| Regie | Peter Segal |
Tierarzt Henry Roth lebt auf Hawaii und ist ein Playboy aus Passion. Unverbindliche Flirts mit attraktiven Touristinnen gehören für den bindungsscheuen Frauenhelden zum Alltag - bis er eines Tages Lucy begegnet. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Dumm nur, dass Lucy seit einem Autounfall vor einem Jahr an einer Störung des Kurzzeitgedächtnisses leidet und sich daher nie daran erinnern kann, Henry schon einmal getroffen zu haben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als Lucy jeden Tag erneut den Hof zu machen und darauf zu hoffen, dass sie seine Gefühle immer wieder aufs Neue erwidert ...
Hollywood-Knallcharge Sandler ist überraschend geistreich und die Kino-Ikone Barrymore gewohnt liebenswürdig, meint Daniel Haas. "Die heitere Welt der 50 ersten Dates, durchdudelt von Cover-Versionen beliebter Achtziger-Jahre-Hits im Copacabana-Stil, ist angenehm frei von kulturkritischer Diagnostik, wobei man sich fragen kann, warum ausgerechnet jetzt Erinnerung wieder verstärkt zum Leinwandthema wird."
Sascha Westphal schreibt über Adam Sandler. "Insofern markiert Peter Segals 50 erste Dates für Sandler tatsächlich so etwas wie einen neuen Anfang. Als Henry Roth präsentiert er sich zum ersten Mal als klassischer romantischer Komödienheld und profitiert dabei gerade davon, dass man ihn sich in dieser Rolle eigentlich gar nicht vorstellen kann."
Andreas Busche hat "Skrupel, bei diesem verquasten Liebesmodell noch von Romantik zu sprechen". Der Kritiker ist erbost über diese "hundertmal gesehene Mischung aus sexistischen (Sandlers androgyner Assistant ist eine der bizarrsten Kinofiguren der letzten Zeit), latent rassistischen (der "Komiker" Rob Schneider spielt einen einäugigen Hawaiianer), schweinischen, ekligen und vor allem überhaupt nicht witzigen Witzen".
Hanns-Georg Rodek führt ein Gespräch mit der Drew Barrymore.
Der Film ist als "Flickenteppich" inszeniert, mit guten und schlechten Szenen, meint Susan Vahabzadeh. Die Kritikerin verbindet den Film mit dem amerikanischen Kino nach dem 11. September. Im Film geht es "darum, dass man lernen muss, mit seinen Beschädigungen zu leben, dass man Traumata verarbeiten muss, weil Verdrängung über den Umweg der Depression zur Explosion führt."
Anke Sterneborg führt ein Interview mit der Schauspielerin Drew Barrymore.
Der Regisseur ist überfordert, meint René Classen. Er inszeniert die "Geschichte wie ein Action-Abenteuer mit wuchtigen Totalen und überflüssigen Kran- Fahrten" und erstickt "jeden Ansatz von Romantik im Keim". Auch sonst hat der Film nicht viel zu bieten: Adam Sandler bleibt im Rollenklischee des netten Jungen von nebenan kleben; die Idee des Gedächtnisverlustes wird nicht mal ansatzweise interessant bearbeitet.