| Regie | Stephen Sommers |
Gabriel Van Helsing wird ins düstere Transsilvanien entsandt und findet dort den Vampir Graf Dracula, der alles beherrscht und den er vernichten soll. Anna Valerious ist eine der letzten Überlebenden einer mächtigen Adelsfamilie, die von Dracula fast vollständig ausgerottet wurde. Anna ist selbst eine furchtlose Jägerin, und trachtet danach, ihre Ahnen zu rächen und einen alten Fluch zu brechen, indem sie den Vampir tötet. Vereint durch den Kampf gegen den gemeinsamen Feind, werden sie zu Verbündeten, um Dracula und sein Reich des Bösen zu zerstören.
Der Film ist hanebüchend, meint Oliver Hüttmann. "Mit seinem Actionthriller VAN HELSING verramscht Regisseur Stephen Sommers den klassischen Schauerfilm zum digital übersättigten Popcorn-Event." Der Regisseur hat gepatzt: "Er entwirft Filme, wie Frankenstein sein Monster erschuf. Er nimmt Versatzstücke populärer Filme, setzt alles zu einem wackeligen Konstrukt zusammen und jagt statt Stromstöße ungeheure Mengen von Bits und Bytes durch die Kulissen. Und wie bei Frankensteins Monster ist das Ergebnis nicht gerade ansehnlich."
Für Holger Kreitling ist VAN HELSING blöde, aber was soll's. Der Film ist "unecht durch und durch, doch darum geht es ja. Ein Spiel mit den Versatzstücken der Horrormythen, ohne Charaktere, mit Puppen, die durch die Lüfte tanzen. ... Es ist, als existierten in diesen alten Figuren die gesamten Werbe-Ikonen, Trivialhülsen, Actionschurken und Comicfiguren fort, die durch die Medien geistern, und sie ringen sichtbar um die Vorherrschaft. Ein Sammelsurium rast über die Leinwand, dass einem blind vor Augen wird. Nur Handlung. Effekte. Und Kampf."
Fritz Göttler widmet dem Schauspieler Hugh Jackman ein Porträt.
Fritz Göttler schwant, das Hugh Jackman vielleicht der nächste James Bond sein wird; eine Bond-Travestie liefert der Schauspieler schon hier ab. "Es ist ein Elend mit den Horrorvisionen heute, irgendwie kommt das nicht zusammen, der Grusel von damals, europäisch-romantisch, geprägt vom großen James Whale, und die Hektik der Computeranimation. Der Film ist eine Ausstattungsorgie wie MOULIN ROUGE - Richard Roxburgh als Graf Dracula erinnert permanent daran - oder CHICAGO, Stücken, wo vor lauter Glamour und Glitter die Handlung sich schwer tat."