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DIE BRAUTJUNGFER

DIE BRAUTJUNGFER

Regie Claude Chabrol
Kinostart 06.01.2005

Kritiken • DIE BRAUTJUNGFER

07. Januar 2005 | DIE BRAUTJUNGFER • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben hat einen echten Chabrol gesehen, der wieder schön böse daherkommt. "Manchmal - das sind nicht die schlechtesten Momente - sieht dieser in gediegener Ensemble-Arbeit gefertigte Film so aus, als habe Chabrol Versatzstücke verschiedener Hitchcock-Filme zu einem Potpourri des Schreckens zusammengebastelt, in dem er uns mit verrätselten Symbolen an der Nase herumführen will. Manchmal - und das sind die psychologisch glaubwürdigsten Momente - ist DIE BRAUTJUNGFER aber auch einfach nur die Aufzeichnung der Seelenqualen eines Mannes, der sich immer hoffnungsloser in die Liebe verrennt."

06. Januar 2005 | DIE BRAUTJUNGFER • Kritik • Die Tageszeitung

Die Gelassenheit des Alters prägt den Film, sagt Barbara Schweizerhof. "Im Allgemeinwissen findet sich Chabrol eingeordnet als Entlarver bürgerlicher Doppeldeutigkeiten. DIE BRAUTJUNGFER zeigt, dass er auch in dieser Hinsicht gelassener geworden ist. Wie Benoît Magimel als Philippe hier zwar sein Herz verliert, aber doch nie so ganz den Kopf, darin tritt eine gewisse Bewunderung zutage für das sonst verachtete Milieu. Den bürgerlichen Alltagsritualen und dazugehörenden Weisheiten scheint Chabrol etwas abgewinnen zu können; das wohltemperierte Verhaltensmittelmaß mag langweiliger sein, bewahrt aber sehr effektiv vor den tödlichen Fallen der Leidenschaft."

Januar 2005 | DIE BRAUTJUNGFER • Kritik • film-dienst 01/2005

Sascha Koebner ist enttäuscht von diesem Chabrol-Film. "Das Hauptproblem des Films indes ist, dass man dem Paar nicht abnimmt, dass es einander so innig liebt. Sicher: Man sieht die beiden, wie sie sich in Großaufnahme küssen und umarmen, wie ihre Blicke sich treffen und ihre Augen versuchen, 'einander zu lesen' - doch die Liebe, die über den Dialog beschrieben wird, erkennt man nicht. Im Gegenteil ... Auch die wenigen Liebesszenen sind so stocksteif inszeniert, dass man alles damit verbinden könnte, nur keine Leidenschaft. So ist es gerade der Mangel an dem so explizit propagierten Gefühl, der den Film scheitern lässt."

28. Dezember 2004 | DIE BRAUTJUNGFER • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel bezeichnet den Film als Schauerstück. Der Regisseur trägt besonders dick auf. "Die Besessenheit des Mädchens aber, die diesen Film zu einer packenden Horrorerzählung machen könnte, interessiert Chabrol keinen Moment. Mit kaltem, höhnischem Blick konzentriert er sich ganz auf den braven Philippe - und sieht seinem Helden dabei zu, wie dessen so hübsch eingerichtete Welt alle Heimeligkeit verliert. Das macht den Film mehr und mehr zu einem Beweisführungstheater, dessen Moral sich am Ende gegen den Regisseur selbst richtet: DIE BRAUTJUNGFER belegt, dass sich Chabrol, ohne es recht zu bemerken, in seinem kalten Hohn sehr heimelig eingerichtet hat."

Dezember 2004 | DIE BRAUTJUNGFER • Kritik • filmz.de

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