Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

LAND OF PLENTY

LAND OF PLENTY

Regie Wim Wenders

Kritiken • LAND OF PLENTY

08. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Junge Welt

Andreas Hahn findet den Film unerträglich. "Gnadenlos regiert die Perspektive der weit ausholenden Bekloppten (ein Onkel und seine Nichte: ein paranoider, halbfaschistischer Vietnamveteran und eine irgendwie linke, schwer christliche Missionarin)."

07. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ulrike Rechel interpretiert den Film wie folgt: "Seiner einfühlsamen Amerikakritik, in der freilich ein vernehmbarer pastoraler Unterton anklingt, verleiht Wenders Züge einer Parabel; die weit gereiste Lana verkörpert darin den 'Alten Kontinent', während ihr paranoider Onkel für das in Verletzung und Kampflust erstarrte Amerika steht: zwei Wesen, die das Weltgeschehen auseinander getrieben hat, die aber vorsichtig ihre Verwandtschaft wiederentdecken."

07. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Holger Römers kritisiert anfangs die Naivität des Films. "Kurzum, wir haben nach wenigen Minuten reichlich Munition an die Hand bekommen, um auf zynische Distanz zu gehen. Doch vielleicht, weil Wenders sich so freimütig zum Ziel möglichen Spotts macht, ist man bereit, sich wieder entwaffnen zu lassen."

07. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Die Tageszeitung

Die zentnerschwere Botschaft hat Ekkehard Knörer gestört. "Wim Wenders neuer Film ist ein Road Movie, sein Ort aber kein reales, sondern ein durch und durch allegorisches Amerika. Anders als in den frühen und sehr schönen Filmen (man denke nur an ALICE IN DEN STÄDTEN) ist für die eigentliche Bewegung und für den Blick auf die Orte, den Raum, die Zeit, die Stadt kaum mehr Platz. Die Orte wie die Figuren werden mit Botschaften plakatiert: vom Verlust der Unschuld, vom Vietnam-Trauma, das sich wiederholt, vom Glauben, der die Erlösung des Ruhelosen verspricht."

07. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • SPIEGEL Online

Für Wolfgang Höbel beschwört Wim Wenders "mit atmosphärischer Wucht das Amerika der Armen und Hungernden. ... Geradezu schwelgerisch schön sind die Bilder eines hässlichen Amerika, die Wenders zeigt, und verschwenderisch ist die Art und Weise, wie er seine Figuren mit Zeichen und Aufklärungssprüchen überlädt: Schier ununterbrochen wird in diesem Film durch Handys, Münztelefone und Walkie-Talkies gesprochen, wird auf die Desinformation und Verlogenheit der amerikanischen Medien hingewiesen, wird die Skrupellosigkeit von Amerikas Mächtigen gegenüber den Kapitalismusverlierern beim Namen genannt, um die es dem Autor zu tun ist."

07. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus spricht mit dem Regisseur über deutsche Kniefälle, amerikanische Mythen und seinen neuen Film.

06. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Berliner Zeitung

Harald Jähner fühlte sich bei LAND OF PLENTY die große Liebe des Regisseurs zu Amerika. "Wenders' Plot ist von einer tendenziösen Einfalt, gegen die Michael Moores Agitation geradezu differenziert erscheint. Trotzdem ist LAND OF PLENTY kein uninteressanter Film. Die Amerikakritik des Amerikafans Wenders vermag zu faszinieren, weil sie amerikanischer ist, als es je einem Amerikaner gelingen könnte. Sie ist in ihrer filmischen Ästhetik derart extrem von Amerikanizismen durchdrungen, dass LAND OF PLENTY zu einer - wenn auch etwas groben - amerikanischen Mythologie geworden ist."

04. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christiane Peitz nähert sich der Regisseur behutsam dem Thema. "Keine großen, gültigen Bilder, sondern Flüchtiges, Skizzen. Bleiche Landschaften, verwaschene Totalen, Gesichter im Schatten, verschlossene Türen. Wim Wenders, Meister des schweifenden Blicks, bringt Amerikas schäbige Seite diesmal nicht zum Leuchten, sondern versucht es mit einer Ästhetik der Armut. Und probiert - mit Ko-Autor Michael Meredith und Kameramann Franz Lustig - eine Haltung eher aus, als dass er sie selbstgewiss zur Schau stellt."

04. Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Der Tagesspiegel

Wim Wenders gibt Auskunft über Religion und Offenbarung, George W. Bush und Kino als Kunst der Versöhnung.

Oktober 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • film-dienst 20/2004

Für Michael Kohler ist Wim Wenders "mit seiner Improvisation über das gegenwärtige Amerika etwas gelungen, das nach seinen zuletzt seltsam uninspiriert wirkenden Filmen nicht unbedingt zu erwarten war: eine zweifelnde Rückkehr zu den eigenen Wurzeln und eine elegische Beschwörung des amerikanischen Traums. Wie in den klassischen Western liegt in LAND OF PLENTY in der Bewegung schon das Versprechen der Freiheit - auch wenn der Weg zunächst nur von Los Angeles ins Death Valley führt."

23. September 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • epd-film 10/2004

Rudolf Worschech führt ein Gespräch mit Wim Wenders über LAND OF PLENTY, Amerika und eine verpasste politische Chance.

11. September 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Frankfurter Rundschau

LAND OF PLENTY fügt "Stimmungsimpressionen aus einem von Armut und Terrorangst geprägten Los Angeles" aneinander, meint Daniel Kothenschulte. "Wie oft in seinem Werk nimmt Wenders die Weltsicht des Naiven ein, diesmal einmal wieder mit Gewinn. Bei aller Durchwachsenheit und schwer erträglichen Dauerbeschallung durch den Rockpoeten Thom, berührt Wenders' Amerikabild eines zweifelnd Liebenden. Wie oft kann man verzweifeln an dem geliebten Land. Wenders hat es oft getan, jetzt ist es das Gefühl der Stunde."

10. September 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist der Film kein Favorit für den Goldenen Löwen. "LAND OF PLENTY will ein großes Epos über die USA nach dem 11. September sein, und weil das sehr viel und Wenders ein unheilbarer Romantiker ist, muss sein Film über Patriotismus, Sicherheitswahn und Armut politisch durchlässig mit einer Multikulti-Versöhnung enden."

10. September 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala hat den Film von Wim Wenders als Versöhnungswerk gesehen. "Was als kurioser Amateur-Politthriller durchaus dynamisch anhebt, mit Abhörstation, Nachtsichtgerät und Walkie-Talkies, wirkt allerdings bald kinematografisch wie politisch geschwätzig. ... am Schluss predigt der Film, in nur 16 Tagen auf DV gedreht, geradezu augenbetäubend die leitartiklerische Einsicht, dass die Politik weniger die Erscheinungsformen als die Ursachen des Terrorismus bekämpfen muss. Wirklich stark ist LAND OF PLENTY - als Spielfilm! - nur in jenen fünf Minuten, in denen Paul vor lauter Erkenntnis verstummt und die Moral von der Geschicht' noch warten muss. Und dennoch: Die grob gestrickte Metapher auf den Paranoia-Patienten Amerika hat am Lido zumindest Eindruck gemacht."

10. September 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Die Tageszeitung

Das der Film ein Zwischenprodukt ist, sieht man ihm irgendwie an, meint Christina Nord. "Leider sind die digitalen Bilder des Kameramanns Franz Lustig so verhuscht, bleiben die Figuren so plakativ und zugleich vage, wird das Politische des Films so laut ausgesprochen, dass LAND OF PLENTY in keinem Augenblick etwas anderes als ein Pflichttermin ist."

08. September 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal schreibt ein Porträt des Reisenden Wim Wenders. "Alles, was ihn an Amerika beschäftigt, will Wenders in diesen Film gepackt haben: die Armut, die Paranoia, den Patriotismus."

10. Juli 2004 | LAND OF PLENTY • Kritik • Neues Deutschland

Für Marion Pietrzok besteht kein Zweifel: Wim Wenders hat eine Predigt gehalten. "Wenders’ Traktat, von melancholischer Musik unterlegt, ist eine Mischung aus Thriller und Road Movie. Äußert stringent und in sogkräftigen Bildern wird die Geschichte ausschließlich von der glitzerabgewandten Seite Amerikas erzählt. Manchem mag sie simpel, geradezu platt erscheinen. Doch es ist die eindringliche Einfachheit der Armenkirchenprediger, derer sich Wim Wenders bedient."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35421