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LADYKILLERS

LADYKILLERS

Regie Ethan Coen
Joel Coen

Kritiken • LADYKILLERS

04. August 2004 | LADYKILLERS • Kritik • Junge Welt

Andreas Hahn resümmiert über die verschiedenen Sprachen, die in dem Film gesprochen werden: "Viele Sprachen treffen in LADYKILLERS aufeinander: die Sprache Poes, Rap, die manieristisch verschachtelte Sprache des anachronistischen Gelehrten, die manichäische Sprache der schwarzen Prediger usw. Doch scheint es keinen Akzent zu geben, den es zu verteidigen oder anzugreifen gilt: Die Vorführung geschieht um der Vorführung willen - Neutralisierung im Namen des Nichts."

29. Juli 2004 | LADYKILLERS • Kritik • Die Tageszeitung

Für Anke Leweke hat sich der amoralische Spott der Coen-Brüder in reine Slapstick-Routine verwandelt; LADYKILLERS ist der bisher schlechteste Film der Beiden - es fehlt der Coen-Touch. "Seltsam flach und unverbindlich wirken die Bilder - vielleicht, weil sich die Coens diesmal allen geschichtlichen und sozialen Koordinaten des Schauplatzes verweigern. Das nette Häuschen von Mrs. Munson bleibt ein keimfreier Ort - die Südstaaten als nette Community, in der eine farbige Witwe die weißen Ganoven wie Kinder zurechtweist und sich mit einem HipHopper rührende Kämpfe um dreckige Ausdrücke liefert."

29. Juli 2004 | LADYKILLERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Coen-Brüder sind in einer Sackgasse gelandet, findet Michael Kohler. "Natürlich kann man auch in der Coenschen Sackgasse seinen Spaß haben: Die eine oder andere Nummer funktioniert dann doch, und vor allem hat seit Preston Sturges niemand mehr das Type-Casting der Stummfilmkomödie derart nachhaltig adaptiert wie die beiden Coen-Brüder. Bei ihnen drängen sich die Randfiguren des Kinos in den Vordergrund und mit ihnen ihre Darsteller". Allerdings ist Tom Hanks "die erstaunlichste Fehlbesetzung seit langem". Das Ergebnis ist ein skurriles Nichts von einem Film: eine Charakterkomödie ohne Charaktere.

29. Juli 2004 | LADYKILLERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Julian Hanich ist er Film Geschmackssache. "Die Regisseure Joel und Ethan Coen benehmen sich seit geraumer Zeit wie die Chamäleons des Kinos. Die beiden Brüder wählen - stilistisch oder thematisch - eine Kinoepoche und starren dabei mit einem Auge gebannt auf die Vergangenheit. Mit dem anderen schielen sie immer auf die Gegenwart. ... Remake und Original verhalten sich zueinander wie ein Supersize-Burger zu einer Portion englischem Porridge."

29. Juli 2004 | LADYKILLERS • Kritik • SPIEGEL Online

Oliver Hüttmann sagt es frei heraus: der "subtile Humor früherer Coen-Filme blieb jedoch weitgehend auf der Strecke". "Die Raffinesse ihrer Reverenzen, haben sie allerdings diesmal dem Rahmen einer letztlich konventionellen, manchmal klamottenhaften Komödie untergeordnet. Die vergeblichen Versuche der Ganoven, die alte Lady Mrs. Munson umzulegen, nachdem sie ihnen auf die Schliche gekommen ist, kann man schwarzen Humor nennen, makaber ist es nicht." Außerdem ist der Film mit Superstar Tom Hanks prominent fehlbesetzt.

29. Juli 2004 | LADYKILLERS • Kritik • Die Zeit

Die Coen-Brüder sind gescheitert, stellt Birgit Glombitza fest. "Tatsächlich ähnelt der Coen-Film einem dieser knautschigen Kaminsessel unter dem überdimensionierten Ölbild des verstorbenen Munson-Gatten. Eine luxuriös gepolsterte Verschwendung. Pefekt ausgestattet, mit ausgegrabenen Gospels untermalt und penibel ausgeleuchtet in den braunen warmen Tönen einer Apfelstrudelwerbung. Schon erstaunlich, dass das Brüderpaar aus der Reanimation des Stoffes und seiner Verlegung in eine diffuse Südstaaten-Gegenwart nicht einen einzigen Funken zu schlagen weiß."

25. Juli 2004 | LADYKILLERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz ist Joel Coen in Cannes begegnet und schreibt über ihre Eindrücke.

2004 | LADYKILLERS • Kritik • film-dienst 15/2004

Stefan Volk hat ein "kongeniales, freie Remake des schwarzhumorigen Klassikers aus dem Jahr 1955" gesehen. Die Coen-Brüder greifen auf "Charakteristisches zurück: bizarre Geschichten und verquere Typen". Tom Hanks wird gekonnt gegen sein Image gesetzt. "Mit souveräner Leichtigkeit komponieren Ethan und Joel Coen die filmhistorischen Zutaten liebenswert- schwarzer Komödien wie ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN zu einer köstlichen, schillernden Hommage an das Original und werden dabei den von ihnen selbst etablierten Ansprüchen an ein außergewöhnliches Coen-Kino weitgehend gerecht."

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