Der Film ist "kurzweilig und anderthalb Stunden lang hochfrequent intensiv, obwohl das, was die Kaffeehausbesucher sich erzählen, belanglos ist", stellt Dietrich Kuhlbrodt fest. Der Regisseur läßt den Zuschauern Zeit, sich in den Film hineinzuhören. Deshalb ist COFFEE AND CIGARETTES auch "primär ein Musikfilm ist (plus dokumentarischer Performance)".
Kauzigen Charme der Episoden hat Holger Roemers ausgemacht. "Lakonie und gescheiterte Kommunikation sind freilich ebenso Markenzeichen des spröden Kinos von Jarmusch wie eine grundsätzliche Tendenz zum Episodischen. Ähnliches gilt für die statischen, langen Einstellungen, die hier durch wiederkehrende Aufsichten auf Kaffeetische akzentuiert werden."
"Beim Kaffeetrinken und Rauchauspusten lässt es sich trefflich sinnieren; da meutert sich so manch kühner Gedanke aus vager Gefühlsmelange heraus. Jim Jarmusch führt das, manchmal mehr und manchmal weniger durchtrieben, in elf Episoden vor." Anke Westphal findet das lustig anzusehen, "und doch entdeckt man auch in dieser Zweimannfarce noch jene ungeheuer kontemplative Materialästhetik, der sich Jarmusch mit den Jahren immer stärker verschrieben hat: Er rückt wohl kaum zufällig die verbrauchten Hände zweier verlebter Rock-Stars ins Bild."
Für Christiane Peitz ist COFFEE AND CIGARETTES "ein 96 Minuten langer Kinoblues: Jim Jarmuschs coolster, zartester, melancholischster Film. ... Skurrile Begebenheiten, verpasste Gelegenheiten: COFFEE AND CIGARETTES ist auch ein Film über die schier unmögliche Kunst, sich zu verstehen. Einer wartet, einer kommt zu spät, man ist ungeduldig, verlegen, höflich, streckt die Fühler aus, streitet sich über Elvis oder den Schlagzeuger, Kummer, Krankheiten und den Erfolg. Jeder Schluck eine Kontaktanzeige, jeder Zug eine Annäherung. Es ist die Geste, die zählt. Wenn zwei zusammen sitzen bei Kaffee und Zigaretten, bilden sie eine verschworene Gemeinschaft. Wenigstens für Minuten."
Für Alexander Osang berichtet der Film "aus einem anderen Zeitalter, einer untergegangenen Epoche mit Lungenzügen und Gesprächen, die sich um nichts drehen und zu nichts führen. ... Es sind seltsame Momente, unvollständig, pointenlos, langsam, altmodisch. Aber vielleicht liegt es an uns. ... Was ist der Rhythmus dieses Films? "Der Rhythmus eines Gesprächs, das Pausen hat", sagt er."
Für Oliver Rahayel wirkt der Film "wie eine Musikkompilation, ein Konzeptalbum mit elf Titeln zu einem Thema, und da man Musik nicht synchronisieren sollte, kommt auch der Film mit Untertiteln ins Kino."