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BIN JIP

BIN JIP

Regie Kim Ki-Duk
Kinostart 11.08.2005

Kritiken • BIN JIP

18. August 2005 | BIN JIP • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus könnte ewig mit diesen friedlichen Parasiten dahinwandern und sich ihrer geisterhaften Existenz anschließen. "Man muss sich einfach anschauen, wie dieser Regisseur die Entmaterialisierung seiner Helden ganz schlicht und heiter zu Ende erzählt. Mit einer wunderbaren Einstellung setzt er die buchstäbliche Leichtigkeit ihrer Liebe ins Bild: Wir sehen zwei ineinander verschränkte nackte Füße auf einer Badezimmerwaage, die sich bei null einpendelt. Wesen, die nur aus Empfindungen bestehen, haben kein Gewicht. Hier träumt einer den Traum von der Überwindung der Schwerkraft, vom Abheben aller Bilder."

11. August 2005 | BIN JIP • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist von dem Meisterwerk, in dem der Regisseur die Zärtlichkeit entdeckt, begeistert. BIN JIP ist "sein bislang frohester, zärtlichster, sinnlichster, erotischster Film (einer ganz ohne Sexszenen). ... Wie es überhaupt am schönsten wäre, wenn die mühelos sanft agierenden Schauspieler Jae Hee (er) und Lee Seung-yeon (sie) nur für BIN JIP erfunden wären. Nie wieder begegneten sie uns in anderen Filmen, dafür immer wieder mal in diesem, wenn wir in ihm Ruhe, Zartheit, Zärtlichkeit suchen vor so vielen anderen. Oder sie erschienen uns im Traum oder anderswo, wo die Welt nicht schwerer wiegt als die Liebe."

11. August 2005 | BIN JIP • Kritik • Die Tageszeitung

Seltsam verbunden hat sich Anke Leweke mit den zwei Namenlosen in dem Film gefühlt. "Auch in BIN JIP führt Kim Ki Duk die Verletzungen und Schicksale seiner Helden nicht weiter aus. Auch dieser Film folgt einer ganz eigenen Logik, die man nicht unbedingt durchschauen muss. Das Kino des Koreaners maßt sich gar nicht an, die Psyche seiner Helden restlos ergründen zu können. Stattdessen nimmt es sich die Freiheit, den Figuren und Geschichten ein Eigenleben zuzugestehen. Alles bleibt in der Schwebe. Auch die Liebe. ... Dabei übernehmen Kim Ki Duks ruhige Einstellungen den Schwebezustand dieser sehnsüchtigen Wanderer. In BIN JIP bekommen wir es mit Gefühlen zu tun, die alle Widerstände und sogar die Naturgesetze überwindet. Zwei Paar in einander verschränkte Füße auf einer Waage, die kein Gewicht anzeigt. Wann durfte man auf der Leinwand je eine so schöne, leichte, ja schwerelose Liebe sehen?"

11. August 2005 | BIN JIP • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn hat sich von den Bildern bezaubern lassen. "Die Unmöglichkeit dieser Liebe halst der Welt kein Gewicht auf. Das amerikanische Mainstream-Happy End, das die Erfüllung aller Freuden im Hier und Jetzt will und der Liebe obendrein oftmals die Mitgift gesellschaftlichen Erfolgs mitgibt, wiegt tonnenschwer und belastet den Betrachter mit Neid. Bin-Jips Lehre von der Leichtigkeit des Nicht-Seins ergreift dagegen nicht nur die Protagonisten. Man muss dazu kein Buddhist sein. Das Unsichtbare und Unstoffliche, das Geisterhafte und Engelsgleiche liegt in der Natur der Filmbilder, auch wenn viele Regisseure sie auf den Anschein des Wirklichen festlegen."

10. August 2005 | BIN JIP • Kritik • fluter.de

Als schwerelos und schön bezeichnet Sascha Rettig BIN JIP, ein rätselhaftes Meisterwerk. Der Regisseur "nutzt die Stärken des oft geschwätzig genutzten Mediums und erzählt seinen Film vorwiegend über klare, kunstvolle Bilder. Seine beiden Hauptfiguren lässt er dabei kein Wort miteinander wechseln, überlässt sie ihren Blicken und Gesten. ... BIN JIP entwickelt sich dabei zu einer wundersam zarten Liebesgeschichte, melancholisch und mit bisweilen seltsamem Humor, in der auch wieder Kims bekannte Motive wie Schuld, Sühne und Erlösung auftauchen."

10. August 2005 | BIN JIP • Kritik • br-online.de

Die poetische Liebesgeschichte ist für Kirsten Liese eine der eindrucksvollsten des Jahres, "vor allem auch in ästhetischer Hinsicht mit seinem Reichtum an Poesie, zart dahinschwebenden Bildkompositionen, die aufs Trefflichste korrespondieren mit sparsam eingesetzten Dialogen und ebenso sparsam eingesetzten orientalischen Klängen. Die surreale, zwischen Traum und Wirklichkeit oszillierende Liebesgeschichte gibt das Geheimnis ihrer Figuren nie vollkommen preis. Man kann eigene Schlüsse ziehen, aber fassbar werden die Figuren, für die Gesetze von Raum und Zeit nur bedingte Gültigkeit besitzen, nicht."

August 2005 | BIN JIP • Kritik • film-dienst 16/205

Dies ist die Geschichte einer doppelten symbiotischen Selbstfindung, schreibt Alexandra Wach. Der Regisseur erzählt sie "mit psychologisch präzisem Ernst und zugleich surrealem Aberwitz. ... Im Finale wirkt der Film wie ein zartes Märchen, erscheinen seine Figuren wie Engel, die das irdische Jammertal mit einem einzigen Schmunzeln um die Mundwinkel vergessen lassen. Wenn man einräumt, dass das Kino eine Pforte zum Paradies sein kann, dann ist Kims Kino mit BIN JIP dem himmlischen Cineastenglück ein Stück näher gekommen."

08. September 2004 | BIN JIP • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist BINJIP ein Überraschungsfilm. Er "führt den Eros und die Liebe zweier irdischer Engel zusammen. Um den Preis, dass sie irgendwann für die Menschen unsichtbar werden. ... Aber können Menschen Engel trennen? Kann Menschensprache, Menschengebrüll, Menschengewalt gegen zwei ewig stumme Engel an? BINJIP ist ein Traum von Film: Man verlässt ihn und man meint zu fliegen."

08. September 2004 | BIN JIP • Kritik • SPIEGEL Online

Martin Wolf hat eine Liebesgeschichte gesehen, wie sie nur im Kino möglich ist. "Die beiden sprechen kein Wort miteinander, auch nicht, als die Polizei ihrer Freiheit ein Ende macht. Bis zum Schluss beweist Kim Ki-duk in BINJIP eine Stil- und Gestaltungskraft, die zurzeit weltweit einmalig sein dürfte." Dafür gab es Szenenapplaus in Venedig.

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