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COLLATERAL

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Regie Michael Mann

Kritiken • COLLATERAL

05. Oktober 2004 | COLLATERAL • Kritik • SPIEGEL Online

Leif Kramp spricht mit dem Regisseur Michael Mann über seinen Film COLLATERAL, Hauptdarsteller Tom Cruise und die Zensur-Bestrebungen christlicher Fundamentalisten in Hollywood.

24. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Der Freitag

Barbara Schweizerhof findet die Grundkonstellation des Films nicht wirklich neu. "Mehr noch als Tom Cruise mit ungewohnt grauen Haaren sind es in Michael Manns Film die Details und die Sorgfalt der Inszenierung, die den Zuschauer dazu verführen, sich ein weiteres Mal für das Stereotyp zu interessieren. Mit dem ihm eigenen und unverkennbaren Manierismus setzt Mann den Groove der Stadt Los Angeles in Szene; fast meint man die Außentemperatur dieser Nacht zu fühlen, so gut fügt sich hier das milchige Licht, der dunkle Asphalt und der Geräuschpegel mit dem Schweiß auf den Gesichtern zu einem Ganzen zusammen."

23. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist COLLATERAL der wohl "glänzendste Hollywood-Film des Jahres 2004". Tom Cruise beschert der Film die Rolle seines Lebens "und die Chance, endlich das Versprechen einzulösen, dass er in MAGNOLIA gegeben hat. COLLATERAL zeigt, dass Cruise vor allem einen Regisseur braucht, der ihn aus dem Narzissmus seines Starsystems herausreißt, indem er ihn diszipliniert, zurückstellt, Fehler machen oder einfach sein lässt. ... Besseres Kino ist derzeit kaum zu haben - da verzeiht man auch das eigentlich überflüssige Ende."

23. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Berliner Zeitung

Marc Hairapetian führt ein Gespräch mit Tom Cruise über seine Rolle in dem Killer-Film COLLATERAL, über Scheidungen, Kinder und über Dreharbeiten in Berlin.

23. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Die Tageszeitung

Sven von Reden ist begeistert, weil dem Film mit der digitalen Kamera ein neuer Blick auf die Großstadtnacht gelingt. "seine perfekte Ausnutzung des Cinemascope-Formats, seine markanten Musikeinsätze, seine komplexen Kamerafahrten durch Menschenmassen, seine schnellen Schnittfolgen, die nicht etwa eine planlose Kameraarbeit vertuschen sollen, sondern im Gegenteil von akribischer Kontrolle zeugen. Jede Szene ist eine Liebeserklärung an das Handwerk des Filmemachens." Aber der Kritiker sieht den Film auch negativ: "Doch der Reichtum der Bilder zieht keinen Reichtum der Figuren nach sich."

23. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Der Tagesspiegel

"Gewiss, auch die Anhänger des Action-Kinos werden zufriedengestellt, gibt es doch Szenen, in denen ziemlich alle Konfliktparteien ballernd aufeinander stoßen ... Aber die Hauptauseinandersetzung findet ganz ohne Kugelhagel statt - ein Psychothriller auf engstem Raum, im Taxi, zwischen Max hinterm Steuer und Vincent im Fond. Vielleicht ahnt Tom Cruise, dass seine Tage als jugendlicher Held gezählt sind: Doch die Rollenwahl gegen das gewohnte Image funktioniert glänzend - schließlich sieht Cruise mit grauen Haaren kein bisschen schlechter aus."

23. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Holger Roemers findet den Stoff des Films ziemlich dünn; er steht in keinem Verhältnis zum Aufwand. Der Stil bringt den Kritiker allerdings ins Schwärmen: "Und tatsächlich scheinen in manchen Totalen die Hintergründe - seien es die Wolkenkratzer oder Autobahnauffahrten - zum Greifen plastisch. Nächtlicher Dunst und das diffuse Licht der Straßenlaternen ersticken wie ein Bronzeüberzug die Farben; weshalb giftiges Türkis in zwei Nachtclubszenen umso wirkungsvollere Akzente setzt. Diese Farbdramaturgie ist Element eines Rhythmus, der durch die Variation urbaner Handlungsorte und eklektischen Musikeinsatz bestimmt wird. Vor allem aber ist die wunderbare Musikalität dieses Films im Timing einzelner Szenen spürbar."

23. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • SPIEGEL Online

Der eigentliche Star ist der Moloch L.A., findet Oliver Hüttmann. Der Regisseur hat "eine verschlungene Komposition aus Kameraperspektiven und Montagen geschaffen, deren schleppender Rhythmus fesselt und noch die banalste Stelle des Plots zum magischen Moment stilisiert. Die Wucht einer Schießerei in einer überfüllten Disko bändigt er mit Zeitlupe, stets unterbrochen von kurzen Szenen im normalen Tempo, was die Hektik dieser Situation nur noch verstärkt, während dazu beständig ein Elektrobeat hämmert. Das fühlt sich an, als erwache man für einen Wimpernschlag aus einer Hypnose."

16. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • film-dienst 19/2004

Rüdiger Suchsland hat einen "magischen Kinoaugenblick" erlebt. Besonders hebt er die ersten Szenen des Films hervor. "Tom Cruise gelingt ein präziser, sehr körperlicher Auftritt als innerlich totes Individuum, eine Brad-Easton-Ellis-Figur, die im Wesentlichen durch äußere Form und Arbeit zusammengehalten wird. Noch das Angestrengte und Primanerhafte an Cruises Spiel, das dem Grundton des Films zuwiderläuft, macht sich dieser zunutze. ... Die Bilder sind präzis und lyrisch, deuten an und zeigen oft mehr, als man sieht. Mitunter spiegelt sich in ihnen etwas, was erst noch Bedeutung gewinnt. Am wichtigsten ist das Licht, das Spiel mit Ampeln und der Straßenbeleuchtung, das zu einer zweiten symbolischen Ebene wird, mal Möglichkeiten assoziiert, dann wieder wie die Beleuchtung eines Fests oder sakraler Räume erscheint. So entsteht eine hochgradig poetische Atmosphäre."

03. September 2004 | COLLATERAL • Kritik • Der SPIEGEL Online

Wolfgang Höbel ist beeindruckt; dem Regisseur gelingt packendes Actionkino. "Der Star des Films ist die nächtliche Stadt, die der Regisseur in großartigen, funkelnden Bildern zeigt. Es ändert nichts an der Pracht, dass der Film mit Digitaltechnik gedreht wird, aber es sorgt dafür, dass der hier plötzlich grauhaarige Bösewicht Cruise und sein Widersacher in vielen Einstellungen aussehen, als seien sie animiert und die Helden eines Computerspiels."

September 2004 | COLLATERAL • Kritik • epd-film 10/2004

Für Kai Mihm ist neu an COLLATERAL "die extreme Reduktion von Raum, Personen und Zeit. ... Visuell ist Manns Film, fast ausschließlich auf High-Defintion-Video gedreht, modernes Kino im besten Sinn. Schicht für Schicht erschließt Mann den Arbeits- und Lebensraum seiner Protagonisten, legt Spiegelungen, auf Glas geprägte Schriftzüge und Neonlicht-Impressionen übereinander, verdichtet die sinnlichen Eindrücke der nächtlichen Stadt in einer hyperrealistischen und zugleich surreal anmutenden Atmosphäre."

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