Inhalt • LIEBE MICH, WENN DU DICH TRAUST
Die Kindheit zweier 8-jähriger Klassenkameraden in einer belgischen Stadt: Julien Janvier lebt im Villenviertel, Sophie Kowalski in der Betonsiedlung. Obwohl sie aus so unterschiedlichen Verhältnissen kommen, freunden sie sich an. Sie schließen ein Bündnis, das ein Leben lang halten wird, und auf einem Kinderspiel begründet ist. Die Jahre vergehen, Sophie und Julien sind erwachsen geworden und aus Freundschaft wird Liebe. Doch das einzugestehen trauen sie sich beide nicht. So spielen Sophie und Julien ihre Kinderspiele weiter, die immer extremer und existentieller werden. Nach zehn Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, kommt es zur alles entscheidenden Frage ... geht das Spiel weiter oder ist die Liebe am Ende doch stärker?
Kritik • LIEBE MICH, WENN DU DICH TRAUST • 2004 • film-dienst 16/2004
Ulrich Kriest hat mehr als nur Liebe und Schmerz ausgemacht. Der Film handelt "zunächst von der Lust am Fabulieren und der Logik der Eskalation. Zugleich jedoch mischt sich unmittelbar nach der rasanten, Raum und Zeit aufhebenden Exposition ein sinistrer Zug ins Erzählen, an dessen Anfang das Wort 'Metastase' steht. ... Yann Samuell buchstabiert die Zerstörungskraft dieser pervertierten Liebe und die davon ausgehende Faszination mit erbarmungsloser Konsequenz durch und bedient sich auf fantasievolle Weise eines ganzen Arsenals filmischer Strategien wie dem distanzierenden Voice-over, dem surreal-fadenscheinigen Theatereffekt, dem überbordenden Melodram, dem Werbespot und der radikalen Satire auf das bürgerliche Heldenleben."