Der Regisseur ist nicht an einer einfachen Gegenüberstellung von Gut und Böse interessiert, meint Gerhard Midding. "Entsprechend sacht verschieben sich die moralischen Perspektiven, so dass Girerds Arche an der Botschaft der Toleranz sowie an manch pädagogischer Fracht nicht allzu schwer zu tragen hat. Seine Fabel erzählt er weder beiläufig noch ostentativ, sondern in einem beruhigten Rhythmus, in dem die Geschehnisse ihren vielstimmigen Resonanzraum finden."
Horst Peter Koll ist angetan. "So erzählt der farbenprächtige Zeichentrickfilm mit ausgesucht schönen, betont 'naiv' gehaltenen Bildern voller hintergründiger Poesie, mit ausgelassenem Witz, aber auch viel Nachdenklichkeit die biblische Geschichte der Arche Noah neu - fernab von jeder Disney-Süßlichkeit, mit einem ganz eigenen Charme, in flächigen Entwürfen, die die charaktervolle Skurrilität von Menschen und Tieren ebenso virtuos herausarbeiten, wie sie in weiten Totalen den Raum und die Muße zum sinnlichen 'Ein- und Durchatmen' schaffen."