Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

KEN PARK

KEN PARK

Regie Larry Clark
Edward Lachman

Kritiken • KEN PARK

23. Juli 2004 | KEN PARK • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte fragt, was das Problem an den Filmen des Larry Clark ist, da sie schlecht einen Verleiher finden. "Es ist offensichtlich die Abwesenheit eines moralistischen Schiedsgerichts bei der Erzeugung dieser Bilder, mit dem sich das große Kino partout nicht anfreunden kann. ... Auch wenn der strenge Moralkodex der Sittenwächter im klassischen Hollywood offiziell seit fast vier Jahrzehnten gefallen ist, scheint doch sein oberstes Prinzip noch immer fest in den Köpfen verankert: Gewalt- oder Sexdarstellungen müssen in einem wohl austarierten System von Ursache und Wirkung daher kommen, am liebsten verbunden mit einer wie auch immer gearteten Positionierung zu anerkannten Moralvorstellungen."

22. Juli 2004 | KEN PARK • Kritik • Der Tagesspiegel

Marcus Rothe führt ein Interview mit dem Regisseur Larry Clark.

22. Juli 2004 | KEN PARK • Kritik • Der Tagesspiegel

Schon die "Anfangsszene ist ein vorschlaghammerartiger Schock - und ein radikales Statement", findet Julian Hanich. "Von Anfang an liegt eine fatale Spannung über diesem Film. Man ahnt, dass nach Ken Parks Selbstmord noch andere Verzweiflungsbefreiungsakte folgen werden. Denn die Teenager halten von der Erwachsenenwelt nur eines: It sucks!"

22. Juli 2004 | KEN PARK • Kritik • SPIEGEL Online

Der Regisseur bebildert mit vier "verstörenden Episoden die Sehnsüchte und Schrecken der Pubertät - und bedient sich dabei einer pornografischen Stilistik", meint Oliver Hüttmann. "Die Pubertät ist eine Drangphase aus Sinnsuche und Experimentierfreude, geprägt durch den Konflikt mit Abhängigkeiten und Orientierungslosigkeit. Larry Clark fächert dies in KEN PARK authentisch auf, dazu passt auch sein deutlicher Umgang mit Nacktheit. Nur am Schluss stellt er sein ambitioniertes Werk mit einem allzu deutlichen Geschlechtsakt zwischen Shawn, Claude und Peaches in ein fragwürdiges Licht. Wie hier über mehrere Minuten in allen Varianten der körperlichen Liebe Geschlechtsteile zur Schau gestellt werden, ist unnötig und übertrieben. So wird die Sinnlichkeit doch noch zur pornografischen Phantasie und die Wahrhaftigkeit eines sonst famosen Films beinahe zur Farce."

22. Juli 2004 | KEN PARK • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus hat sich über ihr Unbehagen hinweggesetzt, um die "anderen, großen, wahrhaftigen Momente" zu entdecken. "Die Morbidität und Trostlosigkeit einer Welt, in der Erwachsene und Heranwachsende nur durch Missbrauch und perverse Formen der Liebe in Kontakt treten, wird von Clark fast bis zur Satire überdehnt. Doch gerade weil Absurdes und Deformation in diesem kalifornischen Sittenbild so völlig normal scheinen, wird der Blick wieder frei für das verschworene Zeichensystem der Adoleszenz. Mit wunderbar beiläufigen Kamerabewegungen führt uns Clark in die muffigen, posterbehängten Jungszimmer."

21. Juli 2004 | KEN PARK • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Andreas Busche sind Sex und Gewalt, die Lieblingsthemen des Regisseurs. "Aber eine neue Sanftheit macht sich unter den desolaten Bildern bemerkbar. Der Ton klingt versöhnlicher, als man es bei Clark gewohnt war. ... Eine sublime Traurigkeit schwingt in diesen Bildern mit, von der Eltern wie Kinder gleichermaßen befallen sind. Das Gefühl, dass sie es eigentlich alle besser verdient hätten. Es ist diese Melancholie, die "Ken Park" maßgeblich von KIDS (1995), Clarks erster Zusammenarbeit mit Harmony Korine als Drehbuchautor, unterscheidet."

2004 | KEN PARK • Kritik • film-dienst 15/2004

Der Regisseur vertraut leider den leisen, subtilen Tönen nicht, schreibt Alexandra Wach. "Zunehmend gerät die Handlung vorhersehbarer und beschränkt sich auf eine krude Holzhammer-Methodik: Auf expliziten Sex folgt zwingend der Gewaltausbruch, begleitet von einer Maßlosigkeit, die fast schon für unfreiwillige Komik sorgt. Dabei gelingen auch immer wieder stimmungsvolle Szenen ... Was den Weltschmerz der heutigen Jugendlichen ausmacht, kann auch Larry Clark nicht beantworten; vielleicht weil er ihnen gar nicht so nah ist wie er in jeder Einstellung behauptet."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35056