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SEHNSÜCHTIG

SEHNSÜCHTIG

Regie Paul McGuigan

Kritiken • SEHNSÜCHTIG

25. Oktober 2004 | SEHNSÜCHTIG • Kritik • Tageszeitung

Marco Stahlhut gibt einen Tip: "Wer unkonzentriert ist oder zum falschen Zeitpunkt Matt folgend die Toilette aufsucht, könnte bis zum Ende des Films verloren sein. ... Man weiß nicht, was merkwürdiger ist: dass Regisseur Paul McGuigan jede einzelne Einstellung des Originals von Gilles Mimouni beinahe durchgehend nachgefilmt hat oder dass er ausgerechnet das Ende mit einer Entschlossenheit zu einem Happy End umbiegt, die etwas Gewaltsames hat. Nur wozu? Zuschauer mit durch Hollywood geprägten Sehgewohnheiten werden bei "Sehnsüchtig" abschalten, bevor sie durch das Hollywood Ending versöhnt werden könnten. Für die anderen fügt dieses Ende den Ungereimtheiten des Originals bloß weitere auf formaler Ebene hinzu."

21. Oktober 2004 | SEHNSÜCHTIG • Kritik • Berliner Zeitung

"SEHNSÜCHTIG hat insgesamt eine klassisch aufgeräumte Anmutung", meint Carmen Böker. "Es ist, als käme man in ein dunkles Zimmer, wo im Lampenschein dann immer mehr Details zu Tage treten und sich aus der Summe aller Einrichtungsgegenstände das Bild des Menschen formt, der dort lebt. In SEHNSÜCHTIG erleuchtet es zuletzt ein Geheimnis, das Matthew, Alex und Lisa miteinander verbindet - es ist Hollywoods alter Suspense-Trick und er funktioniert, wie es das Wesen aller Klassiker ist, immer noch."

21. Oktober 2004 | SEHNSÜCHTIG • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Sascha Westphal spielt der junge Regisseur "immer wieder auf Hitchcock und seinen Erben Brian De Palma an, aber über ihre emotionale Rigorosität fühlt er sich erhaben. ... Nüchtern betrachtet wirkt Matthews Geschichte geradezu absurd. Eigentlich kann man sich kaum vorstellen, dass in einer Zeit allgegenwärtiger Kommunikationstechnik zwei Menschen, die sich lieben, jeglichen Kontakt zueinander verlieren können. Nur setzt diese Überzeugung den Glauben an eine grundlegende Rationalität menschlichen Handelns voraus, den McGuigan wie schon Shakespeare und Hitchcock einfach nicht teilt. Kaum zu erklärende Fügungen und irrationale Regungen bestimmen das Handeln all seiner Figuren."

2004 | SEHNSÜCHTIG • Kritik • film-dienst 21/2004

Jörg Gerle ist nicht wirklich angetan von SEHNSÜCHTIG. Der Regisseur versucht "durch formale Extravaganz zu beeindrucken, und erzählt die Geschichte in vielen verschachtelten Rückblenden, was vom Zuschauer höchste Konzentration und Kombinationsgabe verlangt, um in der ohnehin schon recht verstrickten Handlungskonstruktion den Überblick zu bewahren. Bisweilen operiert McGuigan recht kunstvoll mit gepflegten Überblendungen, doch je weiter die Konfrontation zwischen den zentralen Figuren voranschreitet, desto weiter entfernt sich die Geschichte von der Logik, sodass einen zwangsläufig das Gefühl beschleicht, dass die Personen nur deshalb so handeln, weil es halt so im Drehbuch steht."

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