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DIE REISE DES JUNGEN CHE

DIE REISE DES JUNGEN CHE

Regie Walter Salles

Kritiken • DIE REISE DES JUNGEN CHE

02. November 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Junge Welt

Aleida Guevara, Tochter von Che Guevara, macht Anmerkungen zu den verfilmten "Motorrad-Tagebüchern" ihres Vaters.

29. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Der SPIEGEL

Oliver Hüttmann bringt es auf den Punkt: "Das wunderbar fotografierte Epos scheut keinen Romantizismus, zementiert das Bild eines Heiligen und findet dennoch zu einer mitreißenden Wahrhaftigkeit. ... DIE REISE DES JUNGEN CHE ist keine intellektuelle Auseinandersetzung mit Guevara oder der kubanischen Revolution, sondern reines, großes und auch großartiges Gefühlskino. Denn so sehr Salles zwar einfach, aber unmissverständlich das Elend der Einheimischen und vor allem der Indios zeigt, verortet er den Kreuzweg im Leben des jungen Ché doch in der Liebe."

29. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Der Freitag

Mathias Heybrock findet den Film freundlich. "Die überraschend spritzige Inszenierung präsentiert uns junge Kerle, die sich auf ihrem Gefährt übermütig in jede Kurve legen und so manches Mal auf die Nase fallen. Die an jedem Halt den Dorfschönheiten hinterher pfeifen und sich dabei manchen Ärger einhandeln. Die Reise des jungen Che ist ein klassisches Roadmovie, dass sich an den Abenteuern seiner Helden berauscht; das in den prächtigen Landschaften schwelgt, die durchquert werden: Die endlosen Weiten Argentiniens, die schneebedeckten Anden, die Ruinen der Inkastädte in Peru, die glühende Atacama-Wüste Chiles."

28. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Franfurter Rundschau

Für Sascha Westphal hätte der brasilianische Filmemacher eine Idee von Ches Leben haben müssen, um die Pop-Ikone zu demontieren. "Der eigentlich unvermeidlichen Spannung zwischen Ideal und Realität weicht Salles jedoch aus. Die Wirklichkeit dringt zwar gelegentlich in Form frontaler Großaufnahmen in den Film ein, die die vom Leben gezeichneten Indio-Gesichter zeigen, doch diese Ausflüge in eine von fern an den Neorealismus erinnernde Ästhetik bleiben reine Kosmetik. Sie wirken wie lästige Fremdkörper im ansonsten perfekten Fluss der schönen, auf Hollywood-Hochglanz polierten Bilder dieser antiimperialistischen Version von Saulus' Reise nach Damaskus."

28. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Junge Welt

Überzeugend bebildertder Film die Wandlung Ches, meint Nick Brauns. "Die Schauspieler Rodrigo de la Serna und Gael Garcia Bernal überzeugen in den Rollen des draufgängerischen Alberto und des eher in sich gekehrten Ernesto. Drehbuchautor José Rivera ist es gelungen, den Mythos zu erden. ... Der Film vermeidet plumpe Birth-of-a-Hero-Propaganda. Vielmehr erlebt man zwei junge Männer, die wie Tausende andere Studenten vor Beginn des Berufslebens noch einmal das große Abenteuer suchen."

28. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche hat über die Leerstellen der politischen Geschichte nachgedacht. Der Film vermag diese nicht zu füllen. Trotzdem gelingt dem Regisseur "die Schilderung einer politischen Begriffsbildung. Unscharf und unbewusst ist dieser Begriff zunächst, bis er am Ende einer beschwerlichen Reise artikulierbar geworden ist: 'unser Amerika'. ... Vielleicht spricht aus Salles Film, aus seiner Weigerung einer kritischen Positionierung und aus der naiven Sentimentalität in den Gesten Gael García Bernals auch nur Godards totzitierte Forderung, keine politischen Filme, sondern Filme politisch zu machen."

28. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Die Tageszeitung

Ute Hermanns führt ein Gespräch mit dem brasilianischen Regisseur über Identitätsfindung, politisches Kino, über Inkas und Phönizier.

28. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Neues Deutschland

Einen zwiespätligen Eindruck hat der Film bei Eberhard Panitz hinterlassen. Wenig Sorgfalt hat der Regisseur "auf Atmosphäre und Dramaturgie gelegt, die hier - bis zum etwas überraschendend lustlos-abrupten Ende - weitgehend der Chronologie der Ereignisse folgt. Was mit dem Abstand von gut fünf Jahrzehnten fehlt, ist allerdings ein Gespür für das Lebensgefühl der 50er Jahre. Angefangen von der Musik bis über die Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse atmet diese REISE DES JUNGEN CHE eher den Charme des Pittoresken. Das gilt gleichermaßen für die Zeichnung der Moralvorstellungen in der Provinz, die hier einfach nicht der Realität der frühen 50er entspricht."

28. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Die Zeit

Vor allem tolle Landschaften hat Diedrich Diederichsen gesehen. "In diesem dünnen Film geht es nämlich wirklich um nichts, nicht einmal um Abenteuer. Er bleibt an der Beiläufigkeit von Reiseerinnerungen hängen und kann sie nur sehr selten und dann ungeschickt mit einer im Nachhinein erworbenen 'historischen Dimension' verknüpfen. Offensichtlich hatten der Regisseur und sein prominenter Coproduzent Robert Redford vor Geschichte und Politik große Angst."

27. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Berliner Zeitung

Für Ulrich Seidel funktioniert der Film wie eine Bildungsreise, genauer: "als Persönlichkeitsbildungsreise, und noch genauer: als Revolutionsführerpersönlichkeitsbildungsreise - mit opulenten Landschaftsaufnahmen und opulenter Menschlichkeit. Die sozialistische Revolution stellt man sich als eine Wohlfahrtsveranstaltung im Urlaubsparadies vor. ... Der Film lässt seinen Protagonisten, den Revolutionär mit dem goldenen Herzen, im Rückblick auf sein Leben die Frage stellen, ob er nicht zu konsequente Schlüsse aus seinen Erlebnissen gezogen habe. 'Vielleicht' haucht er sich im Off, das man sich als himmlisches Jenseits denken darf, als Antwort zu."

27. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker deckt das für sie Schlimmste an dem Film auf, zum Beispiel die viele Symbolik. "Der junge Gael Garcia Bernal spielt diesen Ernesto sensibel, asthmatisch und mit jener Unbeirrbarkeit, die sympathisch ist und tief irritierend zugleich. Bernal, könnte man denken, hat nur einen Fehler. Er sieht nicht aus wie Che Guevara. Falsch. Denn auf den frühen Fünfzigerjahre-Fotos sieht Che Guevara auch nicht aus wie er selbst. Eher wie Bernal."

24. Oktober 2004 | DIE REISE DES JUNGEN CHE • Kritik • Tagesspiegel

Rüdiger Suchsland schreibt ein Porträt über den Schauspieler Gael García Bernal.

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