Inhalt • DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI
Jan, Peter und Jule sind drei unbekümmerte junge Rebellen, die außer ihrem Unbehagen über den Zustand dieser Welt noch eines eint: ihr tiefsitzender Wille daran etwas zu ändern. Den Reichen ihrer Stadt lassen Jan und Peter als "die Erziehungsberechtigten" gewaltlos mysteriöse Botschaften zukommen: "die fetten Jahre sind vorbei". Die Komplikationen beginnen, als die sensible Jule sich in beide Männer verliebt. Waghalsige Aktionen bringen die drei in Gefahr. Als ein Streifzug schief läuft führt das, was nie als Kidnapping geplant war, zu einer Konfrontation der drei jungen Idealisten mit der Generation, die an der Macht ist.
Kritik • DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI • 25. November 2004 • Die Zeit
Der Regisseur fragt mit einer Mischung aus ungeschichtlicher Unschuld, Penetranz und sympathischer Chuzpe, meint Katja Nicodemus. "In seinem Film lässt Weingartner keinen Zweifel daran, dass Politik und Party, politisches Engagement und jugendliches Draufgängertum einander bedingen. Mit ihrem Spaß an Drogen, Alkohol und Sex unterscheiden sich seine Helden auf den ersten Blick kaum von den Großstadtexistenzen eines herkömmlichen Jugendfilms. Hinzu kommt jedoch ein diffuses Unbehagen an den Verhältnissen, ein Lebensgefühl zwischen Wut und latenter Verzweiflung. Vor allem den von Daniel Brühl gespielten Elektro-Tüftler und Grübler umgibt die Verlorenheit einer Generation, die sich nach Veränderung sehnt, ohne auf die Ideologeme der Älteren zurückgreifen zu wollen."