Inhalt • DER MANCHURIAN KANDIDAT
US-Major Bennett Marco hält Vorträge über den Kampf in Kuwait und den heldenhaften Einsatz von Sergeant Raymond Shaw. In der Nacht leidet er unter Alpträume. Er beginnt sich zu fragen, ob die beiden Soldaten, die bei dem Kampf ihr Leben lassen mussten, vielleicht ein schlimmeres Ende fanden als es offiziell heißt - und ob Shaw vielleicht gar nicht der Held, für den ihn jeder hält, ist. Als sich Shaw als Bewerber um das Amt des Vizepräsidenten bemüht - auch mit Betreiben seiner Mutter, der Senatorin Eleanor Prentiss Shaw - sieht sich Marco gezwungen, zu handeln und seinem Misstrauen Gehör zu verschaffen. Während seine Vorgesetzten an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln und das Sicherheitsnetz um Shaw immer enger wird, bleibt Marco nur noch wenig Zeit, die ungeheure, schockierende Wahrheit aufzudecken, bevor das Weiße Haus in Gefahr gerät.
Kritik • DER MANCHURIAN KANDIDAT • 11. November 2004 • Frankfurter Rundschau
Daniel Kothenschulte hat einen veritablen Präsidentenfilm gesehen, der in eine überzeitliche Ebene führt. "Demmes Film enthält sich zwar dem grell-satirischen Humor des Originals; gleichwohl ist sein Stil alles andere als naturalistisch. Demme ... lässt beide Hauptfiguren in einem Akt von archaischer Brutalität miteinander in Kontakt treten. Da stürzt sich Washington gleich zu Beginn auf seinen Leidensgefährten und beißt ihm einen implantierten Chip aus dem Körper, wie er ihn bereits in sich selbst entdeckte. Die derart physische Szene erwartet man nicht in einem kühl und logisch konstruierten Politthriller, doch für die bezwingende Nähe, die Demme in all seinen besseren Filmen erreicht (auch die film-noir-Komödie Gefährliche Freundin gehört natürlich dazu), hat immer auch ein konret-sinnliches Element."