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DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

Regie Hans Weingartner
Kinostart 25.11.2004

Kritiken • DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

31. Dezember 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Die Tageszeitung

Robert Misik berichtet Merkwürdiges aus dem Jahr 2004, u.a. daß DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI zum Kinoerfolg am Ende des Jahres wird: "Ein antikapitalistischer Film, bei dem man lachen kann, gesellschaftskritisches Kino, das beim Publikum nicht die Bereitschaft voraussetzt, sich deprimieren zu lassen."

04. Dezember 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Der SPIEGEL

Edda Bauer führt ein Interview mit Daniel Brühl über pubertäres Rebellentum und seine Sehnsucht, nicht mehr den jugendlichen Helden spielen zu müssen.

26. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Der SPIEGEL

Als warmherzige Komödie bezeichnet Andreas Borcholte die DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI, die zeigt, daß politisches Kino auch Spaß machen kann. "Abgesehen von der überragenden Leistung seiner Darsteller, allen voran Daniel Brühl und Julia Jentsch, ist es Weingartners Verdienst, die eigentlich bittere Botschaft seines Films mit Humor zu verabreichen. Inmitten der skurrilen Alm-Szenerie wandelt sich sein Film vollends zur tragischen Komödie, die in einem ebenso furiosen wie utopischen Finale mündet. Der Regisseur verrät seine Figuren nicht, er belächelt sie noch nicht einmal. Stattdessen zeigt er mit einem milden Augenzwinkern, wie viel Potenzial im diffusen Dagegensein der jungen Generation steckt."

26. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Berliner Zeitung

Elmar Schütze war bei der Deutschlandpremiere von DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI dabei, bei der ein VW-Bus eine besondere Rolle gespielt hat.

26. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Junge Welt

Dem Regisseur ist ein dezidiert politischer Film gelungen, findet Nino Ketschagmadse. "Nur wer fertige Rezepte zur Weltverbesserung sucht, ist in den FETTEN JAHRE eher falsch."

26. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Der Freitag

Dem Film ist es gelungen, ein Stück Realität einzufangen, meint Juli Zeh.
"Der Film schweigt über den eklatanten Unterschied, der seine Helden von den 68ern trennt: Sie können keine Ziele formulieren, sie haben jenseits ihres persönlichen Lebenskonzepts keine Vorschläge für das innerdeutsche oder gar globale menschliche Miteinander. Das ist nicht "Sixties würzig", das ist "Sixties light" ... Es ist ein mutiger Film, nicht, weil er eine neue Form von harmlosem Privat-Terrorismus darstellt, sondern weil er seine Charaktere in ausführlichen Dialogen zu Wort kommen lässt. Aber er bezieht keine Stellung zu der inneren Leere seiner Revolutionäre, denen es an Leidensdruck ebenso fehlt wie an einer politischen Perspektive."

26. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Der Freitag

Ekkehart Krippendorff stellt sich die Frage, ob Weingartner Recht hat, wenn er ein solches Bild zeichnet? "Das Beste an diesem Film sind die wunderbaren Schauspieler, so dass man sich seines Mitgefühls für diese Menschen nicht zu schämen braucht. Weingartners Botschaft ("aufzurütteln und ein Bewusstsein zu schaffen") wird es aber schwer haben, gehört zu werden. Ohne leidenschaftliche und begründete Empörung über den Zustand unserer Welt gibt es keine "revolutionäre Energie", sondern bestenfalls Jugendstreiche. Weingartners "Revolutionäre" haben am Schluss aus ihrem fast katastrophal endenden, kindlichen Aktionismus nichts gelernt und brechen auf in die schlechte Utopie der nächsten privaten Protestaktion."

25. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler sieht in DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI eine Wiederholung von Geschichte und Klassenkampf als Burleske. "Es ist kaum zu glauben, wie unverschämt unterhaltsam die deutschen Filme zur RAF mittlerweile geworden sind. Nachdem uns Baader lehrte, dass die Waffe stets im Peckinpah'schen Zentrum getragen wird, spinnt auch Hans Weingartner die Geschichte des bundesrepublikanischen Terrorismus in die Mythenwelt des Kinos fort. Seine Ménage à trois verbindet die Motive von Revolution, Freundschaft und Verrat, wie er es bei Godards Außenseiterbande gesehen haben mag, und verlässt sich lieber auf die revolutionäre Energie der Herzen als auf allzu rasch alternde politische Gewissheiten. Die Kehrseite dieser Haltung ist eine Glorifizierung jugendlichen Übermuts, die die unbehaglichen Momente eines Gesinnungsterrors mit fröhlichem Antlitz nur notdürftig kaschiert."

25. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Regisseur hat einen Film zur Krise gedreht, meint Volker Mazassek. "Regisseur Hans Weingartner hat, ohne dass dies abzusehen war, mitten rein gedreht in Hartz IV und eine Stimmung, die von Verlustängsten, Resignation und diffusem Protest geprägt ist. Wie sehr sich die Zeiten geändert haben, zeigt ein Satz, den Jan mit großer Selbstverständlichkeit raushaut: "Wir leben in einer Diktatur des Kapitals." Es ist noch nicht lange her, da hätte fast jeder jüngere Kinogänger bei dieser Diktion (vom Inhalt ganz zu schweigen) die Augen verdreht. Nun aber wirkt das alles sehr zeitgemäß, was Weingartner in einem überfallartigen Intro ausbreitet: agitierende Globalisierungsgegner, drangsalierte Arme, Konflikte, die gewalttätig eskalieren. Der Film ist aber alles andere als ein bierernstes Agitprop-Stück."

25. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Der Tagesspiegel

In dem Film steckt ein zeitgemäßes Lebensgefühl, schreibt Jan Schulz-Ojala. "Einen dänisch-französischen Film habe er drehen wollen, sagt Hans Weingartner. Französisch ist sein Spiel mit JULES UND JIM, die zauberhaft aufgelöste Liebesverwirrung; dänisch vor allem die Arbeit mit der Handkamera, die Passagen ohne Filmmusik, das Krude und Echte, das wir an Dogma ewig lieben werden. Die Ernsthaftigkeit aber ist global - und der Humor, es gibt unglaublich komische Dialoge und Situationen, zumindest interkontinental. Schon möglich, dass DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI zum weltweit erfolgreichsten deutschsprachigen Film seit GOOD BYE, LENIN! wird"

25. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Die Tageszeitung

Für Dietrich Kuhlbrodt ersetzt der Film in nur zwei Stunden ein halbes Dutzend Gruppentherapietermine, und das auf einigermaßen witzige Weise. Der Film überzeugt, weil "man ihm glaubt, dass er was rüberbringen will und dass er dabei eins draufsetzt. Hinter der authentischen Eifrigkeit steht jemand, der was will und dem man zuhört: der Regisseur mit seinen Protagonisten. ... den Bildern, die die digitale Videokamera liefert, lässt sich platterdings nicht widersprechen. Sie haben dokumentarischen Anspruch: So ist es, so sind die Fakten. Licht wurde nicht gesetzt. Den Schauspielern folgt die Kamera - und nicht, wie sonst beim Spielfilm, umgekehrt."

25. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Die Zeit

Der Regisseur fragt mit einer Mischung aus ungeschichtlicher Unschuld, Penetranz und sympathischer Chuzpe, meint Katja Nicodemus. "In seinem Film lässt Weingartner keinen Zweifel daran, dass Politik und Party, politisches Engagement und jugendliches Draufgängertum einander bedingen. Mit ihrem Spaß an Drogen, Alkohol und Sex unterscheiden sich seine Helden auf den ersten Blick kaum von den Großstadtexistenzen eines herkömmlichen Jugendfilms. Hinzu kommt jedoch ein diffuses Unbehagen an den Verhältnissen, ein Lebensgefühl zwischen Wut und latenter Verzweiflung. Vor allem den von Daniel Brühl gespielten Elektro-Tüftler und Grübler umgibt die Verlorenheit einer Generation, die sich nach Veränderung sehnt, ohne auf die Ideologeme der Älteren zurückgreifen zu wollen."

24. November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala fragt sich, was der Film mit dem Leben des Schauspielers Burghart Klaußner zu tun hat.

November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare vorab bei filmz.de.

November 2004 | DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • Kritik • film-dienst 24/2004

Horst Peter Koll hat einen kämpferisch-politischen Entwurf jenseits deutscher Beziehungskomödien gesehen. "Ausgesprochen flott, ja nachgerade elegant entwickelt Hans Weingartner seine moderne Robin-Hood-Geschichte mit kurzweiligen, bisweilen virtuos gehandhabten filmischen Mitteln, wobei er stilsicher und zudem unterhaltsam die delikate Balance zwischen Spiel und Ernst, analytischer Ernsthaftigkeit und lakonischer Ironie wahrt. Vehement treibt die rastlose Handkamera die Ereignisse voran, verleiht die rasante Montage aus mal wild verkanteten, mal dokumentarisch anmutenden, dann wieder poetisch verdichteten Szenen dem Ganzen eine eigene Handschrift, die gleichsam programmatisch 'außer Atem' daherkommt."

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