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DIE FRAUEN VON STEPFORD

DIE FRAUEN VON STEPFORD

Regie Frank Oz

Kritiken • DIE FRAUEN VON STEPFORD

15. Juli 2004 | DIE FRAUEN VON STEPFORD • Kritik • Die Tageszeitung

Die Filmemacher haben sich zu wenig Mühe gegeben, meint Andreas Busche. "Geheimnislos wie ein bereits entschlüsseltes Rätsel entfaltet sich die Geschichte vor dem Zuschauer. ... Der betont alberne Ton des Films wird an einigen Stellen durch unverhohlen frauenfeindliche Neuerungen verschärft, die dem revisionistischen Showdown den Weg bereiten. Nach all den falschen Gefühlen kann man am Ende die Kastrationsangst schon an den schlechten Pointen erkennen."

15. Juli 2004 | DIE FRAUEN VON STEPFORD • Kritik • Die Zeit

Birgit Glombitza findet das Remake harmloser als die Vorlage; meint gar, daß sich die Filmheldinnen derzeit von Selbstständigkeit und beruflichem Aufstieg verabschieden. "Nicole Kidman bewegt sich entspannt und erstaunlich ambitionslos durch einen Film, der sich neben vielen dramaturgischen Ungereimtheiten geradezu kollaborierend hingerissen vom Fifties-Dekor und durchdesignten Kauzigkeiten zeigt. Es scheint, als befände sich Kidman nach all den Torturen als Kriegerwitwe (Cold Mountain) oder Racheengel (Dogville) in einer amüsanten, nicht allzu aufregenden Kur mit altjüngferlichem Wellness-Bereich und Softhantel-Training."

15. Juli 2004 | DIE FRAUEN VON STEPFORD • Kritik • SPIEGEL Online

"Hysterischen Eifer" hat Daniel Haas bei dem Film festgestellt. "So bleiben filmische und erzählerische Logik irgendwo zwischen Ausstattungsfuror und Schauspielereitelkeiten auf der Strecke. ... Betäubt von schicken Interieurs und opulentem Soundtrack wird einem erst allmählich klar: So dämlich wie die Robotergirls sind auch Dramaturgie und Inszenierung des Films. ... Das Finale, laut US-Medien zigfach umgeschrieben und neu gedreht, macht Oz' Film vollends zu jener überdrehten Farce, die wie die Roboterfrauen permanent außer Kontrolle gerät."

14. Juli 2004 | DIE FRAUEN VON STEPFORD • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Martin Schwickert ist der Film hübsch anzusehen. "Weniger wegen Nicole Kidman - die wirkt in einer Komödie ohne Leidenspotenzial eher verloren. Aber die Ausstatter haben sich alle Mühe gegeben, den Harmonie-Terror der Vorstadt in pastellfarbene Kitschorgien zu verpacken." Ansonsten bestränkt sich das Remake von Bryan Forbes' aus den 70er Jahren "auf ein versöhnliches Happy End, das den Zivilisationspessimismus des Originals an Hollywood-Konventionen verrät."

2004 | DIE FRAUEN VON STEPFORD • Kritik • film-dienst 14/2004

Michael Kohler hat es wegen der unendlichen Produktionsgeschichte befürchtet: Der Film ist als Klamotte angelegt, mit dem niemand wirklich glücklich ist. "Es wäre komisch, wenn es nicht so traurig wäre: Ein Film, der davon handelt, wie Menschen durch Maschinen ersetzt werden, bringt selbst keine einzige menschliche Figur hervor. ... Mag sein, dass Oz angetreten war, um eine Komödie über technoide Männerfantasien, feministische Ellenbogen und die Auswüchse des Geschlechterkriegs zu drehen; und natürlich ist auf dem Grund dieses beinahe bodenlos dummen Films davon noch immer etwas zu erkennen. Doch bleibt die Frage, wer über Heim und Herd als Umerziehungslager lachen kann, wenn das Gelächter über Leichen geht."

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