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EIN LEBEN LANG KURZE HOSEN TRAGEN

EIN LEBEN LANG KURZE HOSEN TRAGEN
Regie Kai S. Pieck

Inhalt • EIN LEBEN LANG KURZE HOSEN TRAGEN

In den Jahren 1962 bis 1966 entführte, missbrauchte und tötete der Metzgergehilfe Jürgen Bartsch im Ruhrgebiet vier halbwüchsige Jungen. Bei seinem ersten Mord war er 15 Jahre alt und 19, als man ihn fasste. Bartsch fesselnde Beichte während einer Therapiesitzung 1972 in der Landesheilanstalt Eickelborn bildet den Rahmen für szenische Rückblenden, die die Morde und seinen Lebensweg nachzeichnen - eine Reise in die Abgründe einer kranken und geschundenen Seele. Bartschs kaltherzige und strenge Adoptiveltern, die unmenschlichen Erziehungsmethoden, unter denen er in einem katholischen Internat zu leiden hatte, der Moment als ihm klar wurde, dass er sich von kleinen Jungen sexuell angezogen fühlte, seine Sehnsucht niemals erwachsen zu werden - Schlüsselerlebnisse und Mosaiksteine, die den jungen Jürgen zur "Bestie von Langenberg" machen sollten, wie die Presse ihn später titulierte. Das bezwingende Psychogramm eines Unscheinbaren als beklemmende Reise ins Dunkel.

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Crew • EIN LEBEN LANG KURZE HOSEN TRAGEN

Regie: Kai S. Pieck
Darsteller: Tobias Schenke, Sebastian Urzendowsky, Ulrike Bliefert, Walter Gontermann, Jürgen Christoph Kamcke ...

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Kritik • EIN LEBEN LANG KURZE HOSEN TRAGEN • 2004 • film-dienst 17/2004

Ralf Schenk findet den Verzicht auf einen Autorenkommenar bemerkenswert. "Die Perspektive auf das Adenauer-Deutschland ist stark subjektiv; die Farben des Films sind entsättigt und tendieren eher ins Monochrome; Exterieurs und Interieurs sind kammerspielartig stilisiert, sodass von Wohnküche oder Klassenzimmer ähnliche Bedrohungen ausgehen wie von Bartschs Waldhöhle: Überall lauern Schatten, wird gelogen und gequält, wenn auch mit unterschiedlicher Konsequenz; überall vollzieht sich die Abwendung von der ansonsten gern zur Schau getragenen bürgerlichen Wohlanständigkeit. Dabei verzichtet der insgesamt eher kühle, mit seinen Einblendungen und der Rückblendendramaturgie bewusst brüchige, mit Verfremdungen arbeitende Film darauf, simplifizierende Modelle der Ursachenforschung und Schuldzuweisung anzubieten."

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