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MUXMÄUSCHENSTILL

MUXMÄUSCHENSTILL

Regie Marcus Mittermeier

Kritiken • MUXMÄUSCHENSTILL

19. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • Berliner Zeitung

Frank Junghänel berichtet von einer Aufführung in den Hackeschen Höfen mit Regisseur und Drehbuchautor. 90 000 Menschen haben den Überraschungserfolg in den ersten zehn Tagen seit der Premiere gesehen.

08. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • Die Tageszeitung

Birgit Glombitza führt ein Gespräch mit dem Regisseur Marcus Mittermeier.

08. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz spricht mit Jan Henrik Stahlberg und Marcus Mittermeier über Politk, Moral und Ironie.

08. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala faßt seinen Eindruck wie folgt zusamnen: "Sehr unangenehmer Film. Eklig stark auch. Dieser Mux geht einem nach: Er streichelt Meinungen, Vorurteile, Ideologien - und bürstet sie gleich wieder gegen den Strich. Ein freundliches Monster, eine Ausgeburt unserer Alltagsfantasien, ein jugendliches Ungeheuer aus den Sümpfen des Neoliberalismus. ... Ein Alptraum also, dieser MUXMäUSCHENSTILL, und ein Super-Film auch. Superböse erfunden und superglaubwürdig, jedenfalls eine lange Strecke lang. ... MUXMäUSCHENSTILL wagt was - und das ist selten im deutschen Kino. Er ist spannend, ohne bloß zu unterhalten."

08. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • SPIEGEL Online

Anfangs hat Oliver Hüttmann noch schadenfroh gelacht über die Bestrafung von Schmarotzern und Schwarzfahrern, aber bald ist ihm das Lachen im Halse stecken geblieben. MUXMäUSCHENSTILL "prüft nicht unser Gewissen, sondern fordert unsere Gefühle heraus, unsere Instinkte und Ängste. Man kann nur emotional, spontan mit Jubel oder Abscheu auf das reagieren, was wir mit Mux erleben. ... Mit perfider Raffinesse loten Mittermeier und Stahlberg zwischen Realsatire und Reality-TV alles aus, was gerade noch zumutbar und denkbar erscheint. ... Die totale Ordnung, die Mux anpeilt, ist eine faschistoide Utopie. Selbst Weltverbesserer, so gut sie es meinen mögen, sind auch immer Bürokraten. Verstörend, makaber, rücksichtslos und scharfsinnig schneiden Mittermeier und Stahlberg tief ins Fleisch der absoluten Vernunft."

08. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • Die Zeit

Thomas Assheuer ist fasziniert von der Doppelgestalt des Herrn Mux: eine "Mischung aus linkem Wahn und rechter Ordnung, aus Terror und Tugend". MUXMäUSCHENSTILL "ist nämlich ein ganz und gar ungewöhnlicher Film. Nicht nur, weil er mit der Handkamera gedreht wurde und seine von Techno-Musik getriebene Komik schwarz ist wie die Nacht. Nicht nur, weil sich sein Hauptdarsteller das Drehbuch auf den Leib geschrieben hat und alle wichtigen Positionen mit Debütanten und Laien besetzt sind. Sondern weil es ein sehr deutscher Film ist, gesättigt von zarten, unaufdringlichen Anspielungen auf Klassik und Romantik, auf Philosophie und Literatur." Der Kritiker entdeckt das große Thema des Film: es "ist nicht die Moral, sondern das Herzensleid der deutschen Romantik - die Entfremdung. Entfremdung heißt nicht Herrschaft der Maschine; Entfremdung heißt, wie vor 200 Jahren: bürgerliche Kälte und verbotene Nähe, zerfurchte Wahrnehmung und verdorbene Sprache."

07. Juli 2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist das nicht nur ein Film, sondern ein Geniestreich; selten hat sie so bitter gelacht. Der Film "ist der seit Ewigkeiten radikalste Streich des jungen deutschen Kinos - ein Stolperstein auf dem Weg in die nationale Totalverblödung. Die Filmemacher sind ästhetisch und inhaltlich ein großes Risiko eingegangen, um zu artikulieren, was überall mehr oder weniger latent gärt, und es ist ihnen das Beste überhaupt gelungen: Erkenntnis schockt, wenn der Erzählton mit der Erzählung konkurriert. ... Herr Mux hat bewirkt, dass die Leute der Berlinale 2004 die Türen einrannten, ohne dass es Werbung für den Film gegeben hätte. MUXMäUSCHENSTILL hat für nicht weichen wollende Schlangen vor den Sälen gesorgt, obwohl alle Vorführungen des Films überbucht waren. Der gruselige Hinterteppenwitz war, dass nach Vorführungen des Films nicht wenige Zuschauer der Mux-Gesellschaft beitreten wollten."

2004 | MUXMÄUSCHENSTILL • Kritik • film-dienst 14/2004

Roman Mauer war über lange Zeit "in einem Wechselbad zwischen Zustimmung und Abneigung gefangen gehalten". Diese "zeitgenössische Donquichotterie" parodiert geschickt verschiedenste Fernsehformate und demaskiert deren manipulative Strategien. "Wenn der Zuschauer schließlich beginnt, der filmischen Sprache zu misstrauen (obwohl diese Sätze enthält, denen man zum Teil zustimmen möchte), nähert sich MUXMäUSCHENSTILL auf raffinierte Weise seiner Absicht, das Publikum (wie Mux mit Kant sagen würde) 'zum Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit' zu bewegen."

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