THE TERMINAL

film-zeit Film: THE TERMINAL
Regie Steven Spielberg

Inhalt • THE TERMINAL

Als der Ost-Europäer Victor Navorski in die USA einreisen will, erwartet ihn am New Yorker Kennedy Airport eine böse Überraschung: In seiner Heimat ist inzwischen ein Krieg ausgebrochen. Sein Pass und alle Papiere sind ungültig und ihm wird die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert! So sitzt Victor am New Yorker Terminal fest und muss sich gedulden, bis der Krieg in seinem Land vorüber ist. Tage ... Wochen ... Monate vergehen und in diesem "Mikrokosmos-Terminal" freundet sich Victor nicht nur mit dem Flughafenpersonal an. Er verliebt sich auch unsterblich in die hinreißende Flugbegleiterin Amelia ...

Kritiken • THE TERMINAL

14. Oktober 2004 | Kritik • Süddeutsche Zeitng

Anke Sterneborg spricht mit dem Schauspieler Tom Hanks über über Slapstick, Spielberg und den Film THE TERMINAL.

08. Oktober 2004 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Andreas Kilb hat das Fach Komödie bei Steven Spielberg unter die Lupe genommen: Das Genre widersteht dem Regisseur. Für den Kritiker interessiert sich Spielberg für die Geschichte wegen des Raumes: "das Terminal als Metapher und Lebensform. Eben weil dieser Raum so überschaubar und zugleich so vielgestaltig ist, bietet er alle Möglichkeiten einer Welt im kleinen: Gänge, Fallen, Verstecke, Arbeitshöllen und Liebesparadiese. Nur für das epische Actionkino, dessen Virtuose Steven Spielberg heißt, ist er viel zu eng. Aber auf das Spektakel hat es Spielberg diesmal auch nicht abgesehen. Statt dessen will er die Geschichte eines Mannes erzählen, der sich in der Enge einrichtet, aus seinem Mißgeschick Funken schlägt und nebenbei sein Glück findet."

07. Oktober 2004 | Kritik • Berliner Zeitung

Marcus Rothe führt ein Gespräch mit Tom Hanks über THE TERMINAL, seine Familie und das Leben als Star.

07. Oktober 2004 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal hat den Glaube an den Menschen in dem Film gesehen. "Zusammen mit seinem Kameramann Janusz Kaminski und seinem Production Designer Alex McDowell hat Spielberg auf einer riesigen Filmbühne einen Flughafenterminal gebaut, wie man ihn so noch nie gesehen hat. Jedes Detail steckt voller Bedeutungen, die es zu lesen gilt. Jede Kamerabewegung beschwört eine Vielzahl von Emotionen herauf. In den schwindelerregenden Fahrten und Kreisbewegungen, mit denen Kaminski zunächst den Terminal durchmisst, manifestieren sich die Unruhe und Orientierungslosigkeit, die zur Zeit beinahe selbstverständlich erscheinen. Doch schließlich kehrt Ruhe in die Bilder ein und mit ihr kommt ein Licht, dass das Alltägliche verzaubert."

07. Oktober 2004 | Kritik • Die Zeit

Für Birgit Glombitza betreibt der Regisseur familienfreundliche Bush-Kritik. "In diesem Kosmos mag es nur konsequent sein, dass eine bloß mit Wischmopp bewaffnete Putzkraft einen Airbus stoppen kann. Billiger ist die Versöhnung zwischen familienfreundlicher Unterhaltung und zarten Bezügen zur Bush-Politik wohl kaum zu haben."

06. Oktober 2004 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Fritz Göttler findet den Film abgehoben, ein Meisterwerk der Indezision. "Spielberg hat für seinen Film einen gigantischen Set konstruieren lassen, mit Panoramablick nach draußen, auf dem er sich souverän als Meister des Kamerakrans wie des Product-Placement bewährt. Die Perfektion wird ihm womöglich irgendwann zum Dilemma werden - immer wieder spürt man in seinen letzten großen Filmen eine Sehnsucht nach den kleinen, unspektakulären Momenten, aus denen das Kino letztendlich seine Vitalität bezieht."

06. Oktober 2004 | Kritik • Die Welt

Für Hanns-Georg Rodek befaßt sich THE TERMINAL "mit der Sicherheitsmanie seines Landes - allerdings in der ihm eigenen, versöhnlichen Art. Was Europäer als Drama inszeniert hätten, gerinnt in Spielbergs Händen zur Komödie ... eine kafkaeske Situation deutet Spielberg in ein optimistisches Märchen um, in der Solidarität und Anpassungsfähigkeit Triumphe feiern."

06. Oktober 2004 | Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord findet der Film erschreckend brav. In seinen schlechtesten Momenten hatte die Kritikerin das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben. THE TERMINAL funktioniert wie ein Schelmenroman. Regisseur Steven Spielberg will "vom Glauben an das Gute im Menschen in keinem Augenblick lassen. Und deswegen ist THE TERMINAL ein erschreckend braver Film geworden."

06. Oktober 2004 | Kritik • SPIEGEL Online

Lars-Oliver Baier betitelt THE TERMINAL als Slapstick in der Warteschleife. "Der Film ist wie sein Held: Pfiffig und phantasievoll greift er noch das scheinbar banalste Detail auf und verwandelt es in ein kleines Kunststück. Spielberg nutzt den Flughafen als filmischen Ort bis in den letzten Winkel und lässt für die Regisseure nach ihm kaum noch was übrig. Gut gelaunt nimmt sich der Film alle Freiheiten, baut lustvoll Slapstick-Einlagen ein und lässt eine kapriziöse Stewardess (gespielt von Catherine Zeta-Jones) Viktors schlichtem Charme verfallen. Wenn eine Schönheit wie sie plötzlich auf einen Kerl wie ihn fliegt, gibt es keinen Zweifel mehr: Der Flughafen ist das wahre Land der unbegrenzten Möglichkeiten."

06. Oktober 2004 | Kritik • Der Stern

Birgit Roschy hat eine bitter-süße Komödie gesehen. "Spielberg hat dem unwirtlichen Schauplatz - der Film spielt fast nur auf dem Flughafen - ein Maximum an vertrackt-lakonischer Alltagskomik abgerungen, die für amerikanische Verhältnisse ungewohnt leise daherkommt und oft an den Slapstick von Jacques Tati und Buster Keaton erinnert. Durch die Perspektive des naiv-gewitzen Viktor, der sich unverdrossen seine Nische gräbt, enthüllt sich hinter der betriebsamen Reise-Kulisse eine Parallelwelt unsichtbar werkelnder Heinzelmännchen."

Oktober 2004 | Kritik • film-dienst 20/2004

Für Franz Everschor benutzt Spielberg die Geschichte "als Vorwand, um eine weitere Story vom Glauben an das unbesiegbar Gute im Menschen in Bewegung zu setzen. ... Kameramann Janusz Kaminski entlockt der exotischen Lokalität Bilder von eiskalter Schönheit, aber auch von optischem Hintersinn, wie man sie im Kino nur selten antrifft. John Williams lässt all seine Neigung zu bombastischen Chor-Effekten fahren und vergnügt sich mit erstaunlicher Munterkeit an der musikalischen Illustration eines absurden, zunehmend komischeren Schicksals. Die Liste ließe sich fortsetzen, wie Spielberg wieder einmal der längst auf ihn eingeschworenen Mannschaft erstklassiger Mitarbeiter ihr Bestes abverlangt. Sogar Tom Hanks scheut sich nicht, auf seine lange zurückliegende Zeit als Komödiant Bezug zu nehmen."

03. September 2004 | Kritik • SPIEGEL Online

Für Wolfgang Höbel ist THE TERMINAL zwar nicht lustig, aber symphatisch und ein "voll funktionsfähiges Rührstück. ... Das Schönste an Spielbergs Film ist sein Optimismus, der herzerwärmende Kinderglauben, dass alle Menschen Freunde sein können."

02. September 2004 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Dirk Schümer ist nicht besonders angetan von dem Eröffnungsfilm des Filmfests in Venedig. "Spielberg hakt die tragikomischen Episoden dieses Lebens im Transit ab ... Aber gerade solch beiläufige Beobachtungen vertragen sich nicht mit der brachialen Kinoästhetik des Manipulators. Spielberg hat sich diesmal keinen Krieg, keine Monsterwelt, kein Actionspektakel für Halbwüchsige, sondern ein lupenreines Kammerspiel ohne technisches Brimborium zur Aufgabe gemacht. Dafür müßte er mit langen Einstellungen bei Navorskys Überlebenskampf verweilen, müßte die quälend lange und leere Zeit dehnen und fühlbar machen, anstatt mit schnellen Schnitten seine Story voranzutreiben ... So ist TERMINAL zugleich zu kurz und doch mit über zwei Stunden viel zu lang geraten, weil Spielbergs gewohnte Atemlosigkeit hier auf der Stelle treten muß."

02. September 2004 | Kritik • Die Welt

Peter Zander wird nicht so richtig schlau aus dem Film. "Auch ist Spielbergs Grundhaltung viel zu familienselig, so dass er sich um manch gallige Pointe bringt. Und schließlich leidet TERMINAL am selben Mangel wie Spielbergs letztes Werk, CATCH ME IF YOU CAN (auch eine Komödie mit Tom Hanks, die viel am Flughafen spielte): Der Film ist zu lang, findet kein Ende und ihm fehlt gänzlich, was nach Billy Wilder eine gute Komödie ausmacht: Tempo, Tempo und nochmals Tempo. Und dennoch: Ganz allmählich geht einem das Herz auf."

02. September 2004 | Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala ist TERMINAL gute Unterhaltungsware. "Eine gute Kinostunde lang hat das Schwung und Biss, dann allerdings nehmen die situationskomisch bedingten Mätzchen und leider auch die melanchomelodramöse Liebesschnurre überhand. Als sei ein guter Stoff nichts weiter als ein Lappen, aus dem man bloß das Äußerste an Lach- und Kullertränchen auswringen muss. Doch Vorsicht. Treibt man es zu doll damit, lenkt man den erinnernden Blick nicht auf Freude und Mitleiden, sondern, nunja, auf den Lappen."

02. September 2004 | Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord ist überrascht, wie bedingungslos Spielberg an das Gute glaubt. Der Regisseur inszeniert seine Geschichte "nicht als düstere, sondern als heitere Fabel: Ein Mann mit Charme, smart und erfindungsreich, trotzt der Unwirklichkeit dieser Zone Wirtlichkeit ab. So geschickt, wie er sich anstellt, wollte ihn vermutlich noch Otto Schily als Einwanderer haben. ... So wie zum Märchen die Gewissheit des glücklichen Ausgangs gehört, so weiß man in dem Film in jeder Sekunde, dass der Film seinen Helden nicht im Stich lässt."

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