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KLEINRUPPIN FOREVER

KLEINRUPPIN FOREVER

Regie Carsten Fiebeler

Kritiken • KLEINRUPPIN FOREVER

10. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Die Tageszeitung

Für Harald Peters benutzt der Film besonders fahrlässig handelsüblichen Klischees. Die werden aber zugleich "entstaubt, poliert und wie Pokale zur Bewunderung ausgestellt. Um dabei für eine gewisse Ausgewogenheit zu sorgen, mussten als Kontrast natürlich auch ein paar West-Klischees hervorgeholt werden." Die romantische Komödie hat aber auch einpaar Tiefsinnigkeiten parat. "Gerade zum Ende säuft die Handlung leicht ab, und Regisseur Carsten Fiebeler macht einige ziemlich umständliche Umwege, um endlich auf die Zielgerade zu kommen, die sich dem Zuschauer schon viel früher andeutet. Dafür sind Ausstattung, Kostüme und Musik ganz wunderbar geraten. Die Dialoge sind deutlich besser als in den meisten deutschen Komödien. Auch die Rollen sind meist hervorragend besetzt."

09. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Berliner Zeitung

Jan Brachmann findet den Film einfach absurd. Die Geschichte ist abenteuerlich konstruiert. "Was dabei herauskommt, ist eine Farce, bisweilen grell-absurdes Theater, nicht das Schlechteste eben, was hätte herauskommen können, wenigstens nichts Niedliches. ... Die Entscheidung für den Westblick auf den Osten aber nimmt der DDR viel, vor allem ihr eigenes Tempo. Zu schnell kommen die Szenen zur Pointe, zu laut ist deren Knall, zu wenig innere Zeit bleibt den Figuren, sich zu entwickeln. Und vor allem: Der menschliche Umgang in dieser Film-DDR ist zu wortzentriert."

09. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Vom perfekten Gleichgewicht zwischen idealisierender Nostalgie und satirischer Demaskierung" ist der Regisseur weit entfernt, meint Sascha Westphal. "Er stürzt bei seinem deutsch-deutschen Drahtseilakt schon zu Beginn ab." Aber die Darsteller haben den Kritiker überzeugt.

09. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Junge Welt

Für Andreas Hahn ist KLEINRUPPIN FOREVER ein "Pop-Märchen über die inzwischen anscheinend sagenhafte DDR. ... Das Sinnbild für das widerspruchsfreie Glück dieser Vergangenheit, die so nie hat existieren können, ist nicht umsonst eine Liebeszene am idyllischen Seeufer ... Doch die Realität welchen Traums? Mit dem »Forever« des Titels kann kaum der Realsozialismus gemeint sein. Und auch simple Retroscherze hätten sich irgendwann den Wechselzyklen der Mode zu unterwerfen, wären nie »forever« gültig. Nein, auch hinter der märchenhaften Pop-Nostalgie-DDR dieses Films verbirgt sich im Grunde ein kommunitaristisches Ideal."

09. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker führt ein Interview mit Michael Gwisdek.

09. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker findet die Idee des Films gut. " Wunderbarer Komödienstoff: Nichts ist unglaubwürdiger als die Wahrheit. ... Eine gut gemachte Komödie. Die schwerste Hürde - die Glaubwürdigkeitshürde - nimmt der Film wie nebenbei. ... Anfangs scheint jede Szene ein wenig angestrengt zu rufen: Seht her, ich bin Kult! Aber dann bekommt der Film eine Unterströmung, die ihn trägt. Man weiß voneinander am Ende mehr, als man sich sagen kann."

09. September 2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker findet den Film "sehr billig und uninspiriert. Von Intelligenz mal ganz zu schweigen. So etwas hat einen zeitgemäßen Namen: Ost-Kult. Und nicht mal mehr als Marken- sondern Massenartikel." Die Geschichte hört sich gut an, "sieht in Fiebelers Regie aber nicht gut aus. Seine Beflissenheit, ja kein Klischee auszulassen, nervt gewaltig."

2004 | KLEINRUPPIN FOREVER • Kritik • film-dienst 18/2004

Für Ralf Schenk jongliert KLEINRUPPIN FOREVER "zu sehr mit Klischees, ist im Detail mitunter zu falsch und im Großen und Ganzen zu brav, um der DDR-Vergangenheit mit ihren politischen, sozialen und emotionalen Verästelungen gerecht zu werden." Insbesondere das Ende des Films wirkt "wie ein sentimentales Zugeständnis an jene ostdeutschen Zuschauer, die den angeblichen oder wirklichen zwischenmenschlichen Qualitäten ihrer untergegangenen Gesellschaft nachtrauern und den völlig unproduktiven, weil ausschließlich rückwärtsgewandten Satz 'Es war nicht alles schlecht' verbissen vor sich hertragen..

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