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DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING

DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING

Regie Peter Webber

Kritiken • DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING

25. September 2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • Die Tageszeitung

Für Harald Fricke ist DAS MäDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING "mit seinen weitläufigen Korridoren und naturgetreuen Interieurs über weite Strecken selbst eine Abfolge bis ins Detail komponierter Gemälde. Das mag ein Triumph von Webber sein, dem es gelungen ist, die Farben Vermeers nicht bloß als pittoresken Hintergrund für die eher schlichte Geschichte der unerfüllten Liebe zwischen Maler und Modell einzufangen. Doch auf Dauer ist das ein wenig viel Kunstwollen. ... Damit läuft Webbers Film Gefahr, seinen Gegenstand in der Darstellung überbieten zu wollen. Entsprechend schmal ist der Grat zwischen aufrechter Genauigkeit im Umgang mit der Historie und kitschig verzuckernder Patina."

23. September 2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker porträtiert die amerikanische Schauspielerin Scarlett Johansson.

23. September 2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok sieht den Film als Medizin. "Was immer die Welt von uns will, womit sie uns quält, uns erfreut, im Märchen wird es für uns handhabbar. Wenn die Dosis das Gift macht - im Märchen wird alles zur Medizin. Eine solche Medizin ist dieser Film. Überdies wird sie uns verabreicht mit Malerei auf der Tonspur: wehmütig-dramatische Musik, Wasserplätschern, Türenquietschen, Klopfen, Schritte, das Atmen als seien sie singuläre Ereignisse, ohrnah in jedem einzelnen Moment, man vermeint selbst einen Wimpernschlag zu hören und ist in höchste Spannung versetzt."

23. September 2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Gerhard Midding verfilmt der Regisseur die Vorlage "in wohltemperiert britischer Manier, weshalb die Bilder gelegentlich wie Lehnprägungen aus dem Oeuvre Vermeers wirken. Sein Kameramann Eduardo Serra taucht die Szenen in die kühleren Farben aus dessen Spätwerk, in Blau und Ocker. Ein andächtiges, stilles Melodram entfaltet sich in den Nuancen des Farbenspiels zwischen Hell und Dunkel, zwischen Beherztheit und Angst. Oft genug glaubt man, sich in einem Vermeer-Gemälde wiederzufinden, wenn etwa ein Fenster als Lichtquelle an den linken Bildrand gerückt wird. Webber versteht es jedoch, die statischen Kompositionen immer wieder in eine gemessene Beweglichkeit der Kamera aufzulösen."

19. September 2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann begibt sich auf Spurensuche. Sie schreibt über Delft, Vermeer und Bild, Buch wie Film. "Der Film ist von einer visuellen Opulenz, die die holländische Bürgerwelt, von dem Kunsthistoriker Stephan Shama einst eingehend analysiert, nahtlos in das Medium Film überführt. Verglichen etwa mit Derek Jarmans CARAVAGGIO oder Klaus Maria Brandauers REMBRANDT versucht Webber hier, weniger eine Geschichte zu erzählen als die Bildwelten in 'Tableaux vivants' nachzuschaffen - mit beachtlichem Erfolg."

16. September 2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • film-dienst 19/2004

Für Franz Everschor hat der Spielfilm-Regie-Neuling einen Film geschaffen, "dessen größte Faszination von der Behandlung des Lichts ausgeht und dessen Bilder die Wesenszüge der Malerei von Rembrandt, La Tour und eben vor allem von Johannes Vermeer auf der Leinwand widerspiegeln. ... Es sind zwei Dinge, die diese spärliche Geschichte interessant machen: die Darstellung Griets durch die zur Zeit der Dreharbeiten 17-jährige Scarlett Johansson und die unterschwellige Evokation erotischer Gefühle. Johansson ähnelt nicht nur im Gesichtsausdruck dem Modell in Vermeers Gemälde, sondern sie bewegt sich auch mit einer absolut glaubhaften Natürlichkeit und Zurückhaltung, wie man sie von einem armen, ungebildeten, aber intelligenten Mädchen jener Epoche erwarten muss."

2004 | DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING • Kritik • epd-film 10/2004

Für Anke Sterneborg entzündet sich die Geschichte "am Blick dieses jungen Mädchens, der zwischen ernsthafter Konzentration und fragiler Unschuld oszilliert, im Spannungsfeld zwischen nach außen gerichtetem Schauen und in sich versunkenem Fühlen. Und Blicke sind nun auch die treibende Kraft im Film. ... Wie der Maler destilliert auch der Filmregisseur seine Geschichte aus dem Spiel von Licht und Schatten in Räumen und auf Gesichtern, und aus langsamen geschmeidigen Bewegungen der Kamera, die den Strichen des Pinsels auf der Leinwand gleichen. Das Licht in den Bildern der alten Meister scheint dabei auf die ganze Welt abzufärben, fast so, als seien diese Stimmungen nicht vom Maler erschaffen, sondern ein Allgemeingut dieser Zeit, als hätte das dunstig weiche Licht Vermeers damals ganz natürlich alle Räume durchflutet, und als hinge Rembrandts Chiaroscuro ganz selbstverständlich über allen Interieurs. Der ganze Film wird auf diese Weise zu einem lebenden Bild."

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