Sascha Westphal hat ein modernes Märchen gesehen. Die liegt an dem ausgeprägt nostalgischen Look. "Eine gewisse Patina liegt über seinen Bildern, die sie nur umso kostbarer macht. Wie seine Figuren versucht auch der Regisseur, Traditionen gerecht zu werden und aufrechtzuerhalten, die in der Welt, in der er zuhause ist, allem Anschein nach ihre Bedeutung verloren haben. Aber nicht Nostalgie treibt ihn an, sondern die Sehnsucht nach einem Kino, das den Menschen etwas Glauben und Hoffnung schenken kann."
Der Regisseur überrascht "gelegentlich mit Charme und Witz", findet Alexandra Wach. "Sardis Film kann als Beweis dafür stehen, wie man im Kino ohne große Kreativität unterhält - wenn man es versteht, aus Standard-Situationen und einer typengenauen Besetzung optimalen Nutzen zu ziehen. Im unbeschwerten Tonfall und ohne Scheu vor liebevoll servierten Klischees erzählt EINE ITALIENISCHE HOCHZEIT die Geschichte von gefühlsduseligen Männern und Frauen und von den Missverständnissen, die sie auf ihrem Weg zum Liebesglück zu bereinigen haben. ... Das Resultat ist gefälliges Gefühlskino, nicht mehr, aber auch nicht weniger."