Inhalt • DIE BRAUTJUNGFER
Der 25jährige Philippe verliebt sich auf der Hochzeit seiner Schwester in eine der Brautjungfern. Senta ist geheimnisvoll, erzählt bizarre Geschichten und verkriecht sich in eine Scheinwelt. Philippe verfällt ihr, merkt nicht, wie sich sein Leben langsam aus den Fugen gerät. Er gerät immer tiefer in den Sog von Sexualität und Sinnlichkeit. Bis Senta eines Tages einen verhängnisvollen Liebesbeweis fordert: Mord! Was Liebe auf den ersten Blick war, wird mit jeder weiteren Begegnung zur riskanten Gratwanderung zwischen fesselnder Erotik und düsterer Dämonie. Aus dem Spiel mit Worten wird tödlicher Ernst, aus der "amour fou" eine "liaison dangereuse".
Kritik • DIE BRAUTJUNGFER • 06. Januar 2005 • Die Tageszeitung
Die Gelassenheit des Alters prägt den Film, sagt Barbara Schweizerhof. "Im Allgemeinwissen findet sich Chabrol eingeordnet als Entlarver bürgerlicher Doppeldeutigkeiten. DIE BRAUTJUNGFER zeigt, dass er auch in dieser Hinsicht gelassener geworden ist. Wie Benoît Magimel als Philippe hier zwar sein Herz verliert, aber doch nie so ganz den Kopf, darin tritt eine gewisse Bewunderung zutage für das sonst verachtete Milieu. Den bürgerlichen Alltagsritualen und dazugehörenden Weisheiten scheint Chabrol etwas abgewinnen zu können; das wohltemperierte Verhaltensmittelmaß mag langweiliger sein, bewahrt aber sehr effektiv vor den tödlichen Fallen der Leidenschaft."