Julian Hanich hat gemerkt, "dass der Regisseur sich ein paar Gedanken gemacht hat, bevor er die Kamera aufstellen ließ. Am schönsten und überzeugendsten ist dabei die Metapher des Ruderns. In einem Film, in dem es darum geht, dass einer anders als die anderen ist, trifft Rudern den wunden Punkt. Denn in dieser Sportart müssen alle im Takt schlagen. Da darf man nicht mit den Gedanken am anderen Ufer stehen. ... Kreuzpaintner erzählt eine sensible Coming-of-Age-Coming-out-Geschichte."
Für Sven von Reden hat SOMMERSTURM Humor, "ist aber keine Komödie. Kreuzpaintner erzählt den Klassiker aller Dramen: eine Dreiecksgeschichte." Der Kritiker hat den Eindruck, als wollte der Regisseur "seinen Zuschauern keine visuellen Geschmacklosigkeiten oder inhaltlichen Extreme zumuten. ... Alles an SOMMERSTURM ist gut gemacht, gut gemeint, pädagogisch wertvoll - und ein bisschen harmlos. Vielleicht spiegelt der Film gerade deshalb so überzeugend die trotz Rechtschreibreform und Montagsdemos weiterhin gesetzte und gut bürgerliche bundesrepublikanische Wirklichkeit."
Für Hans-Jörg Marsilius bleibt mancher Gag "auf dem Niveau eines Kalauers stehen", aber in SOMMERSTURM findet sich eine sehr eigene, aparte "Atmosphäre, die zwar konsequent auf die gute Laune des Zuschauers abgestimmt ist, aber auch ihre auf charmante Weise provozierenden Momente hat. Kam in den Komödien der frühen 1980er-Jahre beim Thema Homosexualität kaum mehr als ein derber Witz heraus, so zeichnen Marc Kreuzpaintner und sein Co- Autor Thomas Bahmann die Umstände von Tobis schwierigem Coming Out bemerkenswert sicher, ehrlich und amüsant nach. Kaum etwas ist übrig von der tiefgründigen Schwere früherer Filme zu diesem Thema, was sicher auch davon zeugt, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten gesellschaftlich einiges verändert hat."