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SEIT OTAR FORT IST ...

SEIT OTAR FORT IST ...

Regie Julie Bertucelli

Kritiken • SEIT OTAR FORT IST ...

08. Mai 2004 | SEIT OTAR FORT IST ... • Kritik • Die Tageszeitung

Mit "interessierter Nachsicht" verfolgt die Regisseurin Julie Bertuccelli in ihrem Erstlingswerk das Handeln ihrer Figuren, findet Barbara Schweizerhof. Der Film "setzt sich aus kleinen Gesten und Verrichtungen zusammen, die ein Bild so reich an Wirklichkeit ergeben, wie man es nur selten im Kino sieht. ... Nichts erscheint an diesem Film erfunden oder ausgedacht; es sind keine "Plotpoints" gesetzt, die die Spannung strukturieren. Um so nachhaltiger bleiben die Figuren im Gedächtnis - ganz so, als ob ihr Leben jenseits des Films wie selbstverständlich weitergehen müsste."

07. Mai 2004 | SEIT OTAR FORT IST ... • Kritik • Der Tagesspiegel

"Großen Tragödienstoff" hat Jan Schulz-Ojala gesehen, der komödiantisch inszeniert ist. "Das Tragische lässt sie allenfalls in knappen Schmerzenszeichen aufscheinen, und die Komik, die allerlei Verwicklungen heraufbeschwört, seit Otar zusehends unerklärlich fort ist, bremst sie durch eine zarte Gegendosis Rührung aus." Der Film bleibt "überwiegend im anrührend Privaten. Wenn die Regisseurin die gesellschaftliche Lüge thematisiert, die Lebenslähmung einer Generation, die mit der Diktatur trügerisch Frieden machte, dann tut sie es behutsam, gezielt, konkret."

06. Mai 2004 | SEIT OTAR FORT IST ... • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Gerhard Midding ist die Regisseurin eine "höfliche Zweiflerin". Sie verschmelzt "das Vorgefundene mit dem Erfundenen. Beiläufig erzählt sie von den Umbrüchen nach dem Ende der Sowjetunion, ihr achtsamer Blick gehorcht indes keinem romantischen Sozialrealismus, der es sich in Tristesse und Schäbigkeit behaglich machen würde. ...
Den Alltag in Tiflis erkundet Bertucelli als nicht exotischen, sondern selbstverständlichen Lebensraum ihrer Charaktere, und sie profitiert dabei von ihrem Talent, Figuren in Beziehung zueinander und zum Raum zu stellen. Konzentriert erforscht Christophe Pollocks Kamera die drangvolle Enge des Frauenhaushalts, ist fasziniert von den Grenzlinien und Schneisen."

06. April 2004 | SEIT OTAR FORT IST ... • Kritik • Die Zeit

Wunderbar findet Anke Lewekee den Film. "Ganz undramatisch erzählt dieser Film vom Überlebenskampf in der georgischen Hauptstadt, zeigt Heldinnen, die sich nicht kleinkriegen lassen, weil sie mit Nippesverkäufen, Verschuldungsakrobatik und Birnen von der Datscha immer wieder aufs Neue den Alltag überlisten." Der Film wartet mit schönen traurigen Schattierungen auf und die heiter-gelassene Grundhaltung schützt immer wieder vor allzu viel Melancholie.

2004 | SEIT OTAR FORT IST ... • Kritik • film-dienst 09/2004

Eigentlich ist der Film etwas düster, findet Alexandra Wach, aber es gibt überaus stille Szenen, die dem Film "atmosphärisch dichte Momente verleihen, voller physischer und seelischer Komplizenschaft". Der Zauber des Films geht von der Mischung aus Fiktion und Realität aus. Der Film "ist von einer dokumentarischen Ästhetik und nicht zuletzt der Schäbigkeit seiner Originalschauplätze geprägt. ... So unspektakulär die Handlung, so prägnant entwickelt sich die Tragik der Figuren. ... SEIT OTAR FORT IST beeindruckt durch die kluge Balance aus Pathos, subtilem Humor und Realismus. Zugleich ist es ein zärtliches Porträt einer Familie ohne Männer, in der die Frauen auf sich selbst gestellt sind und dank ihrer Solidarität das Leben dennoch meistern können."

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