"Es steckt eine Portion anarchistische Sprengkraft in dem absurden Drama, doch auch verborgene Bitterkeit", findet Hans-Jörg Rother. "Kaskaden überdrehter Dialoge gehen auf den Zuschauer nieder, und die oft im Trickverfahren gestylten Bilder überbieten einander an Witz. ... Die beiden Kinderdarsteller sind großartige Naturtalente, an deren gelöstes Spiel sich die Interpretation durch Guillaume Canet als Julien und Marion Cotillard als Sophie nahtlos anschließt. Ihre natürliche Darstellung bewahrt die Figuren vor der Verulkung."
Der "Niedlichkeitsfalle" ist der Regisseur entgangen, findet Ulrike Rechel. Er "taucht seine schwarze Liebeskomödie in die bonbonbunte Farbpalette einer französischen Bilderbuch-Stadt, die er mit comichaften Trick- und Zeitraffersequenzen sowie überkarikierten Figuren spickt: Eine überzeichnete Welt aus Kinderaugen, wie sie das Protagonistenpärchen hartnäckig aufrecht erhält." Der grimmige Humor des Films und seine starken Schauspieler treiben diese "neurotische Egozentriker-Liebe glaubhaft an den Rand des Bedrohlichen".
Ulrich Kriest hat mehr als nur Liebe und Schmerz ausgemacht. Der Film handelt "zunächst von der Lust am Fabulieren und der Logik der Eskalation. Zugleich jedoch mischt sich unmittelbar nach der rasanten, Raum und Zeit aufhebenden Exposition ein sinistrer Zug ins Erzählen, an dessen Anfang das Wort 'Metastase' steht. ... Yann Samuell buchstabiert die Zerstörungskraft dieser pervertierten Liebe und die davon ausgehende Faszination mit erbarmungsloser Konsequenz durch und bedient sich auf fantasievolle Weise eines ganzen Arsenals filmischer Strategien wie dem distanzierenden Voice-over, dem surreal-fadenscheinigen Theatereffekt, dem überbordenden Melodram, dem Werbespot und der radikalen Satire auf das bürgerliche Heldenleben."