Inhalt • DIE GESCHICHTE VON MARIE UND JULIEN
Julien, ein Mann um die 40, restauriert Turmuhren und lebt zurückgezogen mit seiner Katze. Im Übrigen erpresst er die elegante Stoffhändlerin Madame X, wenn auch eher beiläufig. Aus seiner Lethargie erwacht der Uhrmacher, als die ebenso sinnliche wie rätselhafte Marie in sein Leben tritt. Die beiden erleben und erfinden eine Liebe voller Leidenschaft und sexueller Fantasie. Und doch wirkt Marie zeitweise abwesend und kühl. Was verbirgt sie vor Julien? Ausgerechnet Madame X scheint ihr Geheimnis zu kennen...
Kritik • DIE GESCHICHTE VON MARIE UND JULIEN • 24. August 2004 • Frankfurter Rundschau
Das ist ein etwas anderer Geisterfilm, stellt Andreas Kilb fest. "Rivette benutzt das Kino nicht, um Botschaften oder persönliche Obsessionen an den Zuschauer zu bringen oder um damit reich zu werden - er tanzt mit ihm. ... Daß aber Emmanuelle Beart bei Rivette tatsächlich jenes Mysterium ausstrahlt, das sie in Anne Fontaines "Nathalie" vergeblich beansprucht, daß die Kamerabilder William Lubtchanskys eine Schönheit besitzen, von der das Horrorgenre sonst nichts weiß, und daß es im alten Europa noch immer keinen besseren Frauenregisseur gibt als Jacques Rivette, ist eine andere. Er erfindet nicht und verkündet nicht, er tanzt, das ist wahr. Aber davon versteht er etwas."