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FAHRENHEIT 9/11

FAHRENHEIT 9/11

Regie Michael Moore

Kritiken • FAHRENHEIT 9/11

30. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Der FREITAG

Fast hat Barbara Schweizerhof George W. Bush einwenig leid getan. "Moore hat für seinen Anti-Bush-Film nicht viel selbst recherchiert, sondern vor allem auf vorhandenes Material und vorhandene Erkenntnisse zurückgegriffen. Sein furioser Zusammenschnitt aus Nachrichten- und Spielfilmschnipseln, Straßeninterviews und Offkommentar, den von Zeit zu Zeit ein ironisch eingespielter Songtext weiterführt, läuft auf eine Hauptthese hinaus, die er so effektvoll darbietet, dass man sie mit diesem Film für erwiesen hält: George W. Bush macht keine gute Figur als Präsident."

29. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine Reihe starker Bilder hat Volker Mazassek gesehen. Aber: "Moore kann nicht immer belegen, was er behauptet. Dann wechselt er ins Satirische oder Gefühlige. Das wirkt oft stimmig und amüsant, zumal Bush mit seinen begrenzten intellektuellen Möglichkeiten und seiner tapsigen Art viele Angriffsmöglichkeiten bietet. Mit solchen manipulativen Techniken kann man aber letztlich jeden bloßstellen."

29. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • SPIEGEL Online

Matthias Gebauer hat die Fakten gescheckt und kommt zu dem Ergebnis, daß Michael Moore "irreführende Wahrheiten mit geschickten Auslassungen" mischt. "Natürlich lügt Michael Moore in "Fahrenheit 9/11" nicht. Gleichwohl spielt er so virtuos mit Fakten, Zahlen und Zusammenhängen, dass man sich schon fast an die Methoden seines erklärten Erz-Feindes, der Regierung George W. Bushs, erinnert fühlt." Der Kritiker zählt einige Beispiele auf.

28. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte nennt das Prinzip des Regisseurs "mediale Rückeroberung und Neuverortung; mehr noch als beim rasant geschnittene Vorgängerfilm BOWLING FOR COLUMBINE verblüfft Moores ureigene Sammelwut und die Kontrolle des Archivars in eigener Sache." Michael Moore entreißt den TV-Sendern "ihr Material, isoliert es, macht es wieder beweisfähig - und dabei auch ästhetisch einer Betrachtung wert. ... So sehr sich Michael Moore vom Konservatismus der Disney Company absetzt, als Anti-Disney ist er nicht minder patriotisch - und genau das erklärt seinen phänomenalen Erfolg an der Heimatfront."

28. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Berliner Zeitung

Für Christian Bommarius ist FAHRENHEIT 9/11 "der grandioseste Propaganda-Film seit Jahrzehnten". Zunächst stellt der Kritiker fest: "Der Film ist ein Machwerk, demagogisch, platt und einseitig bis zur Borniertheit", um dann zu sagen: "Moores Thesen sind nicht neu, sein Blick auf den 43. Präsidenten der USA ist nicht einmal besonders originell. Seine außerordentliche Wirkung entfaltet der Film durch die Intensität der Bilder und Aussagen der Zeugen, die Moore aufmarschieren lässt." Der Film ist ein "Dokument einer Auslöschung, in der der amerikanische Präsident unwiderruflich und für alle Ewigkeit verschwindet."

28. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz hat die Dummheit von George W. Bush gesehen. "Das Bild vom leeren, ein wenig tumben Gesicht von George W. Bush ist in der Tat ein großartiges Kinobild. Denn man kann sehen, was geschieht, wenn die Maschine namens Politik plötzlich stillsteht, weil die Wirklichkeit sie überfordert. Ein Realitätsschock. Weil der Apparat nicht mehr funktioniert, gibt er sein Innerstes frei. Der Medienpolitiker, zur Kenntlichkeit entstellt. Michael Moore ist ein genialer Dokumentarist, weil er das Potenzial dieser Bilder erkannte. ... Das ist die Crux von FAHRENHEIT 9/11: Was Michael Moore in seine Bilder hineininterpretiert, ist längst nicht so erhellend wie das, was sie tatsächlich zeigen. Eben diese Crux aber macht den Film für uns Europäer interessant."

28. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • SPIEGEL Online

FAHRENHEIT 9/11 ist "purer Populismus", meint Andreas Borcholte. "Geschickt montiert der Filmemacher Bilder und Off-Kommentare zu einer suggestiven Kino-Polemik zusammen, die den Zuschauer auf unterhaltsame Weise manipuliert. ... Die Fakten und Zusammenhänge, die Moore in seinem Film aufzeigt und aneinanderreiht, mögen allesamt der Wahrheit entsprechen, das bescheinigten selbst renommierte US-Zeitungen wie die "New York Times". Die Art und Weise jedoch, wie der Regisseur sein Material montiert und verknüpft, ist mehr als fragwürdig."

22. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Die Zeit

Für Mike Davis ist FAHRENHEIT 9/11 "Majestätsbeleidigung in ziemlich großem Stil. Kein amtierender amerikanischer Präsident ist jemals in einem Film so frontal angegriffen worden. ... Die New York Times hat faszinierende Landkarten veröffentlicht, die zeigen, in welchen Regionen Fahrenheit 9/11 und Mel Gibsons fundamentalistischer Sensationsfilm Die Passion Christi jeweils die meisten Besucher haben. Abgesehen von einem einzigen Kino am New Yorker Times Square, weisen die beiden Filme eine vollständig inverse Beliebtheitsgeografie auf: Moore liegt in den Universitätsstädten sowie den Metropolen an Ost- und Westküste vorn, Gibson erobert den suburbanen Süden und den Bibelgürtel im Landesinneren."

20. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • Berliner Zeitung

Für Olivia Schoeller hat der Dokumentarfilm FAHRENHEIT 9/11 von Michael Moore Filmgeschichte geschrieben. "Noch nie zuvor hat ein Dokumentarfilm - ausgenommen die Imax-Filme - in den USA am ersten Wochenende seiner Ausstrahlung die Rekordsumme von fast 24 Millionen Dollar eingespielt. Eine Woche später hatte der Film bereits die fünfzig Millionen Dollar-Grenze überschritten. Doch was FAHRENHEIT 9/11 noch berühmter machen könnte, ist die Tatsache, dass der Film vielleicht der erste ist, der eine Präsidentschaftswahl mitentscheidet."

20. Juli 2004 | FAHRENHEIT 9/11 • Kritik • SPIEGEL Online

Eimal mehr wird von der Aufnahme des Films in Amerika berichtet.

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