Das viele Geld wurde gut angelegt, meint Katja Lüthge. "Dafür sind die Kulissen aber auch perfekt, nichts Pappiges oder Hausgebasteltes haftet ihnen an. Liebevoll hat man bis ins Detail bei den großen Vorbildern geräubert. ... Leider muss man sagen, dass das Geschehen mit der Ausstattung nicht mithalten kann. Das schwuchtelige Trio mit der Schwanzfixierung mag in den Sketchen der Bullyparade (Herbigs TV-Comedyshow) gut funktionieren, auf Spielfilmlänge gestreckt ist es irgendwann anstrengend."
Die eigentliche Handlung des Films ist eine Aneinanderreihung von Sketchen, meint Stefan Kuzmany. "Damit allerdings verliert (T)RAUMSCHIFF SURPRISE seinen in der TV-Kurz-Version durchaus vorhandenen Charme. Hatte man in den Sketchen auf Pro 7 noch den Eindruck, dass da durchgeknallte Fans mit einfachsten Mitteln ihre lieb gewonnene Enterprise-Serie parodieren wollen, greift der Spielfilm nach mehr: allzu deutlich zielen die technisch brillanten Weltraumballereien und Verfolgungsjagden auf den internationalen Markt ab. Und doch ist es nichts als eine mit 9 Millionen Euro Budget aufgeblähte Privat-TV-Comedy."
Volker Mazassek sagt es frei heraus: "Das Marketing ist das eigentlich Interessante an (T)RAUMSCHIFF SURPRISE, weil der Film keine wirklichen Überraschungen enthält. Er ist wie DER SCHUH DES MANITU - nur ohne Pferde. Wieder stehen die Helden vor einer schier unlösbaren Aufgabe, diesmal der Rettung er Erde, wieder wird das Geschehen mit einem tuntigen Humor unterlegt, wieder ist das Ergebnis weniger Spielfilm als eine Aneinanderreihung von Sketchen. Und die Drehbuchautoren haben erneut ihre Ideen aus anderen Filmen zusammengeklaubt."
Anke Westphal findet "die hohe Zotendichte von Herbigs neuem Film, der Schließ- und Lachmuskel mit Schwulenwitzen verklammert" überraschend. Es gibt viele "pennälerhafte oder vielmehr sextanerartige (hoho) Anzüglichkeiten", über die die Kritikerin nicht lachen konnte. Außerdem gibt es viel zu sehen aus anderen Science-Fiction.
Mirko Weber berichtet von der Uraufführung in München. "Aber es überrascht doch, mit welch vergleichsweise geringem Aufwand an Witz ein ganzer Saal zu erheitern ist, wenn Schrotti, Spuck und Pulle (ehemals: Scotty, Spock und Pille) auf ihrer Zeitreise in, nun ja, Schwulitäten geraten. ... Das Premierenpublikum einigt sich ohne weiteres auf Ovationen im Stehen und den sybillinischen wie ziemlich gleich lautenden Kommentar, dass (T)RAUMSCHIFF SURPRISE nicht der MANITU sei."
Claudius Seidl hat keine Maßstäbe gefunden, von welchen er aufs Scheitern oder Gelingen des Films schließen könnte. Obwohl der Film "mit dem, was man sonst in Spielfilmen geboten bekommt, nicht viel gemeinsam hat: Lustig ist es schon, wenn Michael Herbig und seine Kollegen in den Strampelanzügen des Raumschiffs "Enterprise" stecken." Der Film ist "konfliktscheu und betulich" geworden.
Marianne Wellershoff führt ein Gespräch mit Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller Michael "Bully" Herbig.
Ein Interview mit Michael "Bully" Herbig und Rick Kavanian führt Anke Westphal.
Wolfgang Höbel und Marianne Wellershoff haben nachgeforscht und decken die cineastische Ader von Michael "Bully" Herbig auf. Außerdem schreiben sie über die Erwartungen an den Film.