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DIE BLUTRITTER

DIE BLUTRITTER
Regie Douglas Wolfsperger

Inhalt • DIE BLUTRITTER

Wenn man der Legende glauben will, begann alles vor langer, langer Zeit. Mit der Kreuzigung Jesu Christi auf Golgatha. Dazumal soll ein römischer Legionär das Blut des Gekreuzigten aufgefangen haben. Aus dem Soldaten wurde der Heilige Longinus, der Bischof von Mantua. Von dort geriet die Reliquie in die Hände der Welfen. Herzogin Judith schliesslich vermachte sie dem Kloster Weingarten, das sie gegründet hatte. Die Legende lebt! Alljährlich am Blutfreitag (dem Tag nach Christi Himmelfahrt) wird die Blutreliquie durch die Landschaft getragen bzw. geritten. In Weingarten geht die grösste Reiterprozession der Welt über die Gasse bzw. Felder - mit 3000 Reitern und 30 000 Pilgern. Doch das ist nur der äusserliche Anlass eines Films, der viel tiefer dringt. Das traditionsbewusste Ritual, das seit dem Mittelalter exerziert wird, ist Vorwand für ein Gesellschaftsbild. Vor allem Menschen aus dem Umkreis von 100 km nehmen aktiv an diesem Schaureiten teil. Wir lernen einen Landmetzger, der sich ausdrücklich gegen Tierquälerei ausspricht, einen ledigen Bäcker, der auch mal auf gut Glauben verkauft, einen Bestatter, einen Krankenpfleger, einen Rentner, der mit 425 Euro im Monat auskommen muss, ein Imker-Paar, einen praktizierender Indianerfreund, einen Klosterbruder und den Abt von Weingarten kennen. Einheimische - sie alle sind Teil dieser oberschwäbischen Männerwallfahrt.

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Crew • DIE BLUTRITTER

Regie: Douglas Wolfsperger

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Kritik • DIE BLUTRITTER • 02. Juni 2005 • Berliner Zeitung

Oberschwäbischen Katholiken-Folklore hat Josef Schnelle gesehen. "Der kultische Ort "Kino" ist kaum zu vergleichen mit dem kultischen Brimborium einer gewaltigen Prozession. Wolfsperger hat seinen Film sicher gut gemeint als Psychogramm einer Provinzmentalität, die manchmal anheimelnd ist, dann aber doch wieder böse funkelt. ... Doch warum ausgerechnet die Mitspieler des "Blutfreitags" so interessant sind, bleibt unklar und deshalb Wolfsperger in diesem mäßig unterhaltsamen Dokumentarfilm unter seinen Möglichkeiten. Auch wenn der legendäre deutsche Kameramann Igor Luther (Die Blechtrommel) dem Stoff immer wieder schöne Bilder abtrotzt. Schwerer Tobak (unkritisch-mystisch) ist der Film sowieso. "Blutreliquien" haben's eben in sich. Man muss sie schon herausputzen. Und verstehen was das alles soll."

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