weil sie eher unschön, ganz und gar unheroisch und oft sogar ein wenig niederträchtig sind. ... Unter humoristischen Einzelbeobachtungen etwas verborgen, erzählt SCHAU MICH AN! letztlich von einer langsamen Desillusionierung - und damit doch wieder von einem großen Gefühl."

18. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Die Tageszeitung

Kira Taszman führt ein Gespräch mit der Regisseurin, Darstellerin und Drehbuchautorin Agnès Jaoui über die Liebe zur Musik und über Frauen, die eben nicht wie Models aussehen.

18. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Neues Deutschland

Für Caroline M. Buck ist SCHAU MICH AN! eine "Abrechnung mit dem großbürgerlichen Pariser Künstler- und Literatenmilieu und der image-vernarrten Spaßgesellschaft gleichermaßen, Gesellschaftsbild und Analyse der Machtverhältnisse innerhalb von zwischenmenschlichen Beziehungen, ein Film über emotionale Abhängigkeit, gegenseitige Manipulation und den schmerzhaften Weg zur eigenen Meinung. Und weil sie schon dabei ist, verpasst Regisseurin, Co-Autorin und Hauptdarstellerin Jaoui nicht nur dem Verflachungsmedium Fernsehen, sondern auch der Unkultur einer täglichen Dauerbeschallung mit Handy-Tönen und allgegenwärtigem Pop-Gedudel einen kräftigen Seitenhieb."

18. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus ist begeistert von der wunderbaren Sittenkomödie. Außerdem schreibt die Kritikerin ein ausführliches Porträt über Agnés Jaoui.

17. November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • Berliner Zeitung

Als liebenswert und weise schätzt Anke Westphal den Film ein. "In SCHAU MICH AN! geht es um das Verhältnis von Wirklichkeit und Ideal, Gegebenheiten und Ambition, Bild und Kult - der Film handelt also von Konkurrenzen, auch von der Konkurrenz um Bedeutung zwischen Künstlern, Männern und Frauen, sozialen Auf- und Absteigern. SCHAU MICH AN! entwickelt diese Subverhältnisse von Konkurrenz als Ensemble-Film im bürgerlichen Milieu, am Beispiel von Literaten und Musikern."

November 2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • film-dienst 23/2004

Alexandra Wach hat einen typischen Jaoui-Film gesehn. "Wohltuender Weise begnügt sich der Film mit einer konventionellen Machart - keine erzählerischen Mätzchen stören den Blick auf das Innere der Figuren, kein selbstreferenzielles Fuchteln mit Regieeinfällen, dafür aber ein Ausweis von Menschenkenntnis, der in jedem messerscharf ziselierten Dialogaustausch als Subtext präsent ist. Auch die Diagnose einer zeitgenössischen comédie humaine lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig, doch eine Neigung zur Depression deswegen versagt sich die über weite Strecken wunderbar komische Charakterstudie entschieden."

2004 | SCHAU MICH AN! • Kritik • filmz.de

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