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THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1)

THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1)

Regie Wim Wenders

Kritiken • THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1)

07. Mai 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • Frankfurter Rundschau

Andreas Hartmann steht dem Projekt kritisch gegenüber: "Dass das Unternehmen viel Stoff für Kontroversen in sich birgt, ist jetzt schon klar. Spike Lee ist zwar Teil des Projekts, jedoch stammt keiner der Filme von ihm. Weiße versuchen sich also an der Historisierung schwarzer Musik, da ist für böses Blut bereits vorgesorgt. ... Fraglich ist, ob der Horizont der Reihe "The Blues" über den einer musikalischen Klamottenkiste hinaus gehen wird, um den Menschen die Umdeutung des musikalischen Erbes auf die Jetztzeit nahe zu bringen."

06. Mai 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • Die Tageszeitung

Christian Broecking ist begeistert von der Imitation der Szenen. "Selten gelingt die Übereinstimmung zwischen der Originalmusik und den Gesten des Schauspielers so gut wie in diesem Film. Zu keinem Zeitpunkt ist "The Soul of a Man" nur Playbackshow, eher hat man das Gefühl, dabei zu sein, wenn der jeweilige Darsteller die Songs seiner Protagonisten mimt und auf der Gitarre begleitet. ... Nach der Kinovorstellung bleiben ein selten guter Soundtrack (Sony) und das große Gefühl, dass man gerade vorgeführt bekam, wie eine nahezu vergessene Musik ohne große Kompromisse in das Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit befördert werden kann, ohne dass sie gleich Pop ist."

06. Mai 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film hat überaus starke Momente, findet Frank Junghänel. Der Regisseur arbeitet "so präzise mit einer alten Kurbelkamera, dass man die Bilder im ersten Moment für authentisch halten möchte. ... Es ist das Jahr 1927, wir sehen das erste Musikvideo der Popgeschichte. Die Illusion ist perfekt. ... Wim Wenders ist nicht daran gelegen, die Geschichte des Blues in irgend einer Weise zu befragen, geschweige denn zu revidieren. Er folgt den romantischen Idealisierungen seiner Jugend, die womöglich mehr als ein Körnchen Wahrheit in sich tragen."

06. Mai 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • Der Tagesspiegel

H. P. Daniels hat den Regisseur befragt und Antworten erhalten.

06. Mai 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen sehr charmanten, sehr anrührenden Film hat H. P. Daniels gesehen.

06. Mai 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • SPIEGEL Online

Für Wolfgang Höbel sucht Wim Wenders die "meditative Versenkung in den Geist der Musik". "Das ganze Werk ist mindestens ebenso sehr ein Dokument der Schüchternheit wie eines der Leidenschaft: Hier maßt sich ein deutscher Regisseur gerade nicht an, neue Wahrheiten über drei amerikanische Blues-Musiker feilzubieten, sondern er zeigt die halb vergessenen Legenden aus liebevoller Distanz. Hört die Kraft, bewundert den Rhythmus dieser Musik, lautet die Devise dieses Films, und lasst die Bilder sehnsuchtsdienliches Begleitwerk sein!"

06. April 2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat erstaunliches - besonders im 2. Teil des Films - gesehen. Der Regisseur "überlässt das Podium einem liebenswerten Pärchen ehemaliger schwedischer Filmstudenten des Jahres 1962, die so würdig gealtert sind wie ihr Filmdokument von damals - ein wunderbares Wohnzimmerkonzert mit Lenoir, das den Musiker bekannt machen sollte, aber Schwedens Fernsehen zu dilettantisch erschien. So holt ein unvermittelter Einbruch des Privaten im fremden Material plötzlich den Wim Wenders der frühen Jahre wieder in den Film: mit all seiner Unverstelltheit, Offenheit und stotternden Schönheit."

2004 | THE SOUL OF A MAN (THE BLUES 1) • Kritik • film-dienst 09/2004

Horst Peter Koll hat es anfangs nicht glauben wollen, aber der Film "gehört zu den angenehmen Überraschungen unter Wenders' Musikfilmen." Der Regisseur "erweist sich als ein weit handfesterer und auch sympathischerer Botschafter, der in seiner Hinwendung zum Blues vor allem auf seine Stärken setzt: das stille, vermeintlich beiläufige Beobachten, aus dem kleine dramatische Geschichten von bemerkenswerter Wirkung entstehen. ... Mit neuester Filmtechnik gestaltet Wenders inszenierte Spielszenen als vermeintlich historisches Bildmaterial, das zerkratzt und tontechnisch fehlerhaft daherkommt und aus zufällig auf einem Speicher gefundenen uralten Blechbüchsen stammen könnte; wobei dieser 'Fake' durchaus Sinn macht, weil er so auch ein Gespür für den Stand damaliger filmischer wie musikalischer Aufnahmetechniken vermittelt."

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