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STRUGGLE

STRUGGLE

Regie Ruth Mader

Kritiken • STRUGGLE

23. Oktober 2004 | STRUGGLE • Kritik • Der Tagesspiegel

STRUGGLE ist eine Harte-Arbeit-Nummernrevue, meint Kerstin Decker. "Mit Ewa, der Polin, als Hauptarbeiterin. Dass sie Ewa heißt, weiß man nur aus dem Presseheft, denn im Film wird so gut wie nie gesprochen. Das DauerSchweigen ist Attitüde. Wer nur ein bisschen Ahnung hat vom Leben in der Produktion, weiß, dass drei stumme Frauen beim Volkskunst-in-Kistchen-Packen Unsinn sind. Und wie sie reden würden!
Maders Kunstwille nervt. Auch wenn sich am Ende doch eine Geschichte zusammensetzt, als Nicht-Geschichte natürlich. Als Film ist STRUGGLE ärgerlich, es sei denn, man entschließt sich, jedes Bild einzeln zu sehen. Keine Einstellung, die nicht perfekt komponiert ist. Ein Film aus lauter Standbildern."

22. Oktober 2004 | STRUGGLE • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell nennt STRUGGLE ein schmerzstilles Migrantendrama. Der Film "ist kein gesellschaftskritisches Pamphlet, sondern einer Ästhetik der Zurückhaltung verpflichtet, wie man sie aus Filmen von Angela Schanelec oder Ulrich Köhlers Bungalow kennt: einem dokumentarisch anmutendem Stil, der mit wenig Handlung, beinahe ohne Dialog auskommt und dem das Beobachten seiner Figuren mehr bedeutet als ihre Inszenierung zu Charakteren. ... Ruth Mader zeigt ausführlich die Arbeit - das Erdbeerpflücken, das Staubabwischen, das Swimmingpoolreinigen, das Fleischverarbeiten. In der ungerührten Darstellung liegt die erschütternde Wirkung von Struggle, weil die ungeschminkte Arbeit alle sozialen Träume platzen lässt."

21. Oktober 2004 | STRUGGLE • Kritik • Die Tageszeitung

Leider kann sich der Film "nicht entscheiden zwischen eindringlicher gesellschaftskritischer Analyse und Passionsgeschichte einer allein erziehenden Mutter mit Tochter im fremden Land", meint Dietmar Kammerer. Er "nimmt sich für seine Schilderung viel Zeit. Die Regisseurin betont, wie wichtig ihr ein genauer Blick war auf die Figuren und die Zwänge, denen sie unterliegen ... In elliptisch erzählten Sequenzen nähert sich der Film einem dokumentarischen Stil. Minutenlang zeigt die Kamera, wie die gebückten Pflücker auf dem Erdbeerfeld ungerührt ihr Handwerk verrichten ... Die Einstellungen (Kamera: Bernhard Keller) sind streng kadriert und verweigern ihren Figuren jeden Spielraum. Bevorzugt werden Figuren in Isolation voneinander gezeigt, Kommunikation zwischen ihnen findet kaum statt."

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