Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

TOUCH THE SOUND

TOUCH THE SOUND

Regie Thomas Riedelsheimer

Kritiken • TOUCH THE SOUND

11. November 2004 | TOUCH THE SOUND • Kritik • Frankfurter Rundschau

Lasse Ole Hempel hat eine gleichwertige Beziehung zwischen dem Regisseur und seiner Protagonistin wahrgenommen. "Riedelsheimer spielt das Spiel mit, beginnt selbst zu improvisieren und begegnet so der Musik mit einem liebevoll gestalteten impressionistischen Bilderfluss, dessen Spektrum von abstrakten Lichtreflexen bis zu Werbetafeln und fahrenden Zügen reicht. Ähnlich sinnlich-assoziativ verläuft die Tonspur. Immer wieder sind Passagen eingestreut, die die auditive Vielfalt des modernen Lebens entfalten, ohne dass auch nur ein einziges Mal dazwischen geredet würde. Diesen kleinen Großstadt-Symphonien stehen Leerstellen gegenüber, in denen Stille herrscht, oder in die sich fast unmerklich ein minimales Geräusch einschleicht."

06. November 2004 | TOUCH THE SOUND • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film erschließt die Welt als kolossalen Resonanzkörper, meint Claus Löser. "In der Eingangssequenz des neuen Films von Thomas Riedelsheimer bündelt sich der ästhetisch-inhaltliche Ansatz: Phänomene der sinnlichen Wahrnehmung werden aus einer leicht versetzten Perspektive beleuchtet, erscheinen zunächst als schillernde Mimikry, enthüllen dann überraschend eine zweite Natur - eine Art dokumentarischer Suspense."

04. November 2004 | TOUCH THE SOUND • Kritik • Neues Deutschland

Martin Hatzius stellt fest, daß sich der Regisseur nicht für die Lebensgeschichte der Potagonistin interessiert. "Riedelsheimers Streifen gleicht einem Gedicht, nicht etwa einem Roman oder gar einem Sachbuch. Kein Spielfilm und auch nicht wirklich eine Dokumentation, ist TOUCH THE SOUND ein Reigen wundervoller Bilder und Klänge. Nichts für nüchterne Prosaiker. Ein Fest für sensible Poeten."

04. November 2004 | TOUCH THE SOUND • Kritik • Die Zeit

Konrad Heidkamp lobt den klangvollen Film: Der Regisseur wagt sich "ans Unmögliche, an den Widerspruch in sich: Musik zu filmen. Während man der Musik mit allen Sinnen frei (oder verschlossen) gegenübersteht, bindet der Film das Auge, legt sich das Bild über den Ton, müsste man hin und wieder im Kino die Augen schließen, um den Ton zu hören. Welch eine Fügung, dass dieser Film um eine junge Frau kreist, die zu achtzig Prozent schwerhörig ist (eine Tatsache, die erst zur Mitte des Films kurz zum Thema wird), dass sie mit dem Körper hört, barfuß spielt, um die Schwingungen zu spüren, die Dinge berühren muss, um sie mitzuhören. Touch the Sound ist wörtlich und bildlich zu nehmen, jedes Material hat seinen Klang in sich, trägt ihn unter der Oberfläche. Man muss ihn nur hervorholen."

03. November 2004 | TOUCH THE SOUND • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling hat der Film die Ohren geöffnet. "Was aber nimmt Glennie nun wahr, wenn sie hört, tastet, zur Membran wird? Bekanntlich kann das ein Mensch dem anderen nicht mitteilen. Thomas Riedelsheimer hat offenbar genau diese Unmöglichkeit herausgefordert. ... Auch in TOUCH THE SOUND sehen wir Glennie bei der Arbeit am Material, im Prinzip aber hat es der Film mit Unanschaulichem zu tun. Das aber macht ihn gerade interessant, denn Riedelsheimer macht die Wahrnehmung an sich zum Thema. Bewusst setzt er die Differenz zwischen unserer und Glennies Wahrnehmung: Er zeigt sie beim "Hören" - wir sehen ihr dabei zu und hören etwas, was sie nicht hört."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,33619